
Annett Möller | Quelle: Getty Images
Annett Möller verlässt RTL nach 18 Jahren – Ihre harten Worte über den Sender
Annett Möller gehört seit vielen Jahren zu den vertrauten Gesichtern im RTL-Frühprogramm. Für viele Zuschauer war sie über lange Zeit fest mit „Punkt 6“, „Punkt 7“ und „Punkt 8“ verbunden und damit ein prägender Teil des morgendlichen Senderbilds.
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Gerade deshalb trifft ihr Abschied viele Fans besonders spürbar. Wenn ein bekanntes Gesicht nach so vielen Jahren verschwindet, wirkt das für das Publikum oft nicht wie ein normaler Personalwechsel, sondern wie das Ende eines ganzen TV-Kapitels.
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Bei RTL verändert sich derzeit spürbar vieles. Im Zuge der Umstrukturierungen sollen Formate verschwinden, neue Inhalte entstehen und ganze Abläufe neu organisiert werden, während hinter den Kulissen längst klar ist, dass dieser Wandel für viele Mitarbeitende konkrete Folgen hat.
Auch im Fall von Annett Möller war schon seit Wochen zu merken, dass ihr der bevorstehende Abschied nahgeht. Bereits im Januar sprach sie auf Social Media sehr offen darüber, wie sehr sie das Ende der Morgensendungen beschäftigt und wie schwer ihr der Gedanke an das baldige Aus fällt.
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Damals schrieb sie: „Wenn der Zeitplan sich nicht ändert und auch sonst nix dazwischenkommt, dann sehe ich unser wunderbares P6-7-8-Team nur noch vier Wochen – bis im Mai für immer mit dieser Sendung Schluss ist!“ Dazu bekannte sie auch sehr direkt:
„Mir ist schon jetzt das Herz schwer.“
Diese Worte machten schon früh deutlich, dass Annett Möller den Abschied nicht als bloße Programmanpassung sieht. Vielmehr klang bereits damals durch, wie eng sie mit dem Team, dem Format und den Menschen hinter den Kameras verbunden ist.
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Am Freitag, dem 17. April, stand sie nun zum letzten Mal für das RTL-Frühprogramm vor der Kamera. Damit endet ihre Zeit bei „Punkt 6“, „Punkt 7“ und „Punkt 8“, die ab Mai durch das neue Nachrichtenformat „Deutschland am Morgen“ ersetzt werden.
Gegen Ende der Sendung wurde es dann persönlich. Annett Möller sagte, sie sei „sehr froh, dass sie hier so eine schöne Zeit haben durfte“ und gehe „mit einem großen, lachenden Auge“, zugleich aber auch „mit einem weinenden Auge“.
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Auch auf die Frage nach ihrem emotionalen Zustand antwortete sie offen: „Ich bin fein, mir geht es gut. Natürlich bin ich traurig, dass es zu Ende ist, aber es ist okay.“
Damit wirkte ihr Abschied zunächst gefasst, dankbar und sehr professionell. Doch genau in diesen letzten Minuten setzte Annett Möller auch noch eine Bemerkung, die bei vielen als klare Spitze gegen den Sender und die laufenden Sparmaßnahmen hängen bleiben dürfte.
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So sagte sie mit Blick hinter die Kulissen: „Noch stehen da ja Menschen, das wird sich bald ändern.“ Gerade dieser Satz machte ihren Abschied plötzlich größer als nur den Verlust eines Moderationsjobs und rückte die Umstrukturierungen bei RTL noch einmal deutlich in den Vordergrund.
Denn die Bemerkung verweist auf genau jene Entwicklungen, die bei RTL derzeit viele beschäftigen. Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms baut der Sender Hunderte Stellen ab, stellt Formate ein und richtet den Fokus stärker auf Streaming und digitale Inhalte.
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Damit steht Annett Möllers Abschied nicht isoliert, sondern in einem größeren Zusammenhang. Auch andere bekannte Gesichter aus dem Morgenprogramm müssen gehen, während mit „Deutschland am Morgen“ ein neues Format den bisherigen Sendeblock ersetzt.
Besonders bitter wirkt das für viele Beobachter auch deshalb, weil Möller in ihren Abschiedsworten nicht nur über sich selbst sprach. Immer wieder richtete sie den Blick auf das Team hinter den Kameras und auf die vielen Menschen, die in den vergangenen 18 Jahren Teil ihres Arbeitsalltags waren.
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Genau dadurch bekommt ihre kleine Spitze zusätzliches Gewicht. Denn wenn Annett Möller sagt, dass dort „noch“ Menschen stehen, klingt darin nicht nur Ironie mit, sondern auch eine spürbare Kritik an einem Wandel, der für viele Beschäftigte ganz konkrete Folgen hat.
Für RTL endet damit eine lange Moderationsära, für Annett Möller ein prägender Abschnitt ihres Berufslebens. Und für viele Zuschauer bleibt nach diesem Abschied vor allem ein Eindruck zurück: dass ihre letzten Worte nicht nur Dankbarkeit ausdrückten, sondern auch sehr deutlich machten, wie schmerzhaft dieser Umbruch wirklich ist.
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