
Simone Ballack | Quelle: Getty Images
„Versuche meinen Frieden zu machen": Simone Ballack kehrt zu ihrem 50. Geburtstag für ein Fotoshooting an den Ort zurück, an dem ihr Sohn starb
An diesem Ort erlebte sie das Schlimmste, was einer Mutter passieren kann. Nun kehrt Simone Ballack ausgerechnet dorthin zurück – für ein Projekt, das weit mehr ist als nur ein paar schöne Bilder.
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Es ist eine Reise, die für die meisten Menschen kaum vorstellbar wäre. Simone Ballack hat sich mit 50 Jahren für den „Playboy" ablichten lassen – und das an einem Ort voller schmerzhafter Erinnerungen.

Simone Ballack reist am 15. Januar 2026 vom Frankfurter Flughafen nach Australien ab, um an der Reality-TV-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ teilzunehmen. | Quelle: Getty Images
Denn die Fotos entstanden in Portugal. Genau dort, wo die Familie einst unbeschwerte Sommer verbrachte – und wo im Jahr 2021 ihr ganzes Leben zerbrach.
In jenem Sommer verunglückte ihr Sohn Emilio im Alter von nur 18 Jahren tödlich. Der Ort, der jahrelang Sehnsuchtsziel der Familie gewesen war, wurde für Simone Ballack zum Sinnbild ihres größten Verlusts.
Umso bemerkenswerter ist die Entscheidung, die sie nun getroffen hat.
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Simone Ballack bei der Premiere des Musicals „Ein bißchen Frieden“ im Deutschen Theater am 9. Mai 2024 in München. | Quelle: Getty Images
Das Shooting in Portugal war für die ehemalige Dschungelcamp-Teilnehmerin nämlich kein Zufall, sondern eine ganz bewusste Wahl.
Sie könne dieses Land nicht ihr ganzes Leben lang meiden, erklärte sie. Statt dem Schmerz auszuweichen, stellte sie sich ihm ganz bewusst – dort, wo er am tiefsten sitzt.
Wie schwer ihr die Rückkehr fiel, hatte sie schon zuvor angedeutet. Für sie war es keine leichte Reise, sondern ein mutiger Schritt in ihrem langen Trauerprozess.
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Simone Ballack geht seit dem Tod ihres Sohnes offen mit ihrer Trauer um. Immer wieder spricht sie öffentlich über Emilio, teilt Erinnerungen und wendet sich direkt an ihn.
Rund um das Shooting nahm sie sich dann bewusst Zeit für sich selbst.
Nach den zwei Tagen vor der Kamera verbrachte sie noch mehrere Tage allein am Meer. Sie sei am Strand auf und ab spaziert und habe vieles aufgearbeitet, wofür sonst im Alltag oft die Zeit fehle.
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Auf diese Weise habe sie versucht, Frieden mit Portugal zu schließen – und das Land wieder mit positiveren Erinnerungen zu füllen.
Wie sehr ihr genau das am Herzen liegt, zeigen ihre eigenen, bewegenden Worte. Auf Instagram schrieb sie:
„Versuche meinen Frieden mit diesem wunderschönen aber für mich so schicksalsträchtigen Land zu machen ... 3 Tage nur Portugal und ich ... wir müssen uns nach 5 Jahren aussprechen."
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Für Simone Ballack ist das Shooting auch ein Zeichen von neuem Selbstbewusstsein. Im Februar war sie 50 Jahre alt geworden. Das Cover des Magazins sieht sie als ganz persönliches Geschenk an sich selbst. Sie erklärte:
„Ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk an mich selbst. Ich finde, das ist ein gutes Alter für diese Fotos, vor allem weil man ein ganz anderes Selbstbewusstsein hat als früher."
Auch ihren Körper nehme sie heute anders wahr. Sie sei nicht sonderlich groß und habe lange gedacht, dass sie einen „zu kurzen Oberkörper" habe – jetzt sehe sie, „dass ich eigentlich sehr lange Beine habe".
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Mit den Aufnahmen möchte sie zugleich ein Statement gegen den Schönheitsdruck setzen, der besonders auf Frauen laste. Man könne sich davon „freischwimmen", ist sie überzeugt.
„Ich bin jetzt 50, ich bin im ‚Playboy', die Fotos sind schön – es ist doch alles okay", sagte Simone Ballack in der deutschen Ausgabe des Magazins laut einer Pressemitteilung. Auch mit den Kindern habe sie ihre Entscheidung abgesprochen. Sie teilte mit:
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„Ich habe Louis und Jordi gefragt, ob ich das machen soll – immerhin sind sie nun schon 25 und 20 –, und sie haben gesagt: 'Ja klar, mach doch, cool!'"
Negative Stimmen lassen die 50-Jährige heute kalt. Die Trauer habe sie verändert und stärker gemacht – nach allem, was sie durchlebt habe, sei vieles andere kaum noch der Rede wert.
Rückhalt bekam sie dabei von den wichtigsten Menschen in ihrem Leben: ihren beiden Söhnen. Sie habe die inzwischen 25 und 20 Jahre alten jungen Männer um ihren Segen gebeten – und den bekamen.
So wird aus einem Fotoshooting weit mehr als das: ein Akt der Selbstliebe, der Stärke und vor allem des inneren Friedens, den eine Mutter an einem Ort voller Schmerz gesucht hat.
Wie offen Simone Ballack mit ihrer Trauer umgeht, hatte sie schon Anfang des Jahres gezeigt. Im Dschungelcamp sprach sie am Lagerfeuer erstmals vor laufender Kamera über den Tod ihres Sohnes – und über ein bewegendes Detail seiner allerletzten Nachricht an sie, das sie bis heute nicht loslässt. Wie bereits berichtet:
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Im Dschungelcamp wird viel gestritten, gelacht und gekämpft – doch manchmal entstehen Momente, die alles andere in den Hintergrund rücken. Genau so ein Augenblick ereignet sich, als Simone Ballack am Lagerfeuer über ihren verstorbenen Sohn spricht. Was sie erzählt, ist leise, persönlich und zutiefst bewegend – und lässt nicht nur ihre Mitcamper, sondern auch die Zuschauer innehalten
Im August 2021 verlor Simone Ballack ihren Sohn Emilio Ballack. Der damals 18-Jährige kam bei einem tragischen Quad-Unfall in Portugal ums Leben. Ein Schicksalsschlag, der das Leben der Familie von einem Moment auf den anderen veränderte. Jahre später sitzt seine Mutter nun im australischen Busch und spricht erstmals vor laufender Kamera über Details, die sie bis heute begleiten.
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Besonders eine Kleinigkeit lässt Simone Ballack nicht los: die letzte Nachricht, die ihr Sohn ihr geschickt hat. Simone erzählt offen:
„Die letzte WhatsApp von meinem Sohn waren zwei Herzen. Er hat mal ein Herz geschickt, mal ein Küsschen, aber nie zwei Herzen.“
Für Außenstehende mag das unscheinbar klingen, für sie aber hat diese Nachricht eine tiefe Bedeutung. Sie beschäftigt sie bis heute – gerade weil sie so anders war als alles, was sie zuvor von ihrem Sohn kannte.
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Im Gespräch mit ihren Mitcampern erklärt Simone Ballack, warum diese zwei Herzen für sie mehr sind als nur ein Emoji. Für sie steht fest, dass es Energien gibt, die bleiben, auch wenn ein Mensch stirbt. Im Dschungeltelefon sagt sie:
„Ich glaube eben, wenn Menschen sterben, dass die Energien trotzdem noch da bleiben, zumindest eine gewisse Zeit. Es ist ein Prozess, bis man die Welt verlässt. Irgendwann gehen die Seelen ganz.“
Worte, die zeigen, wie sehr sie noch immer versucht, das Unfassbare zu begreifen.
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Auch die Nacht, in der Emilio starb, schildert sie eindringlich. Simone Ballack erzählt, sie sei damals ungewöhnlich unruhig gewesen, habe die ganze Nacht nicht schlafen können und sich schließlich in das Zimmer ihres Sohnes gelegt – etwas, das sie sonst nie tue.
„Und dann hat das ganze Haus vibriert. Keiner hat das gehört, außer mir – und dann hat das Telefon geklingelt.“ Für sie war das kein Zufall, sondern ein Moment, der sich tief in ihr Gedächtnis eingebrannt hat.
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Im Camp reagieren die anderen Prominenten mit großer Anteilnahme. Viele hören still zu, einige kämpfen mit den Tränen. In einer Umgebung, die sonst von Hunger, Prüfungen und Konflikten geprägt ist, entsteht plötzlich Raum für Trauer, Erinnerung und Mitgefühl. Simone Ballack zeigt in diesem Moment eine verletzliche Seite von sich – fernab von Schlagzeilen und öffentlichem Bild.
Dass sie sich im Rahmen von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! zu diesem Schritt entschlossen hat, wirkt wie ein bewusster Akt. Nicht, um Mitleid zu erzeugen, sondern um ihrem Sohn einen Platz in der Öffentlichkeit zu geben – und vielleicht auch, um anderen trauernden Eltern Mut zu machen, über ihren Schmerz zu sprechen.
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Emilio Ballack stand am Anfang seines Lebens. Er hatte gerade seinen Schulabschluss gemacht, liebte Sport, Fußball und das Zusammensein mit Freunden. Umso größer ist die Lücke, die sein Tod hinterlassen hat. Für Simone Ballack bleibt die Erinnerung an ihren Sohn lebendig – in Gedanken, Gefühlen und eben auch in einer letzten WhatsApp-Nachricht mit zwei Herzen.
Im Dschungelcamp 2026 ist dieser Moment einer der stillsten, aber auch einer der eindrucksvollsten. Er zeigt, dass hinter jeder prominenten Fassade ein Mensch mit einer Geschichte steht. Und dass manche Verluste nie vergehen – sondern nur anders weiterleben.
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