
Katy Karrenbauer | Quelle: Getty Images
„Gott war nicht gnädig": Katy Karrenbauer verbringt elf Tage allein mit ihrer sterbenden Mutter – ihr berührender Abschied
Mit Worten, die unter die Haut gehen, nimmt eine bekannte Schauspielerin Abschied von dem Menschen, der ihr am nächsten stand. Was sie über die letzten gemeinsamen Tage schreibt, lässt niemanden unberührt.
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Katy Karrenbauer trauert. Die Schauspielerin hat ihre Mutter Erika verloren, die nach schwerer Krankheit im Alter von 90 Jahren gestorben ist.

Katy Karrenbauer beim RTL-Sommerfest „Aussichtsreich“ bei RTL News am 8. Juli 2026 in Berlin, Deutschland | Quelle: Getty Images
Auf Instagram verabschiedete sich die durch die Serie „Hinter Gittern" bekannt gewordene Darstellerin mit einem langen, zutiefst persönlichen Text von der Verstorbenen.
Sie nannte ihre Mutter ihr „kleines Mütterchen", ihre beste Freundin und engste Vertraute – den einzigen Menschen, der sie bedingungslos geliebt habe.
In bewegenden Zeilen erinnerte sich Karrenbauer an gemeinsame Ausflüge und Fahrten im Cabrio. Sie würdigte ihre Mutter als herrlich unkompliziert und bescheiden.
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Katy Karrenbauer attends the Produzentenallianz summer party at Tipi am Kanzleramt on 7 July 2026 in Berlin, Germany. | Source: Getty Images
Doch der Abschied verlief alles andere als friedlich. Und genau darüber fand die 63-Jährige schonungslos offene Worte.
Ihre Mutter, so schrieb sie, hätte einen leichten letzten Weg verdient. Die Realität aber sah anders aus.
Auf Instagram hielt Karrenbauer fest:
„Du warst liebenswert und zart und hättest einen leichten, letzten Weg verdient. Deiner aber war unfassbar schwer und Gott war nicht gnädig, auch nicht, als ich ihn anflehte, dich zu sich zu nehmen, weil ich dein Leid kaum noch ertragen konnte."
Diese Worte machen deutlich, wie sehr die Schauspielerin mit dem langen Leiden ihrer Mutter gerungen hat.
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Karrenbauer besucht am 1. März 2026 im Zoo Palast in Berlin die Sondervorführung von „Hoppers“. | Quelle: Getty Images
Wie eng sich Mutter und Tochter in dieser Zeit waren, zeigt eine weitere Passage. Die letzten elf Tage verbrachte Karrenbauer fast ununterbrochen allein mit ihrer Mutter.
Sie habe bis zuletzt an ihrem Bett gewacht und auf sie aufgepasst. Über diesen letzten gemeinsamen Weg schrieb sie Zeilen, die viele Menschen tief berühren.
Ihre Mutter habe ihr das Leben geschenkt, ihren ersten Atemzug. Ihr Geschenk zurück sei gewesen, deren letzten Atemzug zu begleiten und zu ertragen.

Premiere des Musicals „Tarzan“ in Hamburg am 20. November 2025, Hamburg: Die Schauspielerin Katy Karrenbauer besucht die Premiere des Musicals „Tarzan“. | Quelle: Getty Images
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In ihrem Beitrag dankte Karrenbauer zudem ihrer Schwester, die ihr den Rücken freigehalten habe, sowie den Ärzten und Pflegekräften.
Zum Schluss richtete sie sich noch einmal direkt an ihre Mutter – mit Worten, die den ganzen Schmerz des Abschieds einfangen.
„Gute Reise, meine kleine Mama, jetzt wirst du mir nie mehr zuwinken. Davor habe ich mich am meisten im Leben gefürchtet. Danke für alles", schloss sie ihren Text.
Doch dabei beließ es Katy Karrenbauer nicht.
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Weil das Leben ihrer Mutter so lang und reich gewesen sei, schob die 63-Jährige einen zweiten Beitrag nach. Denn aus der Familie war ihr offenbar vorgeworfen worden, ihre Mutter zu sehr in die sozialen Medien zu „zerren".
Diesem Vorwurf trat sie entschieden entgegen. „Wer wird denn von dir erzählen, wenn nicht ich?", hielt Karrenbauer dagegen.
In ihrem zweiten Post erinnerte sie sich an einen besonders bewegenden Moment – rund drei Wochen vor dem Tod ihrer Mutter.
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„Heute Nacht dachte ich, ich muss den Löffel abgeben", habe die Mutter damals zu ihr gesagt. Dann habe sie ein paar Namen genannt und erklärt: „Sie können doch alle nichts mehr mit mir anfangen. Und ganz ehrlich, da kommt doch jetzt nichts mehr."
Kurz darauf habe die Verstorbene die Nahrungsaufnahme eingestellt. Nur eine Woche vor ihrem Tod habe sie noch vier Stücke ihrer Lieblingsschokolade gegessen.
Es sind kleine, private Details, die den Verlust umso greifbarer machen.
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Für Katy Karrenbauer ist es bereits der zweite schwere Abschied innerhalb kurzer Zeit. Erst vor gut einem Jahr war ihr Vater Dieter im Alter von 93 Jahren gestorben.
Zu ihm hatte sie nach jahrzehntelanger Funkstille erst spät wieder Kontakt gefunden – und ihn in seinen letzten Jahren zu sich genommen und gepflegt.
Nun bleibt ihr die Erinnerung an ihr „kleines Mütterchen" – und das Lächeln, das sie, wie sie schreibt, durchs Leben begleiten wird, bis auch ihre eigene Zeit gekommen ist.
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