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CRANS-MONTANA, SCHWEIZ – 3. JANUAR: Trauernde zünden Kerzen an, während die Ermittlungen zu dem tödlichen Brand in der Bar „Le Constellation“ am Silvesterabend am 3. Januar 2026 in Crans-Montana, Schweiz, weitergehen | Quelle: Getty Images
CRANS-MONTANA, SCHWEIZ – 3. JANUAR: Trauernde zünden Kerzen an, während die Ermittlungen zu dem tödlichen Brand in der Bar „Le Constellation“ am Silvesterabend am 3. Januar 2026 in Crans-Montana, Schweiz, weitergehen | Quelle: Getty Images

Alix (16) stirbt bei Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana: Ihre Familie erinnert sich an den Tag, an dem sie erfuhren, dass sie nicht mehr da ist

Tetiana Sukhachova
26. März 2026 - 16:19

Es sollte eine Nacht voller Leichtigkeit werden – der Beginn eines neuen Jahres, gefeiert unter Freunden, mit Musik, Lachen und Hoffnung. Für viele Jugendliche in Crans-Montana wurde der letzte Jahreswechsel jedoch zu einem Ereignis, das alles veränderte.

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Mitten in diese festliche Stimmung hinein ereignete sich eine Katastrophe, deren Ausmaß erst nach und nach sichtbar wurde. Unter den Opfern: die 16-jährige Alix Perroud aus der Region Lausanne.

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/RTL Aktuell

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/RTL Aktuell

Während in der Bar „Le Constellation“ im Untergeschoss gefeiert wurde, entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit ein tödlicher Brand. Ausgelöst wurde das Feuer laut Berichten durch Champagnerfontänen, die die Decke entzündeten. Für viele der Anwesenden gab es kein Entkommen. Insgesamt verloren 41 Menschen ihr Leben, mehr als hundert wurden verletzt.

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Doch die Tragödie spielt sich nicht nur am Ort des Geschehens ab – sie setzt sich fort in den Stunden danach, in den Momenten des Wartens, der Ungewissheit und der wachsenden Angst.

Für die Familie von Alix beginnt dieser Albtraum in den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2026. Während sie den Jahreswechsel zu Hause verbringen, erreicht sie ein Anruf. Alix' Vater erinnert sich: „In der Nacht riefen uns Eltern ihrer Freunde an und wir sind dann direkt hochgefahren“. Eltern von Freunden melden sich, berichten von dem Brand. Die Familie reagiert sofort, fährt los – ohne zu wissen, was sie erwartet.

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Zwei Tage lang hoffen sie, suchen nach Informationen, klammern sich an jede Möglichkeit. Doch schon früh beschleicht sie ein Gefühl, das sich nicht abschütteln lässt. „Wir haben aber sofort das Schlimmste befürchtet. Wir haben es irgendwie gespürt und gewusst“, erinnert sich ihr Vater Daniel Perroud später. Er fügt an:

„Aus unserer Region gibt es um die 20 Tote, weil sie alle in diesem Keller waren“

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Die Gewissheit bringt keine Erleichterung, sondern einen Verlust, der das Leben der Familie nachhaltig verändert. Alix, beschrieben als lebensfrohes, offenes Mädchen, hinterlässt eine Lücke, die nicht zu füllen ist.

Ihr Vater zeichnet das Bild einer Jugendlichen, die von vielen geschätzt wurde – aufmerksam, herzlich und voller Energie. Eine, die ihre Umgebung wahrnahm und auf andere zuging. Dieses Bild steht nun im Kontrast zu einer Realität, die von Trauer geprägt ist.

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Der Alltag der Familie hat sich seitdem grundlegend verändert. Die beiden Schwestern von Alix mussten ihr Studium unterbrechen, um mit der Situation umgehen zu können. Die Familie sucht Halt im gemeinsamen Erinnern, im Zusammenhalt, im bewussten Miteinander.

Ein zentraler Ort der Trauer ist der Friedhof geworden. Dort verbringen sie regelmäßig Zeit, um ihrer verlorenen Tochter und Schwester nahe zu sein. Der Verlust bleibt allgegenwärtig – und doch entsteht daraus auch ein Wunsch, etwas Bleibendes zu schaffen. Daniel Perroud verrät:

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Es ist ein langer Prozess für uns. Wir gehen jeden Tag zu Alix auf den Friedhof und wir alle verbringen einfach viel Zeit zusammen [...] Sie war ein extrem glückliches und fröhliches Kind [...] Sie war immer nur am Lächeln, immer interessiert und zuvorkommend. Sie hat sofort gespürt, wie es einem ging oder wenn etwas nicht stimmte.“

Aus diesem Impuls heraus gründete die Familie eine Stiftung. Sie soll nicht nur an Alix erinnern, sondern auch anderen helfen, die von der Katastrophe betroffen sind. Der Fokus liegt dabei auf konkreter Unterstützung im Alltag – insbesondere dort, wo Hilfe nicht selbstverständlich ist.

„Mit der Stiftung wollen wir unsere Trauer auch ein bisschen umwandeln, indem wir Gutes tun, auch in Gedenken an unsere Tochter“, erklärt Daniel Perroud. Es gehe darum, Betroffenen Perspektiven zu geben und ihnen in schwierigen Situationen beizustehen.

So wird aus einem persönlichen Verlust ein Engagement, das über die eigene Familie hinausreicht. Ein Versuch, aus der Dunkelheit etwas entstehen zu lassen, das anderen Licht bringt.

Doch hinter allem bleibt die Erinnerung an ein junges Leben, das viel zu früh endete – und an eine Nacht, die für immer unauslöschlich bleiben wird.

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