
Marisa Burger | Quelle: Getty Images
„Rosenheim-Cops“: Das ist die Nachfolgerin von Marisa Burger
Der Abschied von Marisa Burger hat bei den Fans der „Rosenheim-Cops“ eine Lücke hinterlassen, die deutlich größer wirkt als ein gewöhnlicher Personalwechsel. Über viele Jahre war ihre Figur Miriam Stockl eines der Gesichter, mit denen das Publikum die ZDF-Serie fast automatisch verbunden hat.
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Gerade bei einem Format wie den „Rosenheim-Cops“ wiegt so ein Wechsel besonders schwer. Die Serie lebt seit Jahren von vertrauten Figuren, klaren Abläufen und dem Gefühl, dass die Zuschauer genau wissen, wen sie Woche für Woche wiedersehen.

Marisa Burger während der NDR-Talkshow in den NDR-Studios am 20. Oktober 2023 in Hamburg. | Quelle: Getty Images
Deshalb war der Aufschrei groß, als bekannt wurde, dass Marisa Burger aussteigt. Für viele Fans war sofort die entscheidende Frage, wie die Produktion diesen Verlust auffangen will, ohne den vertrauten Kern der Serie zu beschädigen.
Denn wenn eine so prägende Figur geht, reicht es nicht, einfach nur eine Stelle neu zu besetzen. Es braucht jemanden, der für das Publikum nicht komplett fremd wirkt und gleichzeitig glaubhaft genug ist, um eine neue Gewichtung innerhalb des Ensembles zu tragen.
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Genau darauf scheint die Produktion nun zu setzen. Statt einen ganz neuen Namen in den Mittelpunkt zu stellen, wird offenbar eine Figur aufgewertet, die dem Publikum längst vertraut ist und seit Jahren zum Serienalltag dazugehört.
Damit wählt die Serie keinen harten Bruch, sondern eine Lösung aus dem eigenen Kosmos. Das dürfte auch ein Grund sein, warum der Wechsel schon jetzt mit so viel Spannung, aber bislang vergleichsweise wenig offener Ablehnung beobachtet wird.

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Die Dreharbeiten zur neuen Staffel haben bereits begonnen, doch bis zur Ausstrahlung der neuen Folgen dauert es noch einige Monate. Im Herbst 2026 soll sich dann im Fernsehen und im Stream zeigen, wie sich die neue Konstellation tatsächlich anfühlt.
Bis dahin wächst die Neugier weiter, denn mit dem Wechsel verändert sich nicht nur eine Position, sondern auch die innere Dynamik des Rosenheimer Reviers. Eine bisher vertraute Nebenfigur rückt stärker in den Mittelpunkt und übernimmt eine Aufgabe, die beim Publikum besonders sensibel wahrgenommen wird.

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Erst im letzten Drittel wird nun klar, wer diese Nachfolge tatsächlich antritt. Sarah Thonig, die seit 2015 als Christin Lange in der Serie zu sehen ist, übernimmt in der 26. Staffel die Position, die bisher mit Marisa Burgers Figur Miriam Stockl verbunden war.
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Für Sarah Thonig bedeutet das eine deutlich größere Präsenz und zugleich eine neue Verantwortung am Set. Dass eine Figur nach elf Jahren in einer so etablierten Serie noch einmal eine so starke Weiterentwicklung bekommt, ist ungewöhnlich und zeigt, wie bewusst die Produktion diesen Übergang gestaltet.

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Die Schauspielerin selbst wirkt dabei auffallend gelassen. „Die Rolle darf ich ja bereits seit vielen Jahren spielen und es ist schön, sich mit ihr gemeinsam weiterzuentwickeln.“
Gerade dieser Satz deutet an, dass Sarah Thonig den Wechsel nicht als abrupte Neuerfindung versteht. Vielmehr scheint sie darauf zu setzen, dass sich die Entwicklung ihrer Figur organisch ergibt und die Zuschauer Schritt für Schritt mitgehen können.
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Auch die neue Aufmerksamkeit nimmt sie bislang eher ruhig auf. Nach ihren bisherigen Eindrücken sei die Entscheidung vom Publikum herzlich aufgenommen worden, und im Alltag habe der neue Job bis jetzt noch keine spürbaren Veränderungen mit sich gebracht.
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Mit Blick auf die Ausstrahlung der neuen Folgen im Herbst könnte sich das allerdings noch ändern. Sarah Thonig macht deutlich, dass sie selbst gespannt ist, ob sich die größere Präsenz der Figur Christin Lange dann auch außerhalb des Sets bemerkbar machen wird.
An mögliche kritische Stimmen verschwendet sie derzeit nach eigener Aussage noch keine großen Gedanken. Vielmehr hebt sie hervor, dass bei ihr bisher vor allem positives Feedback angekommen sei, was für die Produktion ein wichtiges Signal sein dürfte.
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Damit steht fest: Die Nachfolgerin von Marisa Burger kommt nicht von außen, sondern aus dem bestehenden Ensemble der „Rosenheim-Cops“. Für die Serie ist das die Chance auf einen sanfteren Übergang — für Sarah Thonig aber beginnt damit nun die bislang größte Bewährungsprobe ihrer Zeit in Rosenheim.
Wie bereits berichtet:
Marisa Burger gehörte über viele Jahre zu den prägenden Gesichtern des deutschen Vorabendfernsehens. Als Miriam Stockl wurde sie für viele Zuschauerinnen und Zuschauer zur festen Größe bei den „Rosenheim-Cops“, einer Serie, die im ZDF längst Kultstatus erreicht hat und deren Figuren über Jahrzehnte hinweg ein vertrautes Publikum gefunden haben.
Dass ausgerechnet eine der beliebtesten Darstellerinnen nun nach fast 25 Jahren einen Schlussstrich zieht, markiert deshalb einen Einschnitt, der über einen gewöhnlichen Serienabschied hinausgeht.

Marisa Burger während der NDR-Talkshow in den NDR-Studios am 20. Oktober 2023 in Hamburg | Quelle: Getty Images
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Die Schauspielerin war seit den frühen Jahren eng mit dem Format verbunden und verkörperte eine Rolle, die weit mehr war als bloße Nebenfigur. Ihr Auftritt, ihre Wiedererkennbarkeit und ihre Präsenz im Rosenheimer Revier machten sie für viele Fans zu einer Art guter Seele der Serie. Gerade weil diese Konstanz in der Fernsehlandschaft selten geworden ist, wirkt ihr Abschied wie das Ende einer langen, eingespielten Ära.
Umso aufmerksamer wird nun verfolgt, welchen Weg Marisa Burger nach dem Ende dieser TV-Bindung einschlägt. Denn mit dem Ausstieg aus einer erfolgreichen, über Jahre sicheren Serienrolle ist stets auch die Frage verbunden, ob dahinter äußere Umstände stehen oder eine bewusste persönliche Entscheidung. Bei Burger scheint die Antwort inzwischen klarer denn je auszufallen.

30. Oktober 2019, Bayern, München: Die Schauspielerin Marisa Burger. Burger wurde vom Friedensprojekt „Fernwehpark“ mit „Signs of Fame“ ausgezeichnet. | Quelle: Getty Images
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Schon in den ersten Reaktionen nach ihrem Abschied war spürbar, dass sie diesen Schritt nicht leichtfertig gegangen ist. Der Verzicht auf eine feste Rolle mit stabiler Präsenz und verlässlicher beruflicher Sicherheit gilt in der Schauspielbranche keineswegs als selbstverständlich, zumal jenseits der 50 viele Karriereschritte oft besonders genau abgewogen werden.

14. Oktober 2023, Bavaria, München: Karin Thaler (v. l. n. r.), Max Müller und Marisa Burger bei einem Fotoshooting für die Fernsehserie „Rosenheim Cops“ auf dem Gelände der Bavaria Film. | Quelle: Getty Images
Gerade deshalb rückt nun weniger das Ende bei den „Rosenheim-Cops“ in den Mittelpunkt als die Frage, was Marisa Burger selbst mit diesem Neuanfang verbindet.
Denn der Abschied war nach allem, was sie inzwischen darüber sagt, kein erzwungener Bruch, sondern eine Entscheidung aus eigenem Antrieb. Burger machte deutlich, dass sie sich bewusst aus einem vertrauten und eingespielten Umfeld lösen wollte, um noch einmal etwas Neues zu wagen. Nicht Stillstand, sondern Bewegung scheint der Gedanke gewesen zu sein, der hinter diesem Schritt stand.
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Marisa Burger and Leander Lichti perform during the press rehearsal for "Kleine Verbrechen unter Liebenden" at the Komödie Winterhuder Fährhaus on 25 February 2026 in Hamburg, Germany. | Source: Getty Images
Im Gespräch über ihren Ausstieg benennt sie genau dieses Motiv ungewöhnlich offen. "Aber ich hatte Lust auf Veränderung. Ich glaube, so geht es vielen Frauen in meinem Alter". Damit rückt sie ihren Abschied nicht in die Nähe eines bloßen Karrierewechsels, sondern verbindet ihn mit einer Haltung, die auch über ihre persönliche Situation hinausweist.

Leander Lichti, Marisa Burger and Jan Sosniok perform during the press rehearsal for "Kleine Verbrechen unter Liebenden" at the Komödie Winterhuder Fährhaus on 25 February 2026 in Hamburg, Germany. | Source: Getty Images
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Zugleich betont Marisa Burger, dass der Schritt ganz bewusst von ihr selbst ausging und eng mit dem Wunsch verbunden war, gewohnte Strukturen hinter sich zu lassen. Bereits an anderer Stelle erklärte sie, sie habe ihre Komfortzone verlassen wollen und wolle sich nicht einreden lassen, dass für mutige Entscheidungen mit über 50 der richtige Zeitpunkt vorbei sei.
Gerade diese Haltung macht ihren Abschied bei den „Rosenheim-Cops“ zu einer Geschichte über Selbstbestimmung und Aufbruch statt über Unsicherheit oder Rückzug.

Leander Lichti, Jan Sosniok, Henrike Fehrs and Marisa Burger perform during the press rehearsal for "Kleine Verbrechen unter Liebenden" at the Komödie Winterhuder Fährhaus on 25 February 2026 in Hamburg, Germany | Source: Getty Images
Bevor sie diesen Weg endgültig einschlug, suchte sie den Austausch im engsten privaten Umfeld. "Ich habe sehr lange mit meinem Ehemann darüber gesprochen", sagte Burger über die Zeit vor der Entscheidung.
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Dass sie dabei Rückhalt von ihrem Mann Werner Müller bekam, dürfte den Schritt zusätzlich erleichtert haben, denn der Ausstieg bedeutete eben nicht nur einen Rollenwechsel, sondern die Aufgabe eines über Jahre verlässlichen beruflichen Fundaments.

Leander Lichti and Marisa Burger perform during the press rehearsal for "Kleine Verbrechen unter Liebenden" at the Komödie Winterhuder Fährhaus on 25 February 2026 in Hamburg, Germany | Source: Getty Images
Inzwischen hat dieser Neuanfang längst konkrete Form angenommen, und genau darin liegt der zweite entscheidende Teil ihrer Entscheidung. Marisa Burger ist nicht einfach aus der Serie ausgestiegen, um Abstand vom Beruf zu gewinnen, sondern um zu einer alten künstlerischen Leidenschaft zurückzukehren: dem Theater.
Der Wechsel auf die Bühne führt sie nach Hamburg, wo sie nun im Stück „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ spielt und damit bewusst einen anderen künstlerischen Rhythmus annimmt als im fest eingespielten Fernsehbetrieb.
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Jan Sosniok und Marisa Burger bei der Presseprobe zu „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus am 25. Februar 2026 in Hamburg. | Quelle: Getty Images
Dass dieser Neustart für sie mit echter Aufregung verbunden ist, verschweigt sie nicht. "Ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt wie bei der Premiere", sagte die 52-Jährige über ihre Rückkehr auf die Theaterbühne. Gerade dieser Satz zeigt, dass der Wechsel für sie nicht nur ein beruflicher Schritt ist, sondern auch eine Rückkehr zu jener unmittelbaren Form des Spielens, die im Theater mit größerem Risiko, aber auch mit neuer Energie verbunden ist.
Heute spricht vieles dafür, dass Marisa Burger ihren Abschied nicht bereut. "Es war die richtige Entscheidung." Mit diesem Satz zieht sie selbst eine klare Bilanz über den Ausstieg bei den „Rosenheim-Cops“ und den Wechsel in einen neuen beruflichen Abschnitt. Nach fast 25 Jahren verlässt sie damit zwar eine ihrer bekanntesten Rollen, doch der Fokus liegt nun klar auf dem, was sie selbst daraus gemacht hat: ein selbst gewählter Aufbruch, getragen von dem Wunsch nach Veränderung und der Rückkehr zum Theater.
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