
Die ehemalige First Lady Deutschlands Bettina Wulff trennt sich von ihrem Bodyguard-Freund
Neun Monate lang sah es nach einem Neuanfang aus, der vielleicht ruhiger und nachhaltiger sein sollte als alles zuvor. Bettina Wulff hatte sich zurückgezogen aus dem politischen Umfeld und wirkte angekommen. Nun ist auch diese Beziehung beendet – ohne Drama, aber nicht ohne öffentliche Resonanz.
Bettina Wulffs Liebesleben war über viele Jahre eng mit dem eines der bekanntesten Politiker des Landes verbunden. Mit Christian Wulff war sie zweimal offiziell verheiratet, zweimal geschieden, dazwischen lagen Annäherungen, Trennungen und immer wieder der Versuch eines gemeinsamen Neuanfangs. Die Beziehung entwickelte sich über Jahre hinweg zu einer On-off-Geschichte, die auch nach außen nie ganz zur Ruhe kam.

Bettina und Christian Wulff am 29. Januar 2016 auf dem Semper Opernball in Dresden | Quelle: Getty Images
Kennengelernt hatten sich beide Mitte der 2000er-Jahre, damals war Christian Wulff noch Ministerpräsident von Niedersachsen. Die Ehe, aus der 2008 ein gemeinsamer Sohn hervorging, stand spätestens nach seinem Rücktritt als Bundespräsident 2012 unter enormem Druck.
2013 folgte die erste Trennung, die Scheidung wurde eingereicht, aber nicht ganz vollzogen. Im Mai 2015 hatte man wieder zueinandergefunden, 2018 dann die offizielle Scheidung.
Doch auch nach dem formellen Ende fanden beide wieder zueinander. 2023 heirateten sie ein zweites Mal standesamtlich, bevor im Frühjahr 2025 schließlich "endgültig" Schluss war. Das Büro Christian Wulffs teilte damals mit, das Paar habe sich bereits "vor längerer Zeit" getrennt.

Bettina und Christian Wulff am 8. September 2010 in Bern, Schweiz | Quelle: Getty Images
In diese Phase fiel das Auftauchen eines neuen Mannes an Bettina Wulffs Seite. Auf Sylt, fernab politischer Kulissen, wurde sie erstmals mit Mark Lambrecht gesehen, einem professionellen Personenschützer, der zuvor auch für prominente Klienten tätig war. Die Bilder von ihm und Wulff zeigten keine Inszenierung, sondern Nähe im Alltag – Spaziergänge, Restaurantbesuche, gemeinsames Lachen.
Lambrecht ist auf der Nordseeinsel verwurzelt, bodenständig, beruflich aber oft unterwegs. Für Bettina Wulff bedeutete die Beziehung auch räumlich einen Schnitt. Sie zog zu ihm nach Sylt, nahm dort eine neue Stelle im Bereich Marketing und Kommunikation bei einem Immobilienanbieter an und lebte ein Leben, das deutlich weniger öffentlich stattfand als früher.
Wulffs Alltag in der neuen Beziehung lief scheinbar ruhig und strukturiert ab. Sie kümmerte sich um dies und das, wurde mit der schulpflichtigen Tochter ihres Partners oder auch beim Fensterputzen gesehen und schien sich bewusst aus dem Rampenlicht zurückgezogen zu haben.
Trotzdem war die Beziehung nach rund neun Monaten vorbei. Bestätigt wurde das nicht durch Gerüchte, sondern durch ein klares Statement von Wulff selbst. Sie erklärte: „Wir bestätigen, dass wir uns einvernehmlich getrennt haben und uns weiterhin sehr freundschaftlich verbunden sind und bleiben werden.“ Auch gegenüber RTL formulierte sie es ähnlich:
„Wir haben uns getrennt und sind und bleiben einander freundschaftlich verbunden.”
Die Trennung verlief offenbar ohne öffentliches Drama. Wulff zog aus der gemeinsamen Wohnung aus und bezog eine eigene Unterkunft auf Sylt. Ihren Job behielt sie, ihr Alltag auf der Insel ging weiter, nur eben ohne Partner an ihrer Seite.
Zu den Gründen äußerte sie sich nicht selbst. Aus dem Umfeld hieß es jedoch, dass der Alltag die anfängliche Leichtigkeit der Beziehung zunehmend belastet habe. Lambrechts Beruf als Personenschützer brachte häufige Reisen mit sich, während Wulff auf Sylt beruflich eingespannt war.

Westerland auf Sylt | Quelle: Getty Images
Hinzu sollen unterschiedliche Vorstellungen von Nähe und Freiheit gekommen sein. Diesbezüglich war von Eifersucht die Rede. Die Entscheidung zur Trennung sei aber bewusst getroffen worden, getragen von der Erkenntnis, dass es so nicht dauerhaft passen würde. Zu einem Streit sei es deshalb nicht gekommen.
In der Öffentlichkeit wurde das Liebes-Aus schnell kommentiert. In sozialen Netzwerken und Kommentarspalten überwog ein fast einheitlicher Ton. Viele reagierten spöttisch, andere mit einer gewissen Müdigkeit angesichts der wiederkehrenden Wendungen im Liebesleben der Ex-First-Lady.
Ein Teil der Stimmen plädierte jedoch für Zurückhaltung und Respekt. Ein Nutzer schreibt ganz bodenständig:

Quelle: facebook.com/bild
Andere Kommentare klangen deutlich hämischer. Ein Nutzer postet:

Quelle: facebook.com/bild
Zwischen Ironie und Häme spiegeln diese Reaktionen vor allem eines wider: wie stark private Entscheidungen öffentlicher Personen weiterhin als Projektionsfläche dienen.
Für Bettina Wulff selbst dürfte all das wenig ändern. Sie bleibt auf Sylt, arbeitet, lebt ihr Leben und zieht offenbar erneut ihre eigenen Konsequenzen. Warmherzig wirkt dabei weniger das Ende der Beziehung als die Art, wie sie damit umgeht: ohne Schuldzuweisungen, ohne öffentliche Abrechnung.
Vielleicht ist genau das der leise Fortschritt in einer Geschichte, die lange von großen Worten und symbolischen Gesten geprägt war. Manchmal besteht ein Neuanfang eben auch darin, eine Tür ruhig zu schließen.
