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Lisa Straube und Akka nehmen am 16. Juni 2023 in Düsseldorf an der großen Eröffnungsfeier und der Wohltätigkeitsveranstaltung im Medical Inn teil | Quelle: Getty Images
Lisa Straube und Akka nehmen am 16. Juni 2023 in Düsseldorf an der großen Eröffnungsfeier und der Wohltätigkeitsveranstaltung im Medical Inn teil | Quelle: Getty Images

„Ich werde für Gerechtigkeit sorgen“: Lisa Straube erstattet Anzeige nach dem Tod ihres vier Monate alten Sohnes

Tetiana Sukhachova
17. März 2026 - 20:05

Es sind Entscheidungen, die aus tiefstem Schmerz heraus getroffen werden – und dennoch eine klare Haltung erkennen lassen. Wochen nach einem Schicksalsschlag, der kaum zu begreifen ist, tritt Lisa Straube erneut an die Öffentlichkeit. Doch diesmal geht es nicht nur um Trauer, sondern auch um Konsequenzen.

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Die Influencerin Lisa Straube und ihr Ehemann Furkan „Akka“ Akkaya verloren ihren Sohn Xavi im Alter von nur viereinhalb Monaten. Der plötzliche Kindstod riss das Paar aus dem Alltag und hinterließ eine Lücke, die sich nicht schließen lässt. Seitdem versuchen beide, einen Weg zu finden, mit diesem Verlust zu leben.

Doch neben der persönlichen Tragödie sah sich die junge Familie mit einer weiteren Belastung konfrontiert – einer, die aus einer völlig anderen Richtung kam.

Straube und ihr Mann hatten sich bewusst dazu entschieden, den Tod ihres Kindes öffentlich zu machen. Für sie war es ein Schritt, der auch mit Verantwortung verbunden war. Als öffentliche Personen wollten sie nicht schweigen, sondern offen mit ihrem Schicksal umgehen.

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Diese Entscheidung hatte einen Hintergrund: Immer wieder wurden sie nach ihrem Sohn gefragt. „Wo ist Xavi?“ – eine Frage, die unbeantwortet noch schwerer zu ertragen gewesen wäre. Der offene Umgang sollte Klarheit schaffen und gleichzeitig anderen Betroffenen zeigen, dass sie nicht allein sind.

Doch auf die Anteilnahme folgte auch eine andere, unerwartete Reaktion. In sozialen Netzwerken sah sich Straube mit Hasskommentaren und verletzenden Nachrichten konfrontiert. Einige Nutzer überschritten dabei eine Grenze, die für die junge Mutter nicht hinnehmbar war.

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Die Situation eskalierte so weit, dass sie ihr Profil zeitweise auf privat stellte, um sich und ihre Familie zu schützen. Gleichzeitig reifte in ihr der Entschluss, aktiv gegen diese Form der Anfeindung vorzugehen.

Inzwischen hat Lisa Straube rechtliche Schritte eingeleitet. „Ich habe viele Anzeigen erstattet“, erklärt sie und macht deutlich, dass sie den Umgangston im Netz nicht länger hinnehmen will. Besonders die Angriffe auf ihr verstorbenes Kind hätten sie zutiefst erschüttert.

Dabei geht es ihr nicht nur um persönliche Betroffenheit, sondern auch um ein grundsätzliches Anliegen: „Besonders diejenigen, die unser totes Kind mit dem Abscheulichsten beleidigt haben, will ich vor Gericht in die Augen sehen. Da geht es um die Würde meines Babys – und ich werde für Gerechtigkeit sorgen. Für Xavi.“

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Die Worte verdeutlichen, wie eng Trauer und Entschlossenheit in ihrer Situation miteinander verbunden sind. Während sie den Verlust ihres Sohnes verarbeitet, setzt sie gleichzeitig ein Zeichen gegen digitale Gewalt.

Unterstützung erhält sie dabei von vielen Menschen. Neben den verletzenden Kommentaren gab es auch zahlreiche Stimmen, die Mitgefühl ausdrücken und der Familie Kraft wünschen. Diese Resonanz zeigt, wie sehr das Thema bewegt.

Knapp einen Monat nach dem Tod ihres Kindes versuchen Straube und ihr Mann, Schritt für Schritt in den Alltag zurückzufinden. Dabei halten sie an einem Gedanken fest, der ihnen Trost spendet: Sie glauben, dass ihr Sohn weiterhin über sie wacht.

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Der Weg durch die Trauer bleibt schwer. Doch für Lisa Straube ist klar, dass sie nicht nur für sich selbst spricht – sondern auch für ihr Kind, dessen Würde sie verteidigen will.

Wir berichteten über den tragischen Todesfall:

Es sind Momente, die das Leben von einem Augenblick auf den nächsten verändern können. Für Influencerin Lisa Straube und ihren Ehemann Furkan Akkaya – vielen bekannt als „Akka“ – begann das Jahr eigentlich wie ein neuer Abschnitt ihres Familienlebens. Doch Anfang Februar wurde aus Hoffnung plötzlich tiefe Trauer.

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Am 9. Februar teilte das Paar eine Nachricht, die ihre Community erschütterte: Ihr jüngster Sohn Xavi war gestorben. Das Baby wurde nur viereinhalb Monate alt. Seit diesem Tag ist nichts mehr so, wie es zuvor war.

Wo zuvor Alltag, Pläne und Familienmomente standen, ist nun eine Realität eingetreten, mit der junge Eltern kaum umgehen können. Die Fragen bleiben – Antworten gibt es bisher kaum.

In einem Gespräch beschreibt Lisa Straube, wie schwer die Wochen nach dem Verlust ihres Sohnes für sie und ihren Mann sind. Der Tod ihres Kindes hat ihr Leben grundlegend verändert. Die junge Mutter spricht offen über den Schmerz, der seitdem ihr täglicher Begleiter ist.

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Besonders schwierig seien die Momente, in denen ihr bewusst werde, was geschehen ist. „Ich habe kaum Kraft und extreme Anfälle von Panikattacken [...] Ich habe teils Depressionen, unter denen ich zusammenbreche“, sagt Straube. In solchen Situationen überrollen sie Emotionen, die sie kaum kontrollieren könne. Manchmal könne sie kaum atmen, manchmal breche sie plötzlich in Tränen aus.

Sie fügte an: „Die meiste Zeit ist es surreal. Dann kommen die klaren Momente, in denen ich realisiere, was passiert ist. Da reißt es mir den Boden unter den Füßen weg.“

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Viele dieser Augenblicke kommen unerwartet. Dann wird ihr erneut bewusst, dass ihr Baby nicht mehr da ist. Sie beschreibt diese Momente als besonders schwer – Momente, in denen der Verlust plötzlich greifbar wird.

Lisa Straube ist am 4. September 2022 in Berlin bei der HERQUL German Boxing Awards Gala 2022 im Tipi am Kanzleramt dabei. | Quelle: Getty Images

Lisa Straube ist am 4. September 2022 in Berlin bei der HERQUL German Boxing Awards Gala 2022 im Tipi am Kanzleramt dabei. | Quelle: Getty Images

Der kleine Xavi starb nach Angaben seiner Eltern im Schlaf. Als sie bemerkten, dass etwas nicht stimmte, versuchte sein Vater verzweifelt, ihn wiederzubeleben. Doch jede Hilfe kam zu spät. Der Junge starb noch in seinem Zuhause.

Für die Familie ist besonders schwer zu begreifen, dass es keinerlei Vorzeichen gab. „Xavi war kerngesund“, erklärt seine Mutter. Untersuchungen hätten keinerlei gesundheitliche Probleme ergeben. Damit gehört der Fall zu jenen tragischen Ereignissen, die als plötzlicher Kindstod bezeichnet werden.

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Nach Angaben von Experten trifft dieses Schicksal jedes Jahr rund hundert Familien in Deutschland. Trotz medizinischer Forschung bleiben die genauen Ursachen in vielen Fällen ungeklärt.

Lisa Straube und Akka sind am 16. Juni 2023 in Düsseldorf bei der großen Eröffnung und Charity-Veranstaltung im Medical Inn dabei. | Quelle: Getty Images

Lisa Straube und Akka sind am 16. Juni 2023 in Düsseldorf bei der großen Eröffnung und Charity-Veranstaltung im Medical Inn dabei. | Quelle: Getty Images

Für Lisa Straube und ihren Mann bedeutet das vor allem eines: eine Trauer ohne Erklärung. Dennoch versuchen sie, Schritt für Schritt einen Weg zu finden, mit dem Verlust umzugehen.

Dabei gehen beide unterschiedlich mit dem Schmerz um. Während Furkan Akkaya seine Gefühle eher still verarbeitet, sucht Lisa Straube das Gespräch über das Geschehene. Die beiden haben sich entschieden, psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Neben ihrer eigenen Trauer müssen die Eltern auch für ihren älteren Sohn Emilio stark sein. Der einjährige Junge kann noch nicht verstehen, warum sein kleiner Bruder plötzlich nicht mehr da ist.

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In Gedanken hat Lisa Straube oft Bilder vor Augen, die nun unerreichbar erscheinen. Sie hatte sich vorgestellt, wie ihre beiden Söhne gemeinsam aufwachsen würden – als Brüder, die miteinander spielen, lachen und die Welt entdecken.

Die Beerdigung von Xavi fand im engsten Kreis der Familie statt. Seine Eltern entschieden sich, ihm einige persönliche Dinge mitzugeben. Kuscheltiere, Briefe und eine Schneekugel begleiteten ihn auf seinem letzten Weg.

Auch Erinnerungsstücke spielen für die Familie nun eine wichtige Rolle: „Ich habe auch Hand- und Fußabdrücke von ihm rahmen lassen und eine Haarsträhne aufbewahrt, die ich als Schmuck verarbeiten lasse und immer bei mir tragen möchte.“

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Inmitten der Trauer versuchen die Eltern, auch Hoffnung zu bewahren. Sie glauben, dass ihr Sohn weiterhin über seine Familie wacht. Für sie ist dieser Gedanke eine der wenigen Quellen von Trost in einer Zeit, die von Schmerz und Abschied geprägt ist.

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