logo
StartseitePromis
Heidi Reichinnek wird am 09. April 2025 in Berlin abgebildet | Quelle: Getty Images
Heidi Reichinnek wird am 09. April 2025 in Berlin abgebildet | Quelle: Getty Images

„Diese Erkrankung belastet mich massiv“: Heidi Reichinnek spricht offen über ihre Diagnose

Tetiana Sukhachova
08. Dez. 2025 - 17:04

Für viele Menschen wirkt Heidi Reichinnek wie eine Politikerin, die unermüdlich kämpft, klare Worte findet und keine Bühne scheut. Doch hinter dieser Stärke verbirgt sich eine gesundheitliche Belastung, die sie schon lange begleitet – eine Erkrankung, die sie nun ungewöhnlich offen thematisiert.

Werbung

In einem ehrlichen Gespräch mit der Rheinischen Post machte die 37-Jährige deutlich, wie sehr ihr Alltag darunter leidet. „Ich habe diese Erkrankung und sie belastet mich massiv“, sagt sie. Ihr Leben als Politikerin ist eng getaktet, kaum ein Tag vergeht ohne Termine, Gespräche oder Auftritte. Rückzug ist kaum möglich – selbst dann, wenn der Schmerz alles überschattet.

Werbung

Wenn der Körper plötzlich stoppt

Reichinnek beschreibt, wie unberechenbar ihre Migräneattacken sind. Sie kommen oft ohne Vorwarnung, mitten im Arbeitsalltag. Ein Moment aus dem April hat sich besonders eingebrannt: Während eines Auftritts in der Sendung Markus Lanz konnte sie plötzlich nicht mehr antworten. Sie benannte offen, dass ihr Körper sie ausbremste. Doch statt Verständnis prasselte in den sozialen Medien Hohn auf sie ein.

Manche warfen ihr vor, Migräne als Ausrede zu benutzen. Für die Linken-Politikerin ein schmerzlicher Vorwurf. Sie sagt:

„Einige sagen sogar, dass man die Krankheit instrumentalisieren würde. Gerade von Betroffenen erhält man aber viel Unterstützung.“

Werbung

Der Kontrast zwischen öffentlicher Erwartung und privater Realität könnte kaum größer sein.

Der Druck des politischen Alltags

Viele Termine kann Reichinnek trotz Migräne nicht absagen. Also greift sie zu Medikamenten – manchmal auch zu sehr starken. Doch diese helfen nicht ohne Nebenwirkungen: Konzentration und Belastbarkeit sinken deutlich, während der politische Betrieb unvermindert weiterläuft.

Werbung

Dass chronische Erkrankungen im Bundestag kaum sichtbar sind, empfindet sie längst als strukturelles Problem. Es fehle an Repräsentation, an Empathie und an der Bereitschaft, offen über gesundheitliche Einschränkungen zu sprechen.

Sie betont, dass sie niemanden drängen wolle, Erkrankungen öffentlich zu machen. Dennoch sei es wichtig, dass Menschen mit chronischen Schmerzen in der Politik sichtbar werden. Besonders Migräne sei verbreitet, aber oft bagatellisiert – vor allem bei Frauen.

Ein Thema, das viele betrifft

Reichinnek spricht etwas aus, das viele Betroffene kennen: die Angst, nicht ernst genommen zu werden. Migräne ist nicht „nur ein bisschen Kopfweh“. Sie kann das Sehen beeinträchtigen, das Denken erschweren, den Alltag für Stunden oder sogar Tage unmöglich machen.

Werbung

Und doch haben viele Frauen erlebt, dass ihre Beschwerden heruntergespielt oder ihnen gar nicht geglaubt wird. Reichinnek kritisiert: „Und wie oft werden Frauen nicht ernst genommen, wenn sie sagen, dass sie massive Kopfschmerzen haben.“

Zwischen politischem Erfolg und persönlicher Belastung

Während sie gesundheitlich kämpft, erlebt die Politikerin beruflich eine Phase des Aufwinds. Ihre leidenschaftliche Bundestagsrede gegen eine mögliche Kooperation zwischen CDU und AfD ging viral und wurde über 30 Millionen Mal gesehen. Damit gab sie ihrer Partei neuen Auftrieb – besonders bei jungen Menschen.

Doch diese öffentliche Stärke ändert nichts daran, dass Reichinnek privat oft Grenzen spürt, die sie sich nicht ausgesucht hat.

Mit ihrer unerwarteten Offenheit setzt die Frau, die auch als „TikTok-Queen“ bezeichnet wird, ein klares Zeichen: für Ehrlichkeit in der Politik, für Solidarität mit Betroffenen – und für mehr Verständnis für eine Erkrankung, die Millionen Menschen betrifft und dennoch viel zu selten sichtbar wird und der nicht genügend Verständnis entgegengebracht wird.

Werbung
info

Die Informationen in diesem Artikel stellen keinen Ersatz für professionellen ärztlichen Rat, eine Diagnose oder eine Behandlung dar. Alle Inhalte, inklusive Text und Bildern, die in gogirok.com enthalten sind oder durch gogirok.com zugänglich sind, dienen lediglich der allgemeinen Information. gogirok.com übernimmt keinerlei Verantwortung für jegliche Handlungen, die als Resultat des Lesens dieses Artikels unternommen werden. Bevor Sie sich irgendeiner Behandlung unterziehen, konsultieren Sie ihren medizinischen Leistungsanbieter.

Ähnliche Neuigkeiten

„Bei Jan hat das erst spät angefangen“: Die Mutter des verstorbenen YouTubers Jan Zimmermann (27) enthüllte, wie er ums Leben kam

13. März 2026

„Ich habe Freunde verloren“: Pierre M. Krause enthüllt, dass er wegen seiner Diagnose Freunde verloren hat

03. Apr. 2026

Patrice Aminati spricht offen darüber, wie sie sich ihren letzten Tag vorstellt

19. Jan. 2026

„Mit großem Bedauern“ sagt Torsten Sträter alle Auftritte für die nächsten Monate ab – Der Grund

12. Jan. 2026

Evelyn Burdecki muss sich wegen Verdachts auf Krebs einer Operation unterziehen

22. Jan. 2026

Patrice Aminati teilt ernüchternde Testergebnisse ihrer letzten Krebsuntersuchung

20. März 2026

„Viele können sich nicht vorstellen, was die Krankheit mit einem macht“: Menderes Bagci spricht offen über seine unheilbare Krankheit

18. Feb. 2026

„Es hat wehgetan“: Laura Wontorra verrät den Grund für die Scheidung von Simon Zoller

05. März 2026

Wer ist der Partner von Dominik Krause? Über seine 17-jährige Liebesgeschichte mit Sebastian Müller

23. März 2026

„Ich werde für Gerechtigkeit sorgen“: Lisa Straube erstattet Anzeige nach dem Tod ihres vier Monate alten Sohnes

17. März 2026

„Ich konnte als Kind nicht verstehen“: Roland Kaisers Tochter spricht über seine schwere Krankheit

02. Feb. 2026