
Hamburger Schlagersänger Peter Sebastian in seinem eigenen Büro angegriffen – schockierendes Foto
Ein ganz normaler Arbeitstag endete für Peter Sebastian in einem Albtraum. Der 68-jährige Popsänger und Schlagerstar wurde am Montagnachmittag in seinem eigenen Büro in Hamburg brutal angegriffen, niedergeschlagen und mit einem Messer bedroht.
Die Tat ereignete sich mitten am Tag im Stadtteil Harburg – an einem Ort, an dem sich Sebastian eigentlich sicher fühlte: in den Räumen seiner eigenen Plattenfirma „Toi Toi Toi Records“.
Noch Stunden nach dem Überfall sitzt der Musiker sichtlich gezeichnet in seinem Büro. Blutunterlaufene Augen, Hämatome im Gesicht und eine Platzwunde auf dem Nasenrücken zeugen von der Gewalt, die er erlebt hat. Emotional ist der Angriff für ihn kaum zu verarbeiten.
„Ich bin noch total konfus, habe Heulkrämpfe“, sagte Sebastian kurz nach der Tat. Dass ausgerechnet er Opfer eines solchen Übergriffs wurde, kann er selbst kaum fassen. Der Sänger ist nicht nur seit Jahrzehnten in der Musikszene bekannt, sondern auch Ehrenkommissar der Hamburger Polizei.
Der Angriff geschah gegen 15 Uhr. Peter Sebastian wartete auf eine Freundin, mit der er berufliche Projekte besprechen wollte. Deshalb war die Tür zu seinem Büro lediglich angelehnt. Statt der erwarteten Besucherin stand plötzlich ein fremder Mann im Raum.
Der Täter war maskiert, groß, muskulös – und handelte ohne jede Vorwarnung. Sebastian berichtet, der Mann habe sofort zugeschlagen, ihn ins Gesicht getroffen und zu Boden geworfen.
Besonders beängstigend waren die Worte, mit denen der Angreifer drohte. „Hände auf den Rücken oder ich stech dich ab!“, soll er gesagt haben. Dabei hielt er ein Messer in der Hand und hatte zudem Kabelbinder dabei, offenbar mit dem Ziel, den Musiker zu fesseln. In dem Handgemenge zerbrach Sebastians Brille, sein Gesicht wurde durch Schläge und Kratzer verletzt. Für den 68-Jährigen muss es ein Moment purer Angst gewesen sein.
Dass der Überfall nicht noch schlimmer endete, verdankt Peter Sebastian offenbar einem glücklichen Zufall. Genau in diesem Moment traf die Freundin ein, auf die er gewartet hatte. Sie bemerkte die bedrohliche Situation und rief laut um Hilfe. Der Täter ließ daraufhin von seinem Opfer ab. „Das war mein Glück“, sagt Sebastian rückblickend. Er berichtet, dass er dem Angreifer noch die Maske heruntergerissen habe, bevor dieser flüchtete. Messer und Kabelbinder ließ der Täter am Tatort zurück.
Die alarmierte Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen aus und leitete umgehend eine Fahndung ein. Bislang blieb diese jedoch erfolglos. Die Polizei beschreibt den Täter als männlich, kräftig gebaut, etwa 1,73 bis 1,80 Meter groß.
Er soll dunkle Kleidung sowie eine helle Steppjacke mit Kapuze getragen haben. Die Ermittler bitten Zeugen, die am Montagnachmittag im Bereich Harburg etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich zu melden.
Unklar ist weiterhin das Motiv. Peter Sebastian selbst hat eine Vermutung. Da er als Musiker häufig bei Benefizveranstaltungen Spenden sammelt, könnte der Täter angenommen haben, dass sich Bargeld in den Büroräumen befindet. Ob es sich tatsächlich um einen geplanten Raubüberfall handelte oder ein anderes Motiv dahintersteckt, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Der Angriff hat den Sänger nachhaltig erschüttert. In einem emotionalen Statement machte er deutlich, wie sehr ihn das Geschehen beschäftigt. Sebastian schrieb:
„Man ist wirklich nicht mehr sicher. Heute habe ich am eigenen Leib erfahren, wie schnell sich alles ändern kann.“
Er ergänzt, dass man oft von Gewalt und Überfällen höre, aber nie damit rechne, selbst betroffen zu sein. Wenn es dann doch passiert, bleibe vor allem ein tief verstörendes Gefühl zurück. „Er hatte ein Messer“, fügt der Sänger hinzu.
Körperlich ist Peter Sebastian den Umständen entsprechend glimpflich davongekommen, ein Krankenhausaufenthalt war nicht notwendig. Psychisch jedoch sitzt der Schock tief. Der Überfall im eigenen Büro, an einem vertrauten Ort, hat sein Sicherheitsgefühl massiv erschüttert. Während die Polizei weiter nach dem Täter sucht, versucht der Musiker, das Erlebte zu verarbeiten – in der Hoffnung, dass der Angreifer bald gefasst wird und andere vor ähnlichen Erfahrungen bewahrt bleiben.
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