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Dorina und Fabian | Quelle: Nordkurier
Dorina und Fabian | Quelle: Nordkurier

Neue Wendung in Fabians Fall: Mutter korrigiert entscheidendes Detail über sein Verschwinden

Nataliia Shubina
22. Okt. 2025 - 16:32

Im tragischen Fall des achtjährigen Fabian, der Mitte Oktober tot an einem Tümpel bei Klein Upahl gefunden wurde, gibt es eine neue Entwicklung. Seine Mutter hat nun ein zentrales Detail über den Morgen seines Verschwindens korrigiert – ein Moment, der das Verständnis des Ablaufs möglicherweise entscheidend verändert.

Zunächst war berichtet worden, Fabian habe das Haus am Freitag, dem 10. Oktober, eigenständig verlassen, obwohl er an diesem Tag krank zu Hause bleiben sollte. Nun aber stellte die Mutter klar, dass ihr Sohn an jenem Morgen ausdrücklich zu Hause bleiben wollte.

„Freitagmorgen habe ich ihn gefragt, wie es ihm geht, ob er zur Schule gehen kann oder lieber zu Hause bleiben möchte. Er hat gesagt, er würde gerne noch zu Hause bleiben und sich ausruhen“, sagte Fabians Mutter im Gespräch mit dem Merkur. Am Vortag war Fabian aufgrund von Unwohlsein früher aus der Schule gekommen. Sie erklärte weiter:

„Ich bin um 8.30 Uhr zur Arbeit gegangen und habe mich von meinem Kind verabschiedet, mit einem ‚hab dich lieb, bis später‘. Vorher habe ich mit ihm abgesprochen, dass er nicht rausgehen soll, bis Mama zu Hause ist“.

Diese Korrektur wirft neue Fragen auf – vor allem, wann und warum der Junge trotzdem das Haus verließ. Nach bisherigen Erkenntnissen ging er ohne Handy aus der Wohnung. Wenige Tage später fand man seinen leblosen Körper in einem abgelegenen Gebiet rund zehn Kilometer entfernt.

Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren

Laut Merkur arbeitet die Polizei weiterhin mit Hochdruck daran, den Tathergang zu rekonstruieren. Eine erweiterte Mordkommission der Kriminalpolizeiinspektion Rostock untersucht die Spuren. Hinweise aus der Bevölkerung werden ausgewertet, doch konkrete Verdächtige gibt es bisher nicht.

Die Ermittler stehen vor einem komplexen Puzzle: Wann genau verließ Fabian die Wohnung? Traf er jemanden, den er kannte? Oder wurde er gelockt? Das Handy des Jungen blieb laut Bericht im Haus zurück – ein Detail, das viele als ungewöhnlich empfinden.

Ein weiterer Bericht auf gogirok.com betont, dass die Mutter tief erschüttert sei über die Mutmaßungen, die im Netz kursieren. Dort heißt es, sie habe die vielen Anschuldigungen und Spekulationen über ihre Rolle als „unerträglich“ bezeichnet. Die Familie steht weiterhin unter enormem Druck, während die Ermittlungen fortgesetzt werden.

Widersprüche sorgen für Diskussionen

Die neue Aussage der Mutter wird von vielen als Versuch verstanden, Missverständnisse zu klären. Dennoch sorgt sie im Internet für neue Spekulationen. Während einige Verständnis zeigen, reagieren andere mit Misstrauen. Die Frage, warum Fabian das Haus ohne Handy verließ, beschäftigt viele Menschen.

In den sozialen Medien wird darüber heftig diskutiert. Unter den zahlreichen Kommentaren finden sich immer wieder ähnliche Formulierungen: „Die Mutter ist selbst seltsam und verschweigt was.“ Jemand kommentiert: „Ob er jetzt raus durfte oder nicht, Tatsache ist, er ist ohne das Handy raus! Und das ist seltsam!“, oder: „Hab das Gefühl, als wenn diese Frau was verschweigt.“

Diese Kommentare spiegeln die Stimmung wider, die in den Netzwerken herrscht: Zwischen Mitgefühl, Verunsicherung und wachsendem Misstrauen.

Polizei mahnt zur Zurückhaltung

Die Ermittlungsbehörden bitten die Bevölkerung eindringlich darum, sich mit eigenen Theorien zurückzuhalten. Spekulationen im Netz könnten die Arbeit der Ermittler behindern. Auch unabhängige Helfer wie Markus Rahmsdorf vom „Verein für Vermisstensuche und Detektivarbeit“ hatten bereits gewarnt, voreilige Schlüsse zu ziehen.

Offizielle Stellen betonen, dass bislang keine konkreten Hinweise auf eine Beteiligung der Mutter oder anderer Familienmitglieder vorliegen. Dennoch verfolgen die Ermittler alle Spuren mit höchster Sorgfalt.

Familie in tiefer Trauer

Für die Angehörigen ist die Situation kaum zu ertragen. Nach dem Fund der Leiche steht für die Familie fest: Sie will Antworten – aber keine Vorverurteilungen. Die Mutter betont, sie habe „nichts zu verbergen“ und wolle, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Die Ermittlungen in Güstrow und Umgebung dauern an. Die Polizei hofft weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung des Falls beitragen können. Bis dahin bleibt der Tod des kleinen Fabian eines der rätselhaftesten Verbrechen, die Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren erschüttert haben.

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