
Ariel in einem Interview | Quelle: YouTube/ Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!
„Ich war zu dem Zeitpunkt am Limit“: Ariel spricht über ihre Kindheit in einem Kinderheim
In Reality-Formaten fällt Ariel seit geraumer Zeit vor allem durch eine auffällige Präsenz auf. Laut, direkt, konfrontativ – so erleben viele Zuschauerinnen und Zuschauer die 22-Jährige in Sendungen wie dem Dschungelcamp oder „Reality Queens“. Dort polarisiert sie, provoziert und zieht Aufmerksamkeit auf sich. Doch hinter diesem Auftreten steht offenbar eine persönliche Geschichte, die weit über das übliche Rollenverhalten im Fernsehen hinausgeht.
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In einer aktuellen Folge von „Reality Queens“ zeigt Ariel nun eine deutlich verletzlichere Seite. Statt Streit und Inszenierung rückt dort ihre Vergangenheit in den Mittelpunkt. Es geht um familiäre Spannungen, um die Trennung ihrer Eltern und um eine Zeit, die sie nach eigener Darstellung nachhaltig geprägt hat. Der Fernsehauftritt wird damit zu einem Moment, in dem sich das öffentliche Bild der jungen Reality-TV-Teilnehmerin verschiebt.
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Ariel beschreibt, dass sie in ihrer Familie früh eine bestimmte Rolle übernommen habe. Als älteste Schwester habe sie Verantwortung getragen und gelernt, Emotionen eher zurückzuhalten als offen zu zeigen. Diese Selbstbeschreibung wirkt wie ein Schlüssel zu dem, was sie später über ihr Leben erzählt: Stärke nicht als freie Entscheidung, sondern als etwas, das sie sich unter Druck aneignen musste. Sie verriet:
„Ich war die älteste Schwester. Ich musste immer alles handhaben, und ich habe auch nie Emotionen gezeigt“
Besonders einschneidend sei die Trennung ihrer Eltern gewesen, als sie zwölf Jahre alt war: „Ich kam nicht darauf klar, dass sie sich getrennt haben, ich war so wütend“. Ariel schildert diese Phase als Zeit großer Wut und innerer Überforderung.
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Nach ihren Aussagen verschärfte sich die Lage später durch die neue Partnerschaft ihrer Mutter. Sie fügte an: „Dann hat sie gesagt, ich muss ihn akzeptieren, sonst muss ich gehen. Dann bin ich gegangen.“ In der Folge kam sie in ein Mädchenheim.
Diesen Abschnitt beschreibt Ariel als prägende Erfahrung: „Dann bin ich in so ein Mädchenheim gekommen, und da muss man stark sein. Da kann man nicht anders, als stark zu sein, weil man sonst das Opfer ist. Von da habe ich diese Rolle. [...] Das Verhältnis zwischen mir und meiner Mom war immer schon ein bisschen kalt. Sie ist ein sehr kalter Mensch, sie zeigt keine Emotionen.“
Der Satz erklärt nicht nur ihren Blick auf die Vergangenheit, sondern auch, warum sie ihr heutiges Verhalten offenbar als Schutzmechanismus versteht. Stärke erscheint bei ihr nicht als Pose, sondern als Reaktion auf ein Umfeld, in dem sie sich behaupten musste.
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Allerdings blieb diese Darstellung nicht unwidersprochen. Schon nach früheren Aussagen Ariels über das Verhältnis zu ihrer Mutter gab es öffentliche Reaktionen aus ihrem Umfeld.
Ariel hatte die Beziehung zu ihrer Mutter im Dschungelcamp als kühl beschrieben und von emotionaler Distanz gesprochen. Daraufhin meldete sich ihr Ex-Partner Giuliano Hediger zu Wort und stellte ihre Version der Ereignisse öffentlich infrage. Er sagte:
„Ich war ehrlich gesagt schockiert, als ich gestern gesehen habe, was Ariel über ihre Mutter erzählt hat. Ich kenne die ganze Wahrheit und das, was Ariel gesagt hat, entspricht in keiner Weise der Realität“
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Auch ihre Mutter widersprach. Über Hedigers Account schilderte sie die damalige Situation deutlich anders. Demnach sei nicht Gleichgültigkeit der Auslöser gewesen, sondern eine familiäre Überforderung, die sie nicht mehr habe bewältigen können. Sie schrieb:
„Das Verhalten von Valeria (Ariels bürgerlicher Name) wurde nicht mehr erträglich. Es gab jeden Tag Terror, sie ließ sich nichts mehr sagen und beleidigte mich täglich bis zur Unerträglichkeit [...] … weil ich zu dem Zeitpunkt am Limit war, und mich nicht anders zu helfen wusste [...] Solche Lügen können mich und meine Kinder, die noch zu Hause leben, zerstören.“ [sic]. Zudem erklärte sie, Ariel damals zeitweise in ein Heim gegeben zu haben, weil sie selbst keine andere Lösung mehr gesehen habe.
Damit stehen sich heute zwei sehr unterschiedliche Perspektiven gegenüber: die Tochter, die die Heimunterbringung als Folge von Zurückweisung und Härte erlebt hat, und die Mutter, die von Überlastung und Hilflosigkeit spricht. Gerade diese Gegensätzlichkeit macht den Fall so vielschichtig. Er zeigt, wie verschieden ein familiärer Konflikt erinnert und empfunden werden kann.
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Bemerkenswert ist dabei, dass die Geschichte nicht nur in Vorwürfen endet. Nach den vorliegenden Angaben scheint sich das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter inzwischen wieder verbessert zu haben. Ariel sagte, sie habe ihrer Mutter verziehen: „Ich habe ihr das auch verziehen, und ich bin froh, dass ich sie habe, aber ich werde es trotzdem nie vergessen.“
So entsteht aus ihrer Erzählung ein differenzierteres Bild: Ariel erscheint nicht nur als polarisierende Reality-Figur, sondern auch als junge Frau, deren Auftreten aus biografischen Brüchen heraus verständlicher wird.
Die Sendung liefert damit keine abschließende Wahrheit über ihre Vergangenheit. Aber sie öffnet den Blick auf eine persönliche Geschichte, in der Verletzung, Abgrenzung und der Versuch, sich selbst zu schützen, eng miteinander verbunden sind.
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Kaum ist bekannt geworden, dass Ariel die neue Schweizer „Bachelorette“ wird, steht die 22-Jährige erneut im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Doch diesmal geht es nicht um potenzielle Kandidaten oder romantische Erwartungen – sondern um ihre kleine Tochter. Die Entscheidung, das Kind zu den Dreharbeiten mitzunehmen, sorgt in den sozialen Netzwerken für teils heftige Reaktionen.
Dabei hatte die Nachricht zunächst vor allem Begeisterung ausgelöst. Ariel, die mit bürgerlichem Namen Valeria heißt und 2003 in Basel geboren wurde, hat sich in den vergangenen Jahren in der Reality-TV-Welt einen festen Platz erarbeitet.

Nutzer-Kommentar zu Ariels Aussage | Quelle: Facebook/Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!
Nach Formaten wie „Love Fool“ (2023), „The 50“ (2024) und „Prominent getrennt – Die Villa der Verflossenen“ (2025), das sie gemeinsam mit ihrem Ex-Partner Giuliano gewann, folgte Anfang 2026 ihr Einzug ins Dschungelcamp. Dort schaffte sie es bis auf Platz sechs und profilierte sich als kämpferische Kandidatin.
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Nun also die nächste große Bühne: die Schweizer Ausgabe der „Bachelorette“. Während viele Fans ihre neue Rolle feiern, entzündet sich Kritik an einem Detail ihrer Planung. Ariel hat angekündigt, ihre im April 2024 geborene Tochter Ileyna Amani mit ans Set zu nehmen. Einige Stimmen werfen ihr vor, Karriere über das Wohl des Kindes zu stellen.

Nutzer-Kommentar zu Ariels Aussage | Quelle: Facebook/Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!
Auf Instagram reagiert Ariel mit klaren Worten. „Ich werde meine Tochter mit zu den Dreharbeiten nehmen und dort auch bewusst Zeit mit ihr verbringen”, schreibt sie zu einem Foto mit ihrer Tochter.
Sie betont, dass die Produktion nicht rund um die Uhr arbeite und ausreichend freie Zeit bleibe. Zudem werde sie von ihrer Familie begleitet, die sie unterstütze. Für sie bedeute die gemeinsame Reise keine Belastung, sondern vielmehr eine „wunderschöne Zeit, vor allem wertvolle Familienzeit”.
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Auch die Abstimmung mit dem Vater des Kindes sei geregelt. Mit ihrem Ex-Partner Giuliano habe sie alles „auf erwachsene, verantwortungsvolle und elterliche Weise abgesprochen“. Auf Instagram verriet sie Medienberichten zufolge:
„Meine Tochter kommt mit mir mit. Das habe ich auf vernünftige Art und Weise mit Giuliano alles geklärt. Ich freue mich auf das Abenteuer“
Das Verhältnis der beiden war in der Vergangenheit von öffentlichen Auseinandersetzungen über Vaterschaft und Sorgerecht geprägt. Umso mehr unterstreicht Ariel nun, dass die aktuelle Entscheidung gemeinsam getragen werde.
Parallel zur Diskussion über ihre Mutterrolle spricht Ariel auch über ihre Erwartungen an die neue Aufgabe. Gegenüber RTL erklärt sie: „Ich weiß genau, was ich in einem Mann suche und was nicht.“ Gleichzeitig zeigt sie sich offen für Überraschungen und betont, dass man nie wisse, wohin die Liebe falle.
Die Dreharbeiten stehen noch bevor, interessierte Männer können sich weiterhin bewerben. Für Ariel beginnt damit ein neues Kapitel – eines, das berufliche Ambitionen und Muttersein miteinander verbinden soll.
Ob die Kritiker verstummen werden, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die 22-Jährige stellt sich der Debatte offen – und verteidigt ihren Weg mit Nachdruck.
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