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Frau mit Smartphone (Symbolbild) | Quelle: Getty Images
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Deutsche Familie auf Kap Verde getötet: Letzte Nachricht eines der Opfer veröffentlicht

Tetiana Sukhachova
28. Jan. 2026 - 20:06

Was als unbeschwerter Urlaub begann, endete in einer Tat, die bis fassungslos macht. Auf den Kapverden wurde eine deutsche Familie ausgelöscht, der mutmaßliche Täter ist der Sohn des Familienvaters. Nun kam eine letzte Nachricht ans Licht – ein verzweifelter Hilferuf der Stiefmutter.

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Eine Familie aus Deutschland hatte kurz vor Weihnachten gemeinsam Zeit auf der kapverdischen Insel São Vicente verbringen wollen. Mit dabei waren der Vater (58), seine Ehefrau (45), deren Tochter (20) sowie der Sohn (19) des Mannes aus einer früheren Beziehung. In der Ferienwohnung in Mindelo kam es zu einem tödlichen Gewaltausbruch, bei dem drei Menschen ihr Leben verloren.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

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Der Tatverdacht richtet sich gegen Kian H., den 19-jährigen Sohn, der nach den Geschehnissen die Insel verließ. Er flüchtete mit einem Linienflug nach Europa und wurde wenige Tage später in Lissabon festgenommen. Inzwischen wurde er nach Deutschland überstellt, wo die Staatsanwaltschaft Trier die Ermittlungen führt.

Nun, Wochen nach der Tragödie, wurden Details bekannt, die das Ausmaß der Angst innerhalb der Familie vor der Tat greifbar machen. Am Morgen des Tages vor Heiligabend erreichte Angehörige in Deutschland eine WhatsApp-Nachricht der Stiefmutter. Voller Grauen schrieb sie:

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„Der bringt uns hier alle um!“

Die Nachricht löste sofortige Sorge bei den Empfängern aus, doch ein direkter Kontakt zur Familie konnte nicht mehr hergestellt werden, deshalb informierten die Angehörigen die Polizei. Zu diesem Zeitpunkt war das Verbrechen offenbar bereits geschehen.

Die bereits verstorbenen Opfer des vermeintlichen Angriffs wurden später in der Ferienwohnung gefunden. Örtliche Behörden stellten fest, dass alle drei durch Stichverletzungen ums Leben kamen.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

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Der mutmaßliche Täter Kian H. soll unmittelbar nach der Tat geflohen sein und einen Flug nach Portugals Hauptstadt Lissabon genommen haben. Dort wurde er am 25. Dezember in einem Hotel festgenommen und schließlich auf Grundlage eines Europäischen Haftbefehls nach Deutschland überstellt. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Portugiesische Behörden äußerten früh den Verdacht, der junge Mann könne psychisch erkrankt sein. Der zuständige deutsche Oberstaatsanwalt hat diese Angabe bisher weder bestätigt noch dementiert. Fest steht, dass gegen ihn wegen des Verdachts des Totschlags in drei Fällen ermittelt wird.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Noch ist offen, ob das Verfahren nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht geführt wird. Diese Entscheidung hängt unter anderem von Gutachten zur persönlichen Reife und Entwicklung des Beschuldigten ab. Auch zum genauen Ablauf der Tat und zu einem möglichen Motiv gibt es bislang keine offiziellen Angaben.

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Parallel arbeiten Behörden auf den Kapverden und in Deutschland zusammen. Über Rechtshilfe sollen Erkenntnisse aus dem Ausland in das deutsche Verfahren einfließen. Dass die Tat im Ausland geschah, steht einer Strafverfolgung hierzulande nicht entgegen, da es sich sowohl beim mutmaßlichen Täter als auch bei den Opfern um deutsche Staatsangehörige handelt.

Gemeinsames Gebäude des Amtsgerichtes und des Landgerichtes Trier (Symbolbild) | Quelle: Getty Images

Gemeinsames Gebäude des Amtsgerichtes und des Landgerichtes Trier (Symbolbild) | Quelle: Getty Images

Für zusätzliche Unruhe sorgte ein Einbruch in ein Gebäude des vom getöteten Vater Patric H. geleiteten Unternehmens in Roetgen (Nordrhein-Westfalen). Der Vorfall ereignete sich kurz nach Bekanntwerden der Tat, die Hintergründe sind bislang unklar und ebenfalls Gegenstand von Ermittlungen.

Der Fall bleibt also offensichtlich von vielen offenen Fragen geprägt, aber auch von der bedrückenden Gewissheit, dass selbst eine letzte verzweifelte Nachricht die sich abzeichnende Tragödie nicht mehr verhindern konnte.

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