
Die sechsjährige Cristina verliert ihre gesamte Familie bei einem Zugunglück in Spanien
Ganz Spanien steht unter Schock nach einem der schwersten Zugunglücke der vergangenen Jahre. Besonders erschütternd ist das Schicksal der sechsjährigen Cristina aus Aljaraque, die als einziges Mitglied ihrer Familie den tödlichen Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge nahe Adamuz überlebte.
Ihre Eltern, ihr zwölfjähriger Bruder sowie ein Cousin kamen bei dem Unglück ums Leben. Das Kind wurde allein und völlig verstört in den Trümmern gefunden.
Der Unfall ereignete sich am Sonntagabend auf einer vielbefahrenen Bahnstrecke in der südspanischen Region Andalusien. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten aus bislang ungeklärter Ursache. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, kämpften stundenlang gegen Zeit, Dunkelheit und zerstörte Waggons.
Nach aktuellen Angaben wurden mindestens 42 Tote geborgen, mehr als 170 Menschen verletzt, einige davon schwer. Zwei Personen galten zeitweise als vermisst. Die Regionalregierung bestätigte, dass es sich um eines der folgenschwersten Zugunglücke in der jüngeren Geschichte Spaniens handelt.
Mitten in diesem Chaos irrte die kleine Cristina allein durch die Wrackteile des Zuges. Wie die spanische Zeitung El País berichtet, wurde sie schließlich von zwei Ersthelfern entdeckt. Das Mädchen war körperlich nur leicht verletzt, stand jedoch unter schwerem Schock. Sie hatte in wenigen Minuten alles verloren. Ihre Eltern, ihr Bruder und ihr Cousin überlebten den Zusammenstoß nicht.
Die Familie war auf der Rückreise aus Madrid, wo sie gemeinsam ein Fußballspiel von Real Madrid besucht hatte. Ziel der Fahrt war Huelva, wo die Großmutter des Mädchens am Bahnhof auf ihre Angehörigen wartete. Stundenlang hoffte sie auf ein Lebenszeichen.
Zunächst kursierten widersprüchliche Informationen, zeitweise hieß es sogar, Cristinas Bruder habe überlebt und werde in einem Krankenhaus in Córdoba behandelt. Diese Hoffnung zerschlug sich später als tragische Verwechslung.
Am Ende blieb der Großmutter nur noch ihre sechsjährige Enkelin. Für die übrigen Familienmitglieder kam jede Hilfe zu spät. Sie starben in den Trümmern der kollidierten Züge.

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Die Familie stammte aus Aljaraque und betrieb ein Bekleidungsgeschäft im nahegelegenen Küstenort Punta Umbría. In beiden Orten war sie bekannt und geschätzt. Der Bürgermeister von Punta Umbría, José Carlos Hernández, sprach von tiefer Betroffenheit: Die gesamte Gemeinde sei „tief erschüttert“. Viele Einwohner legten Blumen nieder, Kerzen wurden entzündet, Schweigeminuten abgehalten. Das Unglück traf nicht nur eine Familie, sondern eine ganze Gemeinschaft.
Während die Trauer wächst, dauern die Ermittlungen zur Unfallursache an. Spaniens Verkehrsministerium erklärte, es seien „alle Hypothesen offen“. Untersucht würden unter anderem ein möglicher Gleisschaden, ein technischer Defekt an einem der Züge oder menschliches Versagen. Experten sichern derzeit die beschädigten Waggons, werten Datenrekorder aus und befragen Überlebende. Die Bahnstrecke bleibt vorerst gesperrt.

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Auch international sorgt das Unglück für Aufmerksamkeit. Nach Angaben des Auswärtiges Amt ist nicht auszuschließen, dass sich auch deutsche Staatsangehörige unter den Opfern oder Verletzten befinden. Konkrete Zahlen lagen zunächst nicht vor. Die spanischen Behörden stehen im Austausch mit mehreren ausländischen Vertretungen.
Für Cristina beginnt nun ein langer Weg. Neben der medizinischen Versorgung erhält sie psychologische Betreuung. Fachleute betonen, dass insbesondere Kinder nach solchen Extremerlebnissen langfristige Unterstützung benötigen. Wer künftig für das Mädchen sorgen wird, ist derzeit noch offen. Fest steht nur: Ihr Leben hat sich innerhalb weniger Minuten unwiderruflich verändert.

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Das Zugunglück bei Adamuz ist eine nationale Tragödie. Doch das Schicksal der sechsjährigen Cristina steht sinnbildlich für das menschliche Ausmaß dieser Katastrophe – ein Kind, das überlebt hat, aber alles verloren hat, was Sicherheit, Alltag und Familie bedeutete.
Wie vorher berichtet:
Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Montagmittag den Saale-Orla-Kreis in Thüringen erschüttert. Nahe der Auffahrt zur Autobahn A9 bei Schleiz ist ein Reisebus mit zahlreichen Kindern verunglückt.
Nach Informationen von RTL befanden sich 40 Kinder, vier erwachsene Betreuer sowie der Busfahrer an Bord des Fahrzeugs. Zwei Kinder wurden bei dem Unfall schwer verletzt, mehrere weitere Insassen erlitten leichte Verletzungen.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Ein Reisebus, der auf die Seite gekippt und einen Abhang hinuntergerutscht ist, liegt am Unfallort. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Fahrgäste verletzt. | Quelle: Getty Images
Der Unfall ereignete sich gegen 12.15 Uhr an der Auffahrt zur A9, unweit der Landesgrenzen zu Bayern und Sachsen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei waren zwei Busse hintereinander unterwegs.
Der vordere Bus habe an der Auffahrt angehalten, woraufhin der nachfolgende Bus aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam. Das Fahrzeug geriet ins Bankett, rutschte eine etwa fünf Meter tiefe Böschung hinab und blieb schließlich auf der Seite liegen.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr sind nach einem Busunfall mit mehreren Verletzten auf der Auffahrt zur Autobahn A9 im Einsatz | Quelle: Getty Images
Unmittelbar nach den ersten Notrufen rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mit einem Großaufgebot an. Neben zahlreichen Rettungswagen war auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz, zudem wurde der Katastrophenschutz alarmiert.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr sind nach einem Busunfall mit mehreren Verletzten auf der Auffahrt zur Autobahn A9 im Einsatz. | Quelle: Getty Images
Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle, während parallel die Bergung und medizinische Versorgung der Businsassen begann. An der Böschung lagen Rucksäcke, Taschen und persönliche Gegenstände der Kinder – ein Bild, das die Dramatik der Situation verdeutlichte.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Ein Polizeibeamter begibt sich zum Ort eines Busunglücks mit mehreren Verletzten. Der Reisebus war auf die Seite gekippt und einen Abhang hinuntergerutscht. | Quelle: Getty Images
Nach Angaben der Polizei wurden zwei Kinder schwer verletzt und mussten umgehend in spezialisierte Kliniken gebracht werden. Die übrigen Kinder sowie die erwachsenen Begleitpersonen erlitten überwiegend leichte Verletzungen oder standen unter Schock.
Alle Insassen des verunglückten Busses wurden vorsorglich auf insgesamt fünf Krankenhäuser in der Region verteilt und dort medizinisch untersucht. Angaben zum genauen Alter der betroffenen Kinder machte die Polizei zunächst nicht.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Ein Polizist filmt die Unfallstelle eines Busunglücks mit mehreren Verletzten. Der Reisebus war auf die Seite gekippt und einen Abhang hinuntergerutscht | Quelle: Getty Images
Die Kinder, die sich im nicht betroffenen ersten Bus befanden, blieben körperlich unverletzt. Dennoch wurden auch sie vor Ort von Notfallseelsorgern betreut.
Ziel war es, den Kindern in der akuten Stresssituation Halt zu geben und erste Gespräche zur Verarbeitung des Erlebten anzubieten. Auch für viele Einsatzkräfte war der Unfall aufgrund der großen Zahl minderjähriger Betroffener besonders belastend.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Rucksäcke und Taschen der Businsassen liegen nach einem Busunfall mit mehreren Verletzten am Unfallort. | Quelle: Getty Images
Zur Ursache des Busunglücks konnten die Ermittler zunächst keine abschließenden Angaben machen. Die Polizei hat die Untersuchungen aufgenommen und prüft verschiedene Szenarien.
Dabei werden unter anderem die Fahrweise, mögliche technische Defekte, der Straßenzustand sowie äußere Einflüsse berücksichtigt. Auch Zeugenaussagen der Insassen des ersten Busses und der beteiligten Einsatzkräfte sollen in die Ermittlungen einfließen.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr sind nach einem Busunfall mit mehreren Verletzten auf der Auffahrt zur Autobahn A9 im Einsatz. | Quelle: Getty Images
Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten kam es im Bereich der A9-Auffahrt zu Verkehrsbehinderungen. Die Straße musste zeitweise vollständig gesperrt werden, um den Einsatzkräften ausreichend Platz zu verschaffen und den Bus zu sichern. Erst am Nachmittag konnte die Unfallstelle schrittweise wieder freigegeben werden.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr sind nach einem Busunfall mit mehreren Verletzten auf der Auffahrt zur Autobahn A9 im Einsatz. | Quelle: Getty Images
Für die Eltern der betroffenen Kinder waren die ersten Stunden nach Bekanntwerden des Unfalls von großer Sorge geprägt. Entsprechend groß war die Erleichterung, als sich herausstellte, dass der überwiegende Teil der Kinder nur leichte Verletzungen davongetragen hat. Dennoch bleibt der Vorfall ein Schock – sowohl für die Familien als auch für die Region.

Facebook-Kommentare über den Vorfall | Quelle: https://www.facebook.com/search/top/?q=rtl
Busunfälle mit Schul- oder Reisegruppen rücken regelmäßig die Frage nach Verkehrssicherheit in den Fokus. Fachleute betonen, wie wichtig regelmäßige Fahrzeugkontrollen, eine angepasste Fahrweise im Bereich von Autobahnauffahrten sowie ausreichend Pausen für Fahrer sind. Die kommenden Tage dürften weitere Erkenntnisse zum genauen Unfallhergang bringen, sobald die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind.
