
Stefan Mross in der „Immer wieder Sonntags Arena“. | Quelle: Getty Images
„Das ist ein Skandal“: „Immer wieder sonntags“ nach 30 Jahren eingestellt – Grund
Über Jahrzehnte hinweg gehörte „Immer wieder sonntags“ für viele Zuschauer fest zum Sommerprogramm der ARD. Die Mischung aus Musik, Unterhaltung und vertrauter Atmosphäre machte die Sendung zu einem festen Ritual am Wochenende. Umso größer ist nun die Überraschung – und bei manchen auch die Empörung – über ihr Aus.
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Nutzer-Kommentar zu der Absetzung der Sendung | Quelle: Facebook/SWR Aktuell
Doch während sich die Diskussionen in den sozialen Netzwerken zuspitzen, bleibt eine zentrale Stimme zunächst auffällig leise: Moderator Stefan Mross, seit vielen Jahren das Gesicht der Sendung. Der Sender verkündete über Clemens Bratzler, SWR Programmdirektor Information, sehr zur Überraschung vieler Zuschauer und Fans:

Nutzer-Kommentar zu der Absetzung der Sendung | Quelle: Facebook/SWR Aktuell
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„Die Einstellung von ‚Immer wieder sonntags‘ ist eine schmerzhafte Entscheidung, die wir sehr sorgfältig abgewogen haben und die uns angesichts des großen Erfolgs nicht leichtfällt. Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns aber keine andere Wahl.“
Statt eines direkten Kommentars zur Absetzung wählte Stefan Mross jedoch einen anderen Weg. In einem Instagram-Beitrag zeigt er sich in einer Kirche, eine Kerze entzündend – ein stiller Moment, der mehr über seine aktuelle Situation verrät als viele Worte.
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Der Anlass ist persönlich: der Geburtstag seiner verstorbenen Mutter:
„Immer wieder Mama. Mama wäre heute 85 Jahre geworden. Mama, feier schön mit Papa. Deine Besten da unten.“
Der Beitrag berührt viele seiner Anhänger – und lenkt den Blick auf eine Phase, in der sich für Mross private und berufliche Einschnitte überschneiden.
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Erst im vergangenen Jahr war seine Mutter im Alter von 84 Jahren gestorben. Sie galt als enge Begleiterin seiner Karriere und war immer wieder auch im Publikum seiner Sendung zu sehen. Der Verlust traf den Moderator schwer, zeitweise musste er sogar bei der Moderation pausieren.
Parallel dazu sorgt nun die Entscheidung der ARD, das Format nach rund 30 Jahren einzustellen, für Unruhe. Offiziell wird die Absetzung mit Kostengründen begründet – eine Erklärung, die viele Zuschauer nicht überzeugen kann.
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In sozialen Medien äußern sich zahlreiche Fans enttäuscht, manche sprechen offen von einem gravierenden Einschnitt in der deutschen Fernsehlandschaft.
Die emotionale Bindung an die Sendung ist dabei deutlich spürbar. Für viele war „Immer wieder sonntags“ mehr als nur Unterhaltung – es war ein vertrauter Bestandteil des Sommers, verbunden mit Erinnerungen und festen Gewohnheiten.
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Auch Mross selbst hat die Sendung über Jahre geprägt. Seine Rolle als Moderator machte ihn zu einer konstanten Größe im Format, das sich trotz Veränderungen im Fernsehen über Jahrzehnte behaupten konnte. Umso bemerkenswerter ist es, dass er sich bislang nicht direkt zur Absetzung äußert.
Stattdessen sprechen seine aktuellen Beiträge eine eher leise, persönliche Sprache. Die Reaktionen darauf fallen entsprechend empathisch aus. Zahlreiche Nutzer bekunden ihr Mitgefühl – sowohl im Hinblick auf den Verlust seiner Mutter als auch auf die ungewisse berufliche Zukunft.
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Die Diskussion um das Aus der Sendung ist derweil noch längst nicht beendet. Während einige Zuschauer Verständnis für wirtschaftliche Entscheidungen zeigen, sehen andere darin einen Verlust an Tradition im öffentlich-rechtlichen Programm.

Nutzer-Kommentar zu der Absetzung der Sendung | Quelle: Facebook/SWR Aktuell
Stefan Mross selbst bleibt vorerst zurückhaltend. Ob und wie es für ihn beruflich weitergeht, ist offen. Doch eines wird bereits jetzt deutlich: Die Verbindung zwischen Moderator, Sendung und Publikum reicht weit über die reine Fernsehausstrahlung hinaus.

Nutzer-Kommentar zu der Absetzung der Sendung | Quelle: Facebook/SWR Aktuell
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum das Ende von „Immer wieder sonntags“ nicht nur als Programmänderung wahrgenommen wird – sondern als Abschied von einem Stück Fernsehkultur.
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