
Der Sohn der Höhner-Legende muss sich nach dem Finale von „Love Is Blind“ einer weiteren Gehirnoperation unterziehen
Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer ist die zweite Staffel von Love Is Blind: Germany vor allem eine emotionale Reise auf der Suche nach der großen Liebe. Für Kandidat Konstantin Streifling (36) ist sie jedoch weit mehr als ein romantisches Experiment.
Hinter seinem ruhigen Auftreten und seiner positiven Art verbirgt sich eine schwere Krankheitsgeschichte, die ihn auch nach dem Ende der Dreharbeiten erneut einholt. Der Sohn von Höhner-Musiker Jens Streifling muss sich nach dem Finale der Show einer weiteren Gehirnoperation unterziehen.
Schon in den sogenannten Pods, in denen sich die Kandidaten kennenlernen, ohne sich zu sehen, spricht Konstantin offen über seine gesundheitliche Vergangenheit. Bis zum Frühjahr 2023 verlief sein Leben unauffällig, privat wie beruflich. Doch im September desselben Jahres änderte sich alles. Nach wiederholten Schwindelattacken erhielt er die Diagnose Hirntumor.
Es folgte eine 13-stündige Operation im Oktober 2023, bei der der Tumor entfernt wurde. Rückblickend sagt Konstantin: „Meine Krankheit hat mir natürlich in vielerlei Hinsicht auch die Augen geöffnet und mir gezeigt, was wichtig ist im Leben.”
Diese Offenheit prägt auch seine Beziehung zu Jessi (32), die er bei „Love Is Blind“ kennenlernt. Zwischen den beiden funkt es schnell – nicht nur wegen ihrer gemeinsamen Liebe zur Schlagermusik, sondern auch durch einen emotionalen Zufall: Jessis verstorbener Großvater war großer Fan des 1. FC Köln, dessen Hymne von Konstantins Vater mitgeschrieben wurde. Für beide fühlt sich das wie ein Zeichen des Schicksals an. Als Konstantin später vor Jessi auf die Knie geht, scheint ihr gemeinsamer Weg klar vorgezeichnet.
Für Konstantin war es selbstverständlich, Jessi früh in seine Krankheitsgeschichte einzubeziehen. „Mit meiner Krankheit gehe ich sehr offen um. Ich möchte mit meiner positiven Art Menschen helfen. Deshalb war es mir wichtig, wenn wir eine gute Bindung haben, ich auch darüber spreche.” Zu diesem Zeitpunkt geht er davon aus, die schwere Zeit hinter sich gelassen zu haben. Doch nur wenige Wochen nach Drehschluss folgt der nächste Schock.
Zwei Monate nach dem Ende der Aufzeichnungen erhält Konstantin eine erneute Diagnose. „Ich habe zwei Monate nach Beendigung des Drehs die Diagnose bekommen, dass der Tumor im Kopf wieder gewachsen ist.” Für ihn und sein Umfeld beginnt erneut eine Phase der Unsicherheit, des Abwägens und der Angst. Ab Juni 2025 stehen regelmäßige Gespräche mit den Ärzten an. Die Frage: Reicht eine Bestrahlung oder ist eine weitere Operation notwendig?
Schließlich fällt im Herbst eine klare medizinische Entscheidung. „Ab Juni 2025 haben wir hin und her überlegt, ob wir eine Bestrahlung machen oder erneut operieren. Im November sagten mir die Ärzte dann: Konstantin, damit du wirklich im besten Falle ein paar Jahre Ruhe hast, musst du noch mal durch die OP durch.”
Anfang Dezember unterzieht sich der 36-Jährige erneut einem Eingriff am Gehirn. Trotz der Risiken verläuft die Operation gut, und Konstantin erholt sich schneller als nach dem ersten Eingriff. Dazu sagt er:
„Der Tumor hatte eine gutartige Tendenz, aber dadurch, dass er am Hirn sitzt und größer wird, ist er lebensbedrohlich. Jede OP am Kopf ist nicht so einfach, aber ich habe mich von dieser OP besser und schneller erholt. Zum Glück.”
In dieser schwierigen Zeit ist die Unterstützung seiner Familie besonders wichtig. Sein Vater Jens Streifling steht ihm ebenso zur Seite wie der restliche Familienkreis. Die emotionale Ausstrahlung der Sendung hat auch den Musiker tief berührt. Konstantin erzählt, sein Vater habe ihm geschrieben, dass er beim Ansehen der Folgen „sehr oft Tränen in den Augen“ gehabt habe.
Ob Konstantin und Jessi am Ende tatsächlich heiraten, bleibt bis zum Finale offen. Unabhängig vom Ausgang der Liebesgeschichte hat Konstantin Streifling vielen Menschen bereits etwas mitgegeben: den Mut, offen über Krankheit zu sprechen, Hoffnung zu bewahren und selbst in schweren Momenten nicht den Blick für das Wesentliche zu verlieren.
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