
Mutter von 7-jährigen Drillingen in Wallenhorst (Niedersachsen) ermordet – Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen
In einer ruhigen Wohnsiedlung im niedersächsischen Wallenhorst ist eine Familientragödie geschehen, die weit über die Gemeinde hinaus Bestürzung auslöst.

Nutzer-Kommentar zu der Familientragödie | Quelle: Facebook/Bild
Ein weiß geklinkertes Einfamilienhaus, spielende Kinder auf der Straße, Fotos eines scheinbar harmonischen Alltags in sozialen Netzwerken – nach außen wirkte das Leben von Victoria H. (39) und ihrem Ehemann Thomas H. (45) geordnet und glücklich. Nun ist die 39-Jährige tot, ihr Ehemann sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Nutzer-Kommentar zu der Familientragödie | Quelle: Facebook/Bild
Was sich am frühen Morgen des 12. Februar auf dem Grundstück der Familie ereignete, ist Gegenstand intensiver Ermittlungen einer Mordkommission. Fest steht bislang nur der zeitliche Rahmen: Zwischen 6 und 6.30 Uhr soll die Tat geschehen sein.

Nutzer-Kommentar zu der Familientragödie | Quelle: Facebook/Bild
Die Leiche von Victoria H. wurde später in einem Abstellraum eines Schuppens hinter dem Haus entdeckt. Ihr Körper wies schwere Verletzungen auf. „Sie war vermutlich sofort tot!“, erklärte Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer.
Besonders erschütternd sind die Umstände, unter denen die Tat ans Licht kam. Nach bisherigen Erkenntnissen verließ Thomas H. nach dem Vorfall das Grundstück mit einem der drei siebenjährigen Söhne im Auto. Wenig später liefen die beiden anderen Kinder – ein weiterer Sohn und die Tochter – weinend auf die Straße.

Symbolbild | Quelle: Getty Images
Sie suchten ihre Mutter. Retemeyer verriet:
„Sie weinten, suchten ihre Mutter und sagten, dass keiner da ist“
Ein vorbeikommender Jogger wurde auf die Situation aufmerksam, sprach mit einem Nachbarn und setzte schließlich den Notruf ab. Auch der Vater wurde informiert.

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Als Thomas H. daraufhin zurückkehrte, soll er nicht zuerst das Wohnhaus betreten haben, sondern direkt zum Schuppen gegangen sein, in dem sich später der Leichnam seiner Frau befand.
Ein Ermittler äußerte sich gegenüber der BILD zu diesem Umstand und verriet:
„Der Vater fuhr umgehend zurück, ging aber nicht zuerst ins Haus, sondern direkt in den Abstellraum, dort wo früher eine Heißmangel stand. Das war auffällig“

Symbolbild | Quelle: Getty Images
Kurz darauf trafen Rettungskräfte ein. Für Victoria H. kam jede Hilfe zu spät. Noch am selben Tag erließ ein Richter Haftbefehl gegen den 45-Jährigen wegen Mordes aus Heimtücke.
Die Staatsanwaltschaft geht von einem sogenannten Femizid aus. Zu möglichen Motiven äußerten sich die Behörden bislang nicht. „Das ist noch unklar“, so Retemeyer weiter, laut Angaben der BILD.
Victoria H. und Thomas H. waren seit zwölf Jahren ein Paar, seit zehn Jahren verheiratet. In sozialen Netzwerken hatte die 39-Jährige offen davon gesprochen, dass ihre Ehe Höhen und Tiefen erlebt habe, man jedoch gemeinsam Lösungen gefunden habe.

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Sie arbeitete früher als Verkäuferin, ihr Mann war zunächst im Sicherheitsdienst tätig und ist seit mehreren Jahren als Angestellter beim Finanzamt Osnabrück beschäftigt.
Nachbarn beschreiben die Familie als lebhaft. Die Kinder hätten häufig draußen gespielt, zuletzt hätten sie erst ihren siebten Geburtstag gefeiert. Der Kontrast zwischen dem scheinbar normalen Alltag und der nun aufgedeckten Gewalttat lässt viele fassungslos zurück.

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Die Drillinge sind inzwischen bei Verwandten untergebracht. Für sie beginnt nun ein Leben, das von einem einschneidenden Verlust geprägt ist. Während die Ermittlungen weiterlaufen, steht die Gemeinde unter Schock – und viele fragen sich, wie es zu dieser Tat kommen konnte.
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