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Marisa Burger | Quelle: Getty Images
Marisa Burger | Quelle: Getty Images

Marisa Burger verrät, warum sie „Rosenheim-Cops“ nach 25 Jahren verlassen hat

Nataliia Shubina
08. Apr. 2026 - 13:56

Marisa Burger gehörte über viele Jahre zu den prägenden Gesichtern des deutschen Vorabendfernsehens. Als Miriam Stockl wurde sie für viele Zuschauerinnen und Zuschauer zur festen Größe bei den „Rosenheim-Cops“, einer Serie, die im ZDF längst Kultstatus erreicht hat und deren Figuren über Jahrzehnte hinweg ein vertrautes Publikum gefunden haben.

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Dass ausgerechnet eine der beliebtesten Darstellerinnen nun nach fast 25 Jahren einen Schlussstrich zieht, markiert deshalb einen Einschnitt, der über einen gewöhnlichen Serienabschied hinausgeht.

Marisa Burger während der NDR-Talkshow in den NDR-Studios am 20. Oktober 2023 in Hamburg | Quelle: Getty Images

Marisa Burger während der NDR-Talkshow in den NDR-Studios am 20. Oktober 2023 in Hamburg | Quelle: Getty Images

Die Schauspielerin war seit den frühen Jahren eng mit dem Format verbunden und verkörperte eine Rolle, die weit mehr war als bloße Nebenfigur. Ihr Auftritt, ihre Wiedererkennbarkeit und ihre Präsenz im Rosenheimer Revier machten sie für viele Fans zu einer Art guter Seele der Serie. Gerade weil diese Konstanz in der Fernsehlandschaft selten geworden ist, wirkt ihr Abschied wie das Ende einer langen, eingespielten Ära.

Umso aufmerksamer wird nun verfolgt, welchen Weg Marisa Burger nach dem Ende dieser TV-Bindung einschlägt. Denn mit dem Ausstieg aus einer erfolgreichen, über Jahre sicheren Serienrolle ist stets auch die Frage verbunden, ob dahinter äußere Umstände stehen oder eine bewusste persönliche Entscheidung. Bei Burger scheint die Antwort inzwischen klarer denn je auszufallen.

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30. Oktober 2019, Bayern, München: Die Schauspielerin Marisa Burger. Burger wurde vom Friedensprojekt „Fernwehpark“ mit „Signs of Fame“ ausgezeichnet. | Quelle: Getty Images

30. Oktober 2019, Bayern, München: Die Schauspielerin Marisa Burger. Burger wurde vom Friedensprojekt „Fernwehpark“ mit „Signs of Fame“ ausgezeichnet. | Quelle: Getty Images

Schon in den ersten Reaktionen nach ihrem Abschied war spürbar, dass sie diesen Schritt nicht leichtfertig gegangen ist. Der Verzicht auf eine feste Rolle mit stabiler Präsenz und verlässlicher beruflicher Sicherheit gilt in der Schauspielbranche keineswegs als selbstverständlich, zumal jenseits der 50 viele Karriereschritte oft besonders genau abgewogen werden.

14. Oktober 2023, Bayern, München: Karin Thaler (v. l. n. r.), Max Müller und Marisa Burger bei einem Fotoshooting für die Fernsehserie „Rosenheim Cops“ auf dem Gelände der Bavaria Film. | Quelle: Getty Images

14. Oktober 2023, Bayern, München: Karin Thaler (v. l. n. r.), Max Müller und Marisa Burger bei einem Fotoshooting für die Fernsehserie „Rosenheim Cops“ auf dem Gelände der Bavaria Film. | Quelle: Getty Images

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Gerade deshalb rückt nun weniger das Ende bei den „Rosenheim-Cops“ in den Mittelpunkt als die Frage, was Marisa Burger selbst mit diesem Neuanfang verbindet.

Denn der Abschied war nach allem, was sie inzwischen darüber sagt, kein erzwungener Bruch, sondern eine Entscheidung aus eigenem Antrieb. Burger machte deutlich, dass sie sich bewusst aus einem vertrauten und eingespielten Umfeld lösen wollte, um noch einmal etwas Neues zu wagen. Nicht Stillstand, sondern Bewegung scheint der Gedanke gewesen zu sein, der hinter diesem Schritt stand.

Marisa Burger und Leander Lichti bei der Presseprobe zu „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus am 25. Februar 2026 in Hamburg. | Quelle: Getty Images

Marisa Burger und Leander Lichti bei der Presseprobe zu „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus am 25. Februar 2026 in Hamburg. | Quelle: Getty Images

Im Gespräch über ihren Ausstieg benennt sie genau dieses Motiv ungewöhnlich offen. "Aber ich hatte Lust auf Veränderung. Ich glaube, so geht es vielen Frauen in meinem Alter". Damit rückt sie ihren Abschied nicht in die Nähe eines bloßen Karrierewechsels, sondern verbindet ihn mit einer Haltung, die auch über ihre persönliche Situation hinausweist.

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Leander Lichti, Marisa Burger und Jan Sosniok bei der Presseprobe zu „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus am 25. Februar 2026 in Hamburg. | Quelle: Getty Images

Leander Lichti, Marisa Burger und Jan Sosniok bei der Presseprobe zu „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus am 25. Februar 2026 in Hamburg. | Quelle: Getty Images

Zugleich betont Marisa Burger, dass der Schritt ganz bewusst von ihr selbst ausging und eng mit dem Wunsch verbunden war, gewohnte Strukturen hinter sich zu lassen. Bereits an anderer Stelle erklärte sie, sie habe ihre Komfortzone verlassen wollen und wolle sich nicht einreden lassen, dass für mutige Entscheidungen mit über 50 der richtige Zeitpunkt vorbei sei.

Gerade diese Haltung macht ihren Abschied bei den „Rosenheim-Cops“ zu einer Geschichte über Selbstbestimmung und Aufbruch statt über Unsicherheit oder Rückzug.

Leander Lichti, Jan Sosniok, Henrike Fehrs und Marisa Burger bei der Presseprobe zu „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus am 25. Februar 2026 in Hamburg | Quelle: Getty Images

Leander Lichti, Jan Sosniok, Henrike Fehrs und Marisa Burger bei der Presseprobe zu „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus am 25. Februar 2026 in Hamburg | Quelle: Getty Images

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Bevor sie diesen Weg endgültig einschlug, suchte sie den Austausch im engsten privaten Umfeld. "Ich habe sehr lange mit meinem Ehemann darüber gesprochen", sagte Burger über die Zeit vor der Entscheidung.

Dass sie dabei Rückhalt von ihrem Mann Werner Müller bekam, dürfte den Schritt zusätzlich erleichtert haben, denn der Ausstieg bedeutete eben nicht nur einen Rollenwechsel, sondern die Aufgabe eines über Jahre verlässlichen beruflichen Fundaments.

Leander Lichti und Marisa Burger bei der Presseprobe zu „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus am 25. Februar 2026 in Hamburg | Quelle: Getty Images

Leander Lichti und Marisa Burger bei der Presseprobe zu „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus am 25. Februar 2026 in Hamburg | Quelle: Getty Images

Inzwischen hat dieser Neuanfang längst konkrete Form angenommen, und genau darin liegt der zweite entscheidende Teil ihrer Entscheidung. Marisa Burger ist nicht einfach aus der Serie ausgestiegen, um Abstand vom Beruf zu gewinnen, sondern um zu einer alten künstlerischen Leidenschaft zurückzukehren: dem Theater.

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Der Wechsel auf die Bühne führt sie nach Hamburg, wo sie nun im Stück „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ spielt und damit bewusst einen anderen künstlerischen Rhythmus annimmt als im fest eingespielten Fernsehbetrieb.

Jan Sosniok und Marisa Burger bei der Presseprobe zu „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus am 25. Februar 2026 in Hamburg. | Quelle: Getty Images

Jan Sosniok und Marisa Burger bei der Presseprobe zu „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus am 25. Februar 2026 in Hamburg. | Quelle: Getty Images

Dass dieser Neustart für sie mit echter Aufregung verbunden ist, verschweigt sie nicht. "Ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt wie bei der Premiere", sagte die 52-Jährige über ihre Rückkehr auf die Theaterbühne. Gerade dieser Satz zeigt, dass der Wechsel für sie nicht nur ein beruflicher Schritt ist, sondern auch eine Rückkehr zu jener unmittelbaren Form des Spielens, die im Theater mit größerem Risiko, aber auch mit neuer Energie verbunden ist.

Heute spricht vieles dafür, dass Marisa Burger ihren Abschied nicht bereut. "Es war die richtige Entscheidung." Mit diesem Satz zieht sie selbst eine klare Bilanz über den Ausstieg bei den „Rosenheim-Cops“ und den Wechsel in einen neuen beruflichen Abschnitt. Nach fast 25 Jahren verlässt sie damit zwar eine ihrer bekanntesten Rollen, doch der Fokus liegt nun klar auf dem, was sie selbst daraus gemacht hat: ein selbst gewählter Aufbruch, getragen von dem Wunsch nach Veränderung und der Rückkehr zum Theater.

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