
20 Schüsse in Dortmund: Mann getötet, Täter flüchten auf E-Scootern
Es ist kurz nach Mitternacht, als die Ruhe der Dortmunder Nordstadt jäh zerreißt. Vor einem Kiosk endet das Leben eines 40-jährigen Mannes – und mit ihm die Illusion, dass die jüngsten Gewalttaten Einzelfälle sein könnten. Was in dieser Nacht geschah, wirft viele Fragen auf und sorgt in der Nachbarschaft für tiefe Verunsicherung.
Der 40-jährige Suleyman M. hatte soeben seinen Kiosk abgeschlossen, als ihn mehrere Schüsse trafen. Rettungskräfte waren rasch vor Ort, versuchten alles, um das Opfer zu stabilisieren. Doch die Verletzungen waren zu schwer. Der Deutsch-Iraker starb wenig später im Krankenhaus. Zurück blieb ein Tatort, der selbst erfahrene Ermittler erschüttert.

Symbolbild | Quelle: Getty Images
Besonders beunruhigend ist die Art der Flucht: Die Täter entkamen auf E-Scootern. Diese ungewöhnliche Methode erschwert die Fahndung und nährt die Sorge, dass die Tat minutiös geplant war.
Die Polizei setzte noch in der Nacht eine Mordkommission ein, sicherte Spuren und wertete Videoaufnahmen aus. Bislang fehlt von den Angreifern jedoch jede Spur.

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Der tödliche Angriff steht nicht für sich. In den vergangenen Wochen kam es in Dortmund bereits zu weiteren Schusswaffeneinsätzen im Umfeld von Kiosken. Ende Dezember wurde ein Mann vor einem Kiosk in Dortmund-Eving angeschossen und überlebte schwer verletzt.
Mitte Januar traf es einen weiteren Betreiber hinter dem Tresen – auch hier flüchtete der Täter auf einem E-Scooter. Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass mögliche Verbindungen geprüft werden: „Wir prüfen einen Zusammenhang zwischen den Taten.“
Die Häufung der Gewalt sorgt für Angst. Freundinnen und Freunde des Getöteten versammelten sich am Tatort, legten Blumen nieder und suchten Trost.

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Viele fragen sich, ob es sich um eskalierende Konflikte innerhalb eines bestimmten Milieus handelt oder ob eine neue Form der Kriminalität die Stadt erreicht hat. Ein Motiv ist bislang nicht bekannt, ebenso wenig, ob es gezielte Drohungen gab.
In der Nordstadt ist die Anspannung spürbar. Ein Bekannter des Opfers bringt die Stimmung auf den Punkt: „Wir haben alle Angst. Keiner weiß, wer als Nächstes zur Zielscheibe wird.“
Unsere Gedanken gelten den Hinterbliebenen des Getöteten in dieser schweren Zeit.
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