
„Wir fühlen uns betrogen“: Fans von „Dschungelcamp“ sind nach der letzten Folge empört – Grund
Der dritte Abend von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! hätte für viele Zuschauer eigentlich der nächste feste Termin im Fernsehkalender sein sollen. Statt ausgedehnter Prüfungen, Lagerfeuer-Dramen und hitziger Wortgefechte erlebten die Fans jedoch eine der kürzesten Ausgaben der laufenden Staffel. Bereits nach weniger als einer Stunde war Schluss – und genau das sorgte im Netz für massive Empörung.
Wie angekündigt startete die Sendung um 20.15 Uhr, doch schon gegen 20.55 Uhr verabschiedete sich RTL wieder aus dem australischen Dschungel. Der Grund: Die Übertragung der NFL-Play-offs hatte Vorrang. Während Moderatorin Sonja Zietlow und Co-Moderator Jan Köppen wie gewohnt durch das Geschehen führten, blieb ihnen diesmal kaum Raum, die Ereignisse ausführlich einzuordnen. Für viele Fans fühlte sich der Abend an wie ein abgebrochener Film mitten in der spannendsten Szene.
Besonders heftig fiel die Kritik aus, weil RTL selbst in dieser stark verkürzten Folge mehrere Werbeblöcke platzierte. In den sozialen Netzwerken entlud sich der Frust unmittelbar nach der Ausstrahlung. Auf X schrieb ein Nutzer wütend:
„In einer 40 minütigen Ausgabe von das #Dschungelcamp noch Werbung reinzupacken, ist schon bodenlos. #ibes“.
Ein anderer Kommentar brachte das Gefühl vieler langjähriger Zuschauer auf den Punkt: „Moin@RTL_comheute gibt es vom #Dschungelcamp wieder nur eine 40 Minuten Sendung wegen NFL. Könnt ihr an solchen Tagen nicht etwas längeres für die Mediathek erstellen? Wir Trash Fans sitzen seit 19 Jahren treu mit euch am Campfeuer und wir fühlen uns betrogen!#ibes #ibes2026“.
Solche Reaktionen waren keine Einzelfälle. Unter offiziellen Instagram-Beiträgen von RTL sammelten sich innerhalb kurzer Zeit hunderte Kommentare. Viele Zuschauer kritisierten, dass ein Quotenhit wie das Dschungelcamp zugunsten eines US-Sportevents gekürzt werde, das aus ihrer Sicht ein deutlich kleineres Publikum erreiche.
Einige forderten, die Football-Übertragungen auf einen Spartensender zu verlegen oder zumindest die gekürzten Inhalte später ausführlich bei RTL+ bereitzustellen.
Auch inhaltlich blieb die Folge hinter den Erwartungen zurück. Statt mehrerer Prüfungen und längerer Camp-Diskussionen gab es nur einen kurzen Einblick in den Alltag der Kandidaten. Besonders im Fokus stand erneut Teilnehmerin Ariel, die zu einer Dschungelprüfung antreten musste. Doch schon nach wenigen Sekunden brach sie ab.
Sichtlich aufgelöst rief sie: „Oh Gott, Hilfe“, nachdem Krabbeltiere über sie ergossen wurden. Später erklärte sie im Camp offen: „Ich habe Panik bekommen und abgebrochen.“ Diese Szene sorgte zwar kurz für Gesprächsstoff, reichte vielen Zuschauern aber nicht aus, um die drastische Verkürzung der Sendung zu rechtfertigen.
Auch unter den Campern selbst machte sich Frust breit. Patrick äußerte Sorgen um die Essensrationen, während Umut ironisch anmerkte, man werde wohl „verhungern“. Hubert wurde deutlicher und meinte, Ariel hätte sich „zusammenreißen und durchziehen“ müssen. Doch bevor sich daraus ein größerer Konflikt entwickeln konnte, war die Sendung bereits vorbei.
Dass RTL in den vergangenen Jahren immer wieder Dschungelcamp-Folgen wegen der NFL verkürzt hat, verstärkt den Ärger zusätzlich. Viele Fans erinnern daran, dass die Football-Übertragungen häufig deutlich geringere Einschaltquoten erzielen als das Dschungelcamp. Für sie ist klar: Ihr sonntägliches Trash-TV-Ritual werde zunehmend geopfert.
Ob RTL auf die Kritik reagiert und künftig alternative Lösungen anbietet, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Der Unmut der Fans ist groß – und der Vorwurf, man fühle sich „betrogen“, hallt nach dieser ultrakurzen Folge besonders laut durch die sozialen Netzwerke.
Wie vorher berichtet:
Nicht alle Promis standen schon ihr Leben lang im Rampenlicht. Wir werfen einen Blick auf einige unserer „Dschungel“-Promis, die früher einen anderen Brotjob hatten.
Wenn Prominente im australischen Dschungel an ihre Grenzen gehen, entsteht schnell der Eindruck, sie seien schon immer für das Rampenlicht gemacht gewesen.
Doch ein Blick zurück zeigt: Viele der Stars von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ führten vor ihrer TV-Karriere ein erstaunlich bodenständiges Leben. Statt Blitzlichtgewitter bestimmten Schichtpläne, Prüfungen und Kundengespräche ihren Alltag. Genau diese Vergangenheit prägt heute oft ihre Haltung – und ihren Ehrgeiz.
Bevor Kameras und Quoten eine Rolle spielten, standen bei einigen der Camp-Bewohner klassische Ausbildungen oder Berufe im Mittelpunkt. Manche entschieden sich bewusst für einen soliden Weg, andere suchten Orientierung, bevor sie schließlich im Reality-TV landeten. Ihre Geschichten zeigen, dass der Weg in die Öffentlichkeit selten geradlinig verläuft.
Simone Ballack: Zwischen Apotheke und Gastro-Leidenschaft
Simone Ballack ist heute als Hotelmanagerin am Gardasee erfolgreich und vielen als Ex-Frau von Fußball-Legende Michael Ballack bekannt. Doch ihr beruflicher Start hatte wenig mit Glamour zu tun.
Sie absolvierte eine Ausbildung zur pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten und arbeitete zunächst in einer Apotheke. Parallel dazu jobbte sie in der Gastronomie – ein Nebenweg, der ihr Leben nachhaltig prägen sollte.
Als Kellnerin lernte sie später auch ihren zukünftigen Ehemann kennen. Rückblickend sagt sie über diesen Lebensabschnitt: „Ich habe zwar mit 16 Jahren schon eine Ausbildung in der Apotheke gemacht, aber mein Herz hing schon immer an der Gastro.“
Diese frühe Mischung aus Disziplin und Leidenschaft legte den Grundstein für ihren späteren Erfolg im Hotelmanagement – fernab klassischer Reality-TV-Klischees.
Samira Yavuz: Vielseitigkeit als Lebensprinzip
Auch Samira Yavuz bringt eine bemerkenswerte berufliche Bandbreite mit. Sie absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Drogistin bei der Kette „dm“ und bildete sich zur Handelsfachwirtin weiter. Danach führte sie ihr Weg in die Fahrzeugdisposition und Logistik – ein Bereich, der Organisationstalent und Belastbarkeit verlangt.
Doch damit nicht genug: 2020 gründete Samira ein eigenes Permanent-Make-up-Studio, das sie erfolgreich aufbaute. Erst später verlagerte sich ihr Fokus auf Social Media und Reality-TV.
Heute arbeitet sie hauptberuflich als Content Creator. Über ihre vielen Stationen sagt sie selbst, dass sie Herausforderungen liebe und sich immer wieder neu ausprobieren möchte. Diese Vielseitigkeit macht sie zu einer der spannendsten Persönlichkeiten im Camp. Sie selbst verriet einst:
„Frage mich, wo ich noch nicht gearbeitet habe. Ich glaube, wenn ich jetzt kein Reality-Star wäre, würde ich nochmal einen anderen Job ergreifen, mag die Herausforderung.“
Eva Benetatou: Vom Hörsaal in die Lüfte
Eva Benetatou entschied sich zunächst für einen akademischen Weg. Sie begann ein Studium des europäischen Rechts in den Niederlanden – ein anspruchsvolles Fach, das Durchhaltevermögen erfordert. Doch während des Studiums merkte sie, dass ihre Interessen woanders lagen.
Es folgte eine Ausbildung zur Flugbegleiterin, unter anderem bei Etihad. Der Job brachte sie um die ganze Welt und verlangte nicht nur Serviceorientierung, sondern auch Stressresistenz und Flexibilität.
Erst nach dieser Phase öffnete sich für sie die Tür zur Fernsehkarriere. Ihr Werdegang zeigt, dass Umwege manchmal genau die Erfahrungen liefern, die später im Rampenlicht helfen.
Hardy Krüger Jr.: Internationale Wurzeln, bodenständiger Start
Hardy Krüger Jr. wuchs mit berühmtem Namen auf, doch sein Einstieg ins Berufsleben war überraschend bodenständig. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er mit seiner Familie in Tansania. Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Barkeeper – ein Beruf, der Menschenkenntnis, Geduld und Fingerspitzengefühl verlangt.
Erst danach zog es ihn nach Los Angeles, wo er Schauspielunterricht nahm und seine Karriere gezielt aufbaute. Der Durchbruch in Deutschland gelang ihm schließlich mit einer Rolle in der ARD-Serie „Nicht von schlechten Eltern“. Seine internationale Prägung und die frühen Erfahrungen im Servicebereich gelten bis heute als Basis seiner Professionalität.

Hardy Krüger Jr. 1975 | Quelle: Getty Images
Umut Tekin: Pflegeberuf mit Herz
Einer der bodenständigsten Lebensläufe im diesjährigen Camp gehört Umut Tekin. Bevor er durch Reality-TV bekannt wurde, arbeitete er acht Jahre lang als Altenpfleger. Der Beruf ist fordernd – körperlich wie emotional – und verlangt ein hohes Maß an Empathie.
Auch nach seinem Einstieg ins Fernsehen distanziert er sich nicht von diesem Teil seines Lebens. Im Gegenteil, er betont immer wieder, wie sehr ihn diese Zeit geprägt hat.
Über die Pflege sagt er offen: „Ich identifiziere mich viel mehr mit der Pflege als mit meinen TV-Auftritten.“ Trotz Selbstständigkeit durch Reality-Formate will er dem Beruf treu bleiben – ein ungewöhnlicher, aber bemerkenswerter Ansatz in der Branche. Gegenüber RTL verriet er einst:
„Ich habe meinen Job als Altenpfleger wirklich gerne gemacht, aber in der Branche verdienen die Menschen echt wenig Geld. Normal müssten sie an der Kasse einen Rabatt von 30 Prozent bekommen, weil sie sich um die älteren Leute kümmern.“
Vom Alltag in den Dschungel
Die Geschichten dieser Dschungelcamp-Stars machen deutlich, dass hinter der TV-Fassade oft Jahre harter Arbeit stecken. Ausbildung, Studium, Schichtdienst oder Serviceberufe haben sie gelehrt, Verantwortung zu übernehmen und mit Druck umzugehen.
Genau diese Erfahrungen könnten ihnen im australischen Busch zugutekommen, wenn es darum geht, Entbehrungen auszuhalten und als Team zu funktionieren.
Der Blick auf ihre Vergangenheit verleiht den Prominenten eine neue Tiefe. Sie sind nicht nur Kandidaten in einer Show, sondern Menschen mit Lebensläufen, die von Mut, Neugier und Durchhaltevermögen erzählen.
Vielleicht ist es genau diese Mischung aus Bodenständigkeit und Abenteuerlust, die sie letztlich bis ins Dschungelcamp geführt hat – und dort für besonders spannende Momente sorgt.
