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Symbolbild | Quelle: Getty Images
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Mann beschuldigt, seine Frau umgebracht und ihre Überreste eingemauert zu haben: Staatsanwaltschaft sagt, der Mord sei geplant gewesen und hänge mit der Scheidung zusammen

Tetiana Sukhachova
23. Feb. 2026 - 19:09

Nach außen wirkte es lange wie eine Familie, die trotz Trennung um einen respektvollen Umgang bemüht war. Anna K., 31 Jahre alt, galt in ihrem Umfeld als warmherziger Mensch. Freunde beschreiben sie als lebensfroh, besonders im Umgang mit ihrem kleinen Sohn. Selbst nach dem Ende der Ehe sei ihr wichtig gewesen, dass das Kind beide Eltern in seiner Nähe habe.

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Doch hinter der Fassade wuchs offenbar ein Konflikt, der schließlich in einer Tat mündete, die nun ein Gericht in Koblenz beschäftigt. Anna und Matthias K., beide 31, hatten 2019 geheiratet, 2021 kam ihr Sohn zur Welt. Sie arbeitete als Friseurin während er sich als Lacklaborant betätigte.

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Bild

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Gemeinsam zogen sie in ein Haus im rheinland-pfälzischen Gimmigen im Ahrtal. Drei Jahre später zerbrach die Beziehung. Anna zog mit dem Kind aus, blieb jedoch im Ort. Der Junge lebte zuletzt im wöchentlichen Wechsel bei Mutter und Vater.

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Angehörige schildern, dass Anna trotz der Trennung auf Ausgleich bedacht gewesen sei. „Sie hat zu 100 Prozent alles dafür getan, damit es ihrem Sohn gut geht“, sagen ihr Bruder und dessen Ehefrau. Selbst eine Paartherapie habe sie unterstützt – nicht aus romantischer Hoffnung, sondern weil sie glaubte, ihr Noch-Ehemann benötige Hilfe.

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Die Ehe hingegen entwickelte sich zunehmend konfliktbeladen. Laut Anklage setzte Matthias K. seine Frau psychisch unter Druck, schickte zahlreiche Nachrichten und soll sogar einen Suizidversuch unternommen haben. Parallel dazu führte er eine Beziehung zu einer anderen Frau.

Der Scheidungstermin war für den 9. Juli 2025 angesetzt. Anna forderte unter anderem eine geänderte Umgangsregelung, Kindesunterhalt, einen finanziellen Ausgleich wegen ihrer Teilzeitarbeit sowie 60.000 Euro, die sie in das gemeinsame Haus investiert hatte. Die Staatsanwaltschaft sieht hierin ein zentrales Motiv.

Nach Überzeugung der Anklage bereitete Matthias K. die Tat systematisch vor. Spätestens neun Tage vor dem 17. Juli soll er in einem Raum neben der Garage eine Grube ausgehoben haben. Am Tattag habe er seine Geliebte weggeschickt und Anna ins Haus gelockt – unter dem Vorwand, ihr ein Bild des Sohnes zeigen zu wollen. Im Flur soll er sie dann mit dem Messer brutal getötet haben.

Anschließend, so die Anklage, betonierte er seine Ex-Frau in der Garage ein. Am folgenden Tag habe er Fliesen über die Stelle gelegt – während sich sein Sohn im Haus befand.

Ermittler wurden misstrauisch, als ihnen eine frisch verflieste Fläche auffiel. In Vernehmungen verstrickte sich der Beschuldigte in Widersprüche. Schließlich soll er gesagt haben: „Ihr braucht nicht mehr zu suchen, sie ist tot.“

Symbolbild | Quelle: Getty Images

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Vor Gericht sprach der Staatsanwalt von einer Tat aus verschmähter Liebe und eigennützigen Motiven, begangen mit dem Ziel, als Gewinner aus der Scheidung hervorzugehen. Er forderte lebenslange Haft sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

Der Verteidigung zufolge lägen keine Mordmerkmale vor. Matthias K. selbst erklärte im Schlusswort: „Ich bereue zutiefst, was ich getan habe, und möchte mich aufrichtig entschuldigen.“ Das Urteil wird am Landgericht Koblenz erwartet.

Der gemeinsame Sohn lebt inzwischen bei Verwandten. Nach Angaben der Familie geht es ihm den Umständen entsprechend gut. Für sie bleibt die Erinnerung an eine Frau, die Harmonie suchte – und deren Leben unnötigerweise gewaltsam beendet wurde.

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