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Stefano Zarella | Quelle: Getty Images
Stefano Zarella | Quelle: Getty Images

„Ich versuche damit zu leben“: Stefano Zarrella kämpft mit dieser chronischen Krankheit

Nataliia Shubina
11. Feb. 2026 - 15:54

Wenn Stefano Zarrella aktuell über das Tanzparkett von „Let’s Dance“ schwebt, sehen die Zuschauer vor allem eines: Disziplin, Lebensfreude und Ehrgeiz. Woche für Woche trainiert der Influencer und Food-Creator stundenlang, feilt an Schritten, Haltung und Ausdruck.

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Der 33-Jährige wirkt energiegeladen, fokussiert – und durchweg positiv. Doch hinter den Kulissen begleitet ihn seit vielen Jahren eine gesundheitliche Belastung, über die er heute offen spricht.

Stefano Zarrella nimmt am 14. Januar 2026 in Berlin am NBA TIP-OFF Dinner im Axel Springer Hochhaus teil. | Quelle: Getty Images

Stefano Zarrella nimmt am 14. Januar 2026 in Berlin am NBA TIP-OFF Dinner im Axel Springer Hochhaus teil. | Quelle: Getty Images

Schon seit seiner Kindheit lebt Stefano Zarrella mit einer chronischen Hautkrankheit: Neurodermitis. Eine Erkrankung, die in Schüben verläuft, mit starkem Juckreiz, entzündeter Haut und sichtbaren Ekzemen einhergehen kann.

Gerade in stressigen Lebensphasen oder bei körperlicher Belastung verschlimmern sich die Symptome häufig – ein Umstand, der besonders während seiner Teilnahme an der Tanzshow spürbar wurde.

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Im Interview sprach Zarrella offen über den langen Weg mit der Diagnose. „Ich habe das, seitdem ich fünf oder sechs bin“, sagte er dem „Express“, „mal mehr, mal weniger“. Was nüchtern klingt, bedeutet im Alltag eine dauerhafte Herausforderung.

Aktuell, so berichtete er, sei die Krankheit vor allem an den Schienbeinen stark ausgeprägt. Schmerzen verursache das zwar nicht, doch durch intensives Training, Schwitzen und Reibung könne der Juckreiz zunehmen.

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Trotzdem versucht der Influencer, einen bewussten Umgang damit zu finden. „Es ist ein Teil von mir und ich versuche damit zu leben.“ Ein Satz, der zeigt, wie sehr die Erkrankung inzwischen zu seiner Identität gehört – nicht als Makel, sondern als Realität, mit der er gelernt hat umzugehen.

Besonders kurz vor seiner Teilnahme an „Let’s Dance“ erlitt Zarrella einen heftigen Schub. In seiner Instagram-Story berichtete er von roten, juckenden Pusteln am Oberkörper – so stark wie nie zuvor. Die Sorge über mögliche Folgen schwang dabei mit:

„Habe nur Angst, dass es langfristig auf die Gelenke geht, dann wird es ein Problem. Aber ich bekomme das schon irgendwie hin.“

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Dass er heute so offen darüber spricht, war nicht immer selbstverständlich. In seiner Jugend litt Zarrella besonders unter der sichtbaren Hauterkrankung. Scham, Unsicherheit und Selbstzweifel prägten diese Zeit. Rückblickend fand er dafür sehr ehrliche Worte:

„Ich habe mich selbst nicht geliebt.“

Vor allem Situationen, in denen sein Körper im Mittelpunkt stand, mied er. Der Schwimmunterricht oder Sportvereine wurden zur emotionalen Belastung. „Vor allem habe er sich nicht getraut mit anderen Jungs nach dem Sport zu duschen. ‚Die Frage, ‚was hast du da?‘, habe ich über alles gehasst‘“, erinnerte er sich. Blicke, Nachfragen oder Kommentare trafen ihn tief – Erfahrungen, die viele Betroffene chronischer Hautkrankheiten teilen.

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Mit den Jahren wandelte sich jedoch seine Perspektive. Heute geht Zarrella offensiver mit der Diagnose um, spricht öffentlich darüber und möchte anderen Mut machen. Auch beruflich hat er sich längst aus dem Schatten seines berühmten Bruders gelöst.

Während er früher zeitweise hinter den Kulissen arbeitete, baute er sich während der Corona-Zeit eine eigene Karriere als Food-Influencer auf. Millionen Menschen folgen inzwischen seinen Kochvideos und Lifestyle-Einblicken.

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Parallel dazu stellte er sich mit „Let’s Dance“ einer völlig neuen Herausforderung. Der Wechsel von der Küche auf die große TV-Bühne bedeutete nicht nur körperliche Höchstleistung, sondern auch mentale Stärke – gerade mit Blick auf seine Haut.

Stress gilt als einer der größten Neurodermitis-Trigger. Entsprechend bewusst achtet Zarrella heute auf Ausgleich, Pflege und Behandlung, etwa durch Salben oder entzündungshemmende Cremes.

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Unterstützung erhält er dabei aus seinem engsten Umfeld, insbesondere aus der Familie. Der Rückhalt hilft ihm, auch schwierige Phasen durchzustehen und sich nicht über die Krankheit zu definieren. Stattdessen steht für ihn im Vordergrund, Lebensfreude zu vermitteln – trotz Einschränkungen.

Seine Offenheit kommt auch bei Fans gut an. Viele schätzen, dass er nicht nur perfekte Social-Media-Momente zeigt, sondern auch verletzliche Seiten. Indem er über Neurodermitis spricht, trägt er zur Enttabuisierung sichtbarer Hautkrankheiten bei.

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Heute wirkt Stefano Zarrella gefestigt. Die Krankheit ist geblieben – doch sein Umgang damit hat sich verändert. Zwischen Tanztraining, Kameraauftritten und Social Media bleibt die Hauterkrankung ein täglicher Begleiter. Aber einer, der ihn nicht mehr definiert. Oder, wie er selbst sagt: „Es ist ein Teil von mir und ich versuche damit zu leben.“

Wie belastend chronische Erkrankungen sein können, zeigt sich auch am Beispiel von Hubert Fella. Wie bereits berichtet:

Als Hubert Fella 2026 ins australische Dschungelcamp einzieht, fällt vielen Zuschauerinnen und Zuschauern schon in den ersten Minuten ein Detail auf: Am linken Oberarm trägt der 58-Jährige einen weißen Verband – wie ein Armband, das er selbst unter dem Camp-Outfit nicht ablegt.

Sofort wird spekuliert: Hat er sich verletzt? War eine Dschungelprüfung schuld? Doch hinter der Bandage steckt keine frische Wunde und auch kein „kleiner Kratzer“, sondern eine Realität, die Hubert seit Jahrzehnten begleitet – und die im Busch sogar noch wichtiger wird als im Alltag: seine Diabetes-Erkrankung.

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Hubert Fella lebt seit über 40 Jahren mit Diabetes Typ 1. Die Diagnose kam früh, sie prägt seinen Alltag bis heute – ganz unabhängig davon, ob er gerade vor Kameras steht oder im Privatleben unterwegs ist. Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper kein eigenes Insulin mehr produzieren kann.

Das bedeutet: regelmäßige Kontrolle, genaue Einschätzung von Essen und Belastung, und schnelle Reaktion, wenn Werte kippen. Gerade im Dschungelcamp, wo wenig Schlaf, Stress, Hitze, ungewohnte Nahrung und körperliche Prüfungen zusammenkommen, kann das zur echten Herausforderung werden.

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Und genau deshalb trägt Hubert im Camp dieses „Armband“ – auch wenn es technisch gesehen mehr ist als Schmuck. Unter dem Verband sitzt ein Messgerät, das seinen Blutzucker kontinuierlich überwacht. Der Verband schützt es vor Schmutz, Stößen und Feuchtigkeit.

Laut RTL ist die Bandage also vor allem eine Schutzmaßnahme – damit das Gerät zuverlässig funktioniert und Hubert jederzeit sicher kontrolliert werden kann. Das Produktionsteam muss sorgfältig darauf achten, dass das Gerät unbeschädigt bleibt. Denn wenn der Sensor ausfällt oder verrutscht, fehlt eine zentrale Gesundheitskontrolle – und im Dschungel ist die nächste Arztpraxis nicht um die Ecke.

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Dass Hubert mit dem Thema offen umgeht, ist kein Zufall. Er spricht seit Jahren öffentlich über seine Erkrankung und versucht, Betroffenen Mut zu machen – ohne die Krankheit zu verharmlosen. Schon 2024 schrieb er auf Social Media:

„40 Jahre mit Diabetes und trotzdem voller Lebensfreude! Ein Weg voller Herausforderungen, Höhen und Tiefen, aber auch voller Stärke und Gesundheit“.

In derselben Haltung tritt er nun auch im Camp auf: nicht als jemand, der Mitleid möchte, sondern als jemand, der zeigen will, dass chronische Erkrankung und Lebensfreude zusammengehen können – wenn man Verantwortung übernimmt und die Signale des Körpers ernst nimmt.

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Gleichzeitig ist Hubert eben auch Hubert: direkt, impulsiv, manchmal ungeduldig. Im RTL-Vorstellvideo warnt er sogar selbst davor, wie schnell seine Stimmung kippen kann. Ein Satz bleibt hängen – weil er so ehrlich ist und im Dschungel schnell zum Problem werden könnte:

„Wenn ich hungrig bin, dann wirst du mich böse erleben, das sag’ ich dir.“

Wer Diabetes managen muss, weiß: Hunger, Stress und Unterzuckerungen können den Körper zusätzlich belasten. Im Camp wird es deshalb nicht nur um Entertainment gehen, sondern auch um Struktur, Disziplin und Aufmerksamkeit – damit Hubert nicht in gefährliche Situationen gerät.

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Dass er überhaupt dabei ist, hat für ihn außerdem eine besondere Bedeutung. Mit dem Format verbindet er private Erinnerungen: 2018 machte er seinem langjährigen Partner Matthias Mangiapane im Umfeld des Dschungelcamps einen Antrag – später folgte die Hochzeit. Heute ist Hubert selbst Kandidat und tritt damit aus dem Schatten seines Mannes heraus. Für ihn ist die Teilnahme mehr als eine TV-Station:

„Der Dschungel ist ein Ritterschlag. Mehr kannst du nicht erreichen!“

Dieser Satz erklärt, warum er trotz Risiko, Strapazen und öffentlicher Beobachtung antritt.

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Hubert Fellas Verband ist damit nicht einfach ein Accessoire und auch nicht nur ein „Camp-Gimmick“. Er ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass im Dschungel nicht alle mit denselben Voraussetzungen starten.

Und er erinnert daran, dass hinter Reality-TV-Figuren echte Biografien stehen – manchmal mit einer Diagnose, die man nicht ablegen kann. Hubert will trotzdem liefern: laut, emotional, ehrgeizig – aber eben auch mit einem kleinen Gerät am Arm, das im Zweifel wichtiger ist als jedes Luxusitem.

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