
12-jähriger Nico Antic wird Opfer eines Haiangriffs
Ein 12-jähriger Junge aus Sydney wurde beim Baden mit Freunden so schwer verletzt, dass er nie wieder aufwachen wird.
Ein sonniger Nachmittag am Meer, ausgelassene Stimmung unter Freunden und ein Sprung ins Wasser, der alles veränderte. Was für den zwölfjährigen Nico Antic als unbeschwerter Badeausflug begann, endete in einer Tragödie, die weit über Australien hinaus für Bestürzung sorgt.

„Wie grausam das für den Jungen gewesen sein muss. Meine Gedanken sind bei ihm und seiner Familie.“ (Übersetzung) | Quelle: Instagram/manlyobserver
Der Junge wurde bei einem Haiangriff vor der Küste Sydneys so schwer verletzt, dass er nach Angaben der Familie hirntot ist. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag am sogenannten Shark Beach, einer beliebten Badestelle im Hafen von Sydney. Gegen 16.20 Uhr hielten sich Nico und fünf Freunde dort auf.
Die Kinder sprangen von einem etwa sechs Meter hohen Felsen, der als „Jump Rock“ bekannt ist, ins Wasser. Anders als an benachbarten Strandabschnitten ist dieser Bereich nicht durch Netze vor Haien geschützt. In diesem Moment kam es zu dem Angriff.
Plötzlich herrschte Panik. Ein Hai griff Nico an und verletzte ihn schwer an beiden Beinen. Während der Junge im Wasser um sein Leben kämpfte, reagierte einer seiner Freunde geistesgegenwärtig.
Er sprang ins Meer und schaffte es, Nico auf einen nahegelegenen Felsen zu ziehen. Rettungskräfte wurden alarmiert, der Zwölfjährige wurde notfallmedizinisch versorgt und umgehend in ein Kinderkrankenhaus gebracht.
Trotz einer sofortigen Operation und intensiver medizinischer Betreuung verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. Ein naher Angehöriger wandte sich später an die Öffentlichkeit und erklärte gegenüber der Presse: „Er schläft noch, wird es aber nicht schaffen, da sein Gehirn überhaupt nicht reagiert.“ Nach Angaben der Familie wird Nico voraussichtlich nie wieder aufwachen.
Die Anteilnahme ist enorm. Freunde, Mitschüler und Vereinskameraden zeigen ihre Solidarität mit der Familie. Nico galt als fröhlicher, sportlicher Junge, der besonders für den Fußball lebte.
Um die Angehörigen in dieser schweren Zeit zu unterstützen, wurde eine Spendenkampagne ins Leben gerufen. Diese hat, Stand 22.01.2026, bereits über 214.000 Dollar eingebracht. In der Spendenkampagne heißt es:
„Hallo, ich bin Victor Piñeiro und ein guter Freund der Familie Antic.
Leider wurde ihr geliebtes Kind Nico am Sonntag im Hafen von Sydney von einem Hai angegriffen und hat schwere Verletzungen davongetragen. Trotz aller Bemühungen hat dieser tragische Vorfall zum schlimmsten möglichen Ergebnis geführt.
Wir sammeln Geld, um der Familie Antic in dieser unglaublich schweren Zeit bei den anstehenden Kosten und den damit verbundenen Vorkehrungen zu helfen.“

Symbolbild | Quelle: Getty Images
Ein enger Freund der Familie beschrieb dort das Geschehen als einen Albtraum und sprach vom „schlimmstmöglichen Ausgang“ eines Badeausflugs, der niemandem vorher gefährlich erschienen war.
Der tragische Angriff ist kein Einzelfall. Innerhalb von nur drei Tagen kam es vor der Küste des Bundesstaates New South Wales zu insgesamt vier Haiattacken.
Neben Nico wurde ein elfjähriger Junge beim Surfen im Norden Sydneys verletzt, ein Mann erlitt an einem Stadtstrand eine Bissverletzung am Bein. Zwei weitere Surfer hatten Glück im Unglück, als Haie lediglich ihre Boards attackierten.

Symbolbild | Quelle: Getty Images
Als Reaktion auf die Häufung der Vorfälle zogen die Behörden Konsequenzen. Rettungsschwimmer stellten Warnschilder auf, Jetski-Patrouillen wurden eingesetzt, und mehrere Strände an den Northern Beaches wurden vorübergehend gesperrt. Die Polizei betonte, dass der Schutz der Badegäste oberste Priorität habe.
Während Experten die ungewöhnliche Häufung der Angriffe untersuchen, steht für Nicos Familie etwas anderes im Mittelpunkt: Abschied nehmen von einem Kind, dessen Leben viel zu früh aus den Fugen geriet.

Symbolbild | Quelle: Getty Images
Die Tragödie erinnert schmerzhaft daran, wie unberechenbar die Natur sein kann – und wie schnell ein Moment der Freude in tiefes Leid umschlägt. Unsere Gedanken sind bei Freunden und Familie aller Opfer.
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