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Valerie von Medinger | Quelle: GoFundMe
Valerie von Medinger | Quelle: GoFundMe

Frau aus Lauben: Mutter verschwindet spurlos und hinterlässt nur eine Brieftasche

Nataliia Shubina
29. Aug. 2025 - 14:05

Valerie von Medinger (36), Mutter von zwei kleinen Kindern aus Lauben im Allgäu, verschwand am Abend des 5. August 2025 nach einem Streit mit ihrem Lebensgefährten. Sie fuhr mit ihrem Auto zu ihrem Freizeitgrundstück zwischen Lauben und Erkheim, blieb dort zuletzt am Pferdestall – und tauchte danach nie wieder auf.

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Wenige Tage später wurde ihre Brieftasche auf einem Baumarktparkplatz in Landsberg am Lech gefunden, rund 50 Kilometer entfernt. Die Polizei hat den Fall inzwischen zur Kriminalsache erklärt und eine Ermittlungsgruppe „Koppel“ eingesetzt. Trotz großangelegter Suchaktionen fehlt weiterhin jede Spur von ihr. Eine Spendenkampagne sammelt inzwischen Geld für die Versorgung ihrer Kinder.

Schwer bewaffnete deutsche Polizei | Quelle: Getty Images

Schwer bewaffnete deutsche Polizei | Quelle: Getty Images

Am 5. August kam es in Lauben zu einem Streit im Einfamilienhaus der Familie. Kurz darauf verließ Valerie das Haus, stieg in ihren Mercedes und fuhr davon. Zurück blieben ihr Lebensgefährte, die frisch getaufte Tochter und ihr achtjähriger Sohn. Zwei Tage später, am 7. August, meldete die Familie die 36-Jährige als vermisst.

Ermittler konnten rekonstruieren, dass sie noch an ihrem Pferdestall bei Erkheim war, wo sie ihr Auto abstellte. Polizeihunde folgten ihrer Spur bis auf die Straße, dann brach sie abrupt ab. Die Polizei geht davon aus, dass sie in ein anderes Fahrzeug gestiegen sein könnte.

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Am 9. August tauchte ihr Geldbeutel auf einem Parkplatz eines Baumarkts in Landsberg am Lech auf. Ob Valerie selbst dort war oder ob der Fundort bewusst gewählt wurde, ist unklar. Ihr Chef, Christoph Hinterseher, erklärte: „Das passt nicht zu ihr.“ Er glaubt nicht daran, dass Valerie freiwillig verschwunden ist. Angesichts dieser Umstände übernahm die Kriminalpolizei den Fall und schließt ein Gewaltverbrechen nicht aus.

Zwei Polizeibeamte stehen vor der Weill-Synagoge | Quelle: Getty Images

Zwei Polizeibeamte stehen vor der Weill-Synagoge | Quelle: Getty Images

Am 26. August fand im Raum Lauben eine großangelegte Suchaktion statt. Rund 50 Polizeibeamte durchkämmten mit Unterstützung einer Drohnenstaffel Freiflächen, Pferdekoppeln, Waldstücke und mehrere landwirtschaftliche Gebäude. Doch trotz des erheblichen Aufgebots blieb die intensive Suche ohne Erfolg. Von Valerie fehlt weiterhin jede Spur. Die Polizei betont, dass die Ermittlungen in alle Richtungen weiterlaufen.

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  • August 5: Nach einem Streit mit ihrem Partner verließ Valerie das Haus und fuhr zu ihrem Grundstück zwischen Lauben und Erkheim. Am Abend, gegen 21:30 Uhr, war ihr letzter Kontakt zu Angehörigen.
  • August 7: Sie wurde offiziell als vermisst gemeldet. Ihr Mercedes stand am Pferdestall bei Erkheim. Spürhunde verfolgten die Fährte bis auf die Straße, dann brach sie ab.
  • August 9: Ihre Brieftasche wurde auf einem Baumarktparkplatz in Landsberg am Lech entdeckt, etwa 50 Kilometer entfernt. Unklar ist, ob Valerie selbst dort war oder ob der Geldbeutel gezielt abgelegt wurde.
  • August 26: Eine großangelegte Suchaktion mit rund 50 Polizisten, Hunden und Drohnen blieb erfolglos. Von Valerie fehlt jede Spur.
Polizeibeamte arbeiten am Tatort | Quelle: Getty Images

Polizeibeamte arbeiten am Tatort | Quelle: Getty Images

Während die Behörden ermitteln, versucht die Familie, den Kindern Stabilität zu geben. Auf der Plattform GoFundMe wurde eine Kampagne mit dem Titel „Hilfe für die Kinder der seit 05.08.25 vermissten Valerie“ gestartet. Dort heißt es:

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„Seit dem 5. August 2025 steht unsere Welt still. An diesem Tag ist Valerie (36), Mutter von zwei kleinen Kindern, spurlos verschwunden. … Während die Kriminalpolizei ermittelt und unzählige Helfer bei Suchaktionen mit Helikoptern, Drohnen und Spürhunden im Einsatz waren, versuchen wir als Familie, den Alltag für die beiden kleinen Kinder so normal und sicher wie möglich zu gestalten.“

In den Kommentarspalten im Netz zeigen sich viele Menschen betroffen. Zahlreiche Nutzer sprechen den Kindern und Angehörigen Mut zu. Doch es gibt auch skeptische Stimmen. „An der ganzen Geschichte ist irgendwie alles faul“, schrieb ein Kommentator. Ein anderer kommentierte: „Ich habe leider ein ganz schlechtes Gefühl.“ Zwischen Mitgefühl und Misstrauen zeigt sich, wie sehr der Fall die Öffentlichkeit bewegt.

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