
„Vor 25 Jahren begann die längste Nacht meines Lebens": Dagmar Wöhrl teilt herzzerreißendes Foto mit ihrem Sohn, der mit 12 Jahren starb
Es gibt Tage, die eine Mutter nie vergisst – selbst nach einem Vierteljahrhundert nicht. Für Unternehmerin und „Höhle der Löwen"-Investorin Dagmar Wöhrl (72) ist es der 1. Juli. An diesem Tag verlor sie vor 25 Jahren ihren Sohn Emanuel.
Nun hat sie mit einem sehr persönlichen Instagram-Beitrag an ihn erinnert. Das Foto und ihre Worte zeigen, wie präsent der Verlust bis heute für sie geblieben ist.

Dagmar Wöhrl auf dem Balkon des Käfer-Zelts beim Oktoberfest, München, 21. September 2025. | Quelle: Getty Images
„Die längste Nacht meines Lebens"
Zu dem Schwarz-Weiß-Foto, das sie gemeinsam mit ihrem Sohn zeigt, schreibt Dagmar Wöhrl: „Vor 25 Jahren begann die längste Nacht meines Lebens..."
Wie tief der Verlust bis heute reicht, macht der Beitrag deutlich. „Damals konnte ich mir nicht vorstellen, dass ein einziger Moment ein ganzes Leben in ein Davor und ein Danach teilen kann", so Wöhrl weiter.
Es ist nicht das erste Mal, dass Dagmar Wöhrl öffentlich an ihren Sohn erinnert. Bereits in einer Weihnachtsausgabe von „Die Höhle der Löwen" hatte sie mit zitternder Stimme über den Verlust gesprochen:
„Für mich ist Weihnachten nicht so schön wie früher. Wenn plötzlich ein Kind nicht mehr da ist – das kann man sich nicht vorstellen.“
Erinnerungen, die einfach nicht verblassen
Manche Erinnerungen seien über die Jahre unverändert klar geblieben, schreibt Wöhrl:
„Ein Blick von Dir. Ein typisch frecher Satz von Dir. Dein Lachen aus einem anderen Raum."
Den zeitlichen Abstand fasst die Investorin dabei in nüchterne Zahlen: „25 Jahre. 300 Monate. 9.131 Tage."
Bereits 2023 hatte Wöhrl auch auf Instagram geschrieben:
„Warum schmerzt es noch immer so sehr? Warum fühlt es sich auch heute noch so an, als würde mein Herz in tausend Stücke zerreißen?"
„Mir fehlt einfach nur mein Sohn"
Für Wöhrl geht es dabei nicht um den Erwachsenen, der Emanuel heute sein könnte:
„Mir fehlt nicht der junge Mann, der Du heute wärst. Mir fehlt einfach nur mein Sohn. Mein Bub."
Dass das Leben weitergegangen ist, verschweigt sie dabei nicht – ebenso wenig, was bleibt:
„Ja, man lernt weiterzugehen. Man funktioniert. Man lacht wieder. Man lebt weiter. Aber irgendwo bleibt diese eine Stelle im Herzen für immer unberührt."

Dagmar Wöhrl bei der Verleihung 'Die Macherinnen des Jahres 2020', Hamburg, 14. Dezember 2020. | Quelle: Getty Images
Nach dem Tod ihres Sohnes konnte Wöhrl viele Jahre lang die Weihnachtszeit nicht mehr in Deutschland verbringen. Stattdessen reiste die Familie regelmäßig nach Sri Lanka – ein Ort, der auch für Emanuel eine besondere Bedeutung gehabt habe.
Der Tag, der alles veränderte
Im Sommer 2001 verlor Dagmar Wöhrl ihren Sohn Emanuel bei einem tragischen Unglück in der Familienvilla in Nürnberg – er war gerade einmal zwölf Jahre alt. Der Junge kletterte auf das schräge Dach des Hauses, verlor dabei das Gleichgewicht und stürzte etwa sechs Meter in die Tiefe. Die dabei erlittenen inneren Verletzungen waren so schwer, dass er trotz sofortiger Rettungsversuche wenig später im Krankenhaus starb.
Als sich der Unfall ereignete, waren neben Dagmar Wöhrl auch ihr Ehemann, der Textilunternehmer Hans Rudolf Wöhrl, sowie der ältere Bruder des Jungen im Haus anwesend.
„In jedem Herzschlag"
Ihre Zeilen auf Instagram schließt Wöhrl mit einer direkten Ansprache an ihren Sohn:
„Ich trage Dich durch mein Leben, Manu. In jedem Herzschlag."
Ihre Trauer hat Wöhrl im Lauf der Jahre auch in Engagement verwandelt: Gemeinsam mit ihrer Familie rief sie die Emanuel-Wöhrl-Stiftung ins Leben, die sich für Kinder und Jugendliche einsetzt.
