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Sivert Guttorm Bakken aus Norwegen im Ziel nach dem 20-km-Einzelrennen der Männer beim BMW IBU Biathlon-Weltcup Östersund am 3. Dezember 2025 | Quelle: Getty Images
Sivert Guttorm Bakken aus Norwegen im Ziel nach dem 20-km-Einzelrennen der Männer beim BMW IBU Biathlon-Weltcup Östersund am 3. Dezember 2025 | Quelle: Getty Images

Norwegischer Biathlet Sivert Bakken stirbt mit 27 Jahren im Trainingslager – Details

Tetiana Sukhachova
24. Dez. 2025 - 13:44

Sivert Guttorm Bakken, eines der vielversprechendsten Gesichter des norwegischen Biathlons, ist im Alter von nur 27 Jahren gestorben. Die Sport-Welt trauert.

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Es sollte eine Phase der Konzentration und des Aufbaus werden. Hoch oben in den italienischen Bergen bereiteten sich mehrere norwegische Biathleten auf die kommenden Aufgaben der Saison vor. Das Trainingslager galt als wichtiger Schritt in Richtung sportlicher Ziele, die für viele greifbar nah schienen. Doch aus dieser Routine wurde plötzlich ein Moment, der die Biathlon-Welt erschütterte.

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Erst nach und nach wurde das ganze Ausmaß klar: Sivert Guttorm Bakken, eines der vielversprechendsten Gesichter des norwegischen Biathlons, ist im Alter von nur 27 Jahren gestorben. Der norwegische Verband sowie die Internationale Biathlon-Union (IBU) bestätigten die traurige Nachricht.

Bakken kam während eines Trainingslagers in Italien ums Leben – völlig unerwartet und unter Umständen, die zunächst viele Fragen offenließen.

Schnell wurde deutlich, wie tief der Schock saß. Kollegen, Athleten und Fans reagierten fassungslos. IBU-Präsident Olle Dahlin ließ in einer Mitteilung verlauten: „Sein Tod in so jungen Jahren ist unfassbar, aber er wird nicht vergessen werden und für immer in unseren Herzen bleiben.“ Worte, die die Stimmung innerhalb der Biathlon-Familie widerspiegelten.

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Sivert Bakken kein Unbekannter. In der Saison 2021/22 hatte er seinen Durchbruch gefeiert. Mit einem Weltcupsieg am legendären Holmenkollen in Oslo und dem Gewinn der kleinen Kristallkugel im Massenstart hatte er sich endgültig in die internationale Spitze geschoben. Sein Name stand für Mut, Kampfgeist und eine bemerkenswerte mentale Stärke.

Doch der Weg verlief nicht ohne Rückschläge. Nach jener erfolgreichen Saison wurde bei Bakken eine Myokarditis, eine Herzmuskelentzündung, diagnostiziert. Für viele Athleten bedeutet eine solche Diagnose das abrupte Ende aller Träume. Auch Bakken musste eine lange Pause einlegen, begleitet von Unsicherheit und Geduld.

Erst im November 2024 kehrte er auf die internationale Bühne zurück und gewann mehrere Rennen im zweitklassigen IBU-Cup – ein erstes Zeichen, dass er wieder Anschluss gefunden hatte.

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In der laufenden Saison schien sich dieser Eindruck zu bestätigen. Bakken kam seinem großen Ziel, der Qualifikation für die Olympischen Winterspiele, bereits früh sehr nahe. Beim Saisonauftakt im schwedischen Östersund belegte er im Einzel den vierten Platz.

In insgesamt sechs Einzelrennen der noch jungen Saison 2025/26 landete er viermal unter den besten Zehn. Zuletzt war er noch beim Weltcup in Le Grand-Bornand am Start und wurde Fünfter im Sprint. Alles deutete darauf hin, dass sein zweiter sportlicher Anlauf von Erfolg gekrönt sein könnte.

Umso größer ist nun die Erschütterung über die Umstände seines Todes. Nach Angaben des norwegischen Biathlon-Verbandes wurde Sivert Bakken tot in seinem Hotelzimmer in der italienischen Bergstadt Lavazè aufgefunden.

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Die kommissarische Generalsekretärin des Verbandes, Emilie Nordskar, erklärte, man arbeite eng mit den italienischen Behörden zusammen, um die genauen Hintergründe zu klären. Dem Sender NRK sagte sie: „Was wir wissen, ist, dass Sivert tot in seinem Hotelzimmer in der italienischen Bergstadt Lavazè gefunden wurde.“

Bakken hielt sich dort gemeinsam mit weiteren norwegischen Athleten in einem Höhentrainingslager auf, darunter auch Weltcup-Spitzenreiter Johan-Olav Botn. Für Familie, Teamkollegen und Betreuer wurden umgehend psychologische Kriseninterventionsteams bereitgestellt.

Die Reaktionen aus dem Athletenkreis zeigen, welchen Stellenwert Bakken hatte – sportlich wie menschlich. Sturla Holm Laegreid würdigte ihn als Vorbild, das auch in schwierigsten Situationen nie aufgegeben habe.

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Johannes Thingnes Bö sprach von einem der größten Talente, die der norwegische Biathlon je hervorgebracht habe. Besonders bewegend waren auch die Worte des Italieners Tommaso Giacomel, mit dem Bakken nicht nur trainieren, sondern auch Silvester verbringen wollte.

Sivert Bakken hinterlässt mehr als sportliche Erfolge. Sein Comeback nach schwerer Krankheit galt vielen als Symbol für Widerstandskraft und Hoffnung. Nun bleibt die Erinnerung an einen Athleten, dessen Weg viel zu früh endete – und an eine Lücke, die im norwegischen Biathlon nur schwer zu schließen sein wird.

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