
Zweiter Schock für „Checker Tobi“: 32-jähriger Crewmitglied stirbt während Dreharbeiten
Mit einem emotionalen Hinweis beginnt der neue Kinofilm aus dem „Checker Tobi“-Universum. Noch bevor die erste Szene läuft, erscheint eine schlichte Widmung, die viele Zuschauer erst nach und nach in ihrer Tragweite erfassen.
Der Film richtet sich an ein junges Publikum, doch hinter den Kulissen ist die Stimmung von Trauer geprägt. Denn der aktuelle Teil steht sinnbildlich für zwei schwere Verluste, die das Team innerhalb kurzer Zeit verkraften musste.

Linda-Shiva Klinkhammer | Quelle: instagram.com/27km
Im Mittelpunkt steht Tobias Krell, der als Gesicht von Checker Tobi seit Jahren Millionen Kinder begeistert. Nun sieht sich der Moderator mit einem erneuten Schicksalsschlag konfrontiert.
Bereits im Dezember 2023 verlor das Team einen seiner wichtigsten Köpfe. Der langjährige „Checker Tobi“-Macher Johannes Honsell starb im Alter von nur 45 Jahren an Krebs. Sein Tod traf die Crew unvorbereitet und hinterließ eine große Lücke.
Auf der Premiere des neuen Films sprach Krell offen über diesen Verlust. Er erklärte, der Tod von Honsell habe das gesamte Team tief erschüttert und wirke bis heute nach – beruflich wie persönlich.
Doch der Schmerz blieb nicht der einzige. Mit dem neuen Kinofilm wurde nun bekannt, dass eine weitere Person aus dem engeren Umfeld der Produktion verstorben ist. Die zweite Widmung im Vorspann verweist auf Linda‑Shiva Klinkhammer.
Die Regisseurin und Autorin war erst 32 Jahre alt. Sie arbeitete als freie Autorin im Writers’ Room des dritten „Checker Tobi“-Films und war maßgeblich an der Entwicklung der Rahmenhandlung beteiligt.
Die Produktionsfirma bestätigte, dass Klinkhammer insbesondere an der erzählerischen Struktur und an zentralen inhaltlichen Ideen mitgewirkt hatte. Auf der Bühne der Premiere betonte Krell, sie habe „einen ganz entscheidenden Teil zur Entstehung des Films“ beigetragen.
Ihr Tod kam plötzlich und unerwartet. Am 27. März 2025 verunglückte Linda-Shiva Klinkhammer während einer Reise in Portugal tödlich. Dort besichtigte sie für ein anderes Projekt eine Location, als ein Baum auf einen Weg stürzte und sie dabei ums Leben kam.
Die Nachricht erschütterte nicht nur das „Checker Tobi“-Team, sondern auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus der Filmbranche. In sozialen Netzwerken drückten Weggefährten ihre Fassungslosigkeit und Trauer aus.
Klinkhammer hatte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München Regie studiert und seit 2014 eigene Dokumentarfilme produziert. Trotz ihres jungen Alters galt sie als außergewöhnliches Talent mit klarer Handschrift.
Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. 2023 gewann sie in Cannes Gold in der Kategorie „Dream Pitch“ der Young Director Awards für die Idee zu ihrem Film „I think I Hate My Father“.
Auch persönlich hinterließ sie einen bleibenden Eindruck. Freunde beschrieben sie als charismatisch, empathisch und inspirierend – eine Filmemacherin, die Geschichten aus dem Leben anderer Menschen mit besonderer Sensibilität erzählen konnte.
Für Tobias Krell und das gesamte Team bedeutet der aktuelle Film daher mehr als nur ein weiteres Projekt. Er ist zugleich ein Abschied und ein stilles Gedenken an zwei Menschen, die die Welt von „Checker Tobi“ entscheidend geprägt haben.
Dass der Film dennoch nun in die Kinos kommt, verstehen viele Beteiligte als Zeichen des Respekts. Die Widmung „Für Johannes und Linda“ steht sinnbildlich für den Versuch, Verlust in Erinnerung zu verwandeln.
So wird aus einem Kinderfilm auch ein stilles Zeugnis für Zusammenhalt, Dankbarkeit und die Menschen hinter der Kamera. Für das Team bleibt es ein schmerzlicher, aber bewusster Schritt nach vorn – im Andenken an jene, die fehlen.
