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Polizei | Quelle: Getty Images
Polizei | Quelle: Getty Images

8-Jähriger verschwindet in der Nähe des Frankfurter Rotlichtviertels – Spürhunde verfolgen Noahs Geruchsspur

Nataliia Shubina
16. Jan. 2026 - 16:24

Großangelegte Suche in Frankfurt am Main: Seit Mittwochmorgen wird der achtjährige Noah R. vermisst. Der Junge verschwand im Bereich des Frankfurter Bahnhofsviertels, unweit seiner Schule. Polizei, Feuerwehr und Spezialkräfte suchen mit einem Großaufgebot nach dem Kind – bislang ohne Erfolg. Hoffnung gibt es dennoch: Spürhunde konnten eine Geruchsspur aufnehmen, außerdem wurde der Schulranzen des Jungen gefunden.

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Nach Angaben der Polizei wurde Noah am Mittwochmorgen von einem Fahrdienst zur Weißfrauenschule in der Gutleutstraße gebracht. Dort kam er auch an – suchte die Schule im Anschluss jedoch nicht auf. Kurz nach 8 Uhr meldeten die Verantwortlichen den Achtjährigen als vermisst. Seitdem fehlt von ihm jede Spur.

16. Januar 2026, Hessen, Frankfurt am Main: Die Weißfrauenschule befindet sich in der Gutleutstraße im Bahnhofsviertel. Die Polizei fahndet weiterhin nach einem vermissten Achtjährigen aus Frankfurt am Main. | Quelle: Getty Images

16. Januar 2026, Hessen, Frankfurt am Main: Die Weißfrauenschule befindet sich in der Gutleutstraße im Bahnhofsviertel. Die Polizei fahndet weiterhin nach einem vermissten Achtjährigen aus Frankfurt am Main. | Quelle: Getty Images

Der Bereich rund um die Schule liegt in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Bahnhofsviertel, einem Gebiet mit hohem Verkehrsaufkommen und vielen Passanten. Genau deshalb reagierten die Behörden schnell. Noch am Vormittag startete eine intensive Suchaktion.

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Schulranzen nahe der Schule gefunden

Am Donnerstagnachmittag teilte ein Polizeisprecher mit, dass der Schulranzen des Kindes gefunden worden sei. Dieser lag in der Nähe der Schule. „Wir gehen davon aus, dass dieser Schulranzen dem vermissten Jungen gehört“, erklärte der Sprecher. Der Fund verstärkte die Sorge, dass Noah den Schulweg nicht wie geplant angetreten hat.

Der Schulranzen ist blau und trägt ein auffälliges Astronauten-Motiv. Noah selbst ist etwa 1,35 Meter groß, hat dunkles, kurzes Haar und trug zuletzt einen beigen Pullover, eine helle Hose, eine schwarze Daunenjacke sowie eine grün-gelb-blaue Pudelmütze.

15. Januar 2026, Hessen, Frankfurt am Main: Suchhunde und Hundeführer suchen vor der Weißfrauenschule nach Hinweisen. | Quelle: Getty Images

15. Januar 2026, Hessen, Frankfurt am Main: Suchhunde und Hundeführer suchen vor der Weißfrauenschule nach Hinweisen. | Quelle: Getty Images

150 Einsatzkräfte, Hubschrauber und Boote im Einsatz

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Rund 150 Polizeibeamtinnen und -beamte sind an der Suche beteiligt. Neben Streifenpolizei und Kriminalpolizei ist auch das Hessische Polizeipräsidium Einsatz eingebunden. Besonders intensiv wird der Bereich rund um den Main abgesucht, der nur wenige hundert Meter von der Schule entfernt liegt. Dabei kommen Boote der Wasserschutzpolizei zum Einsatz.

Zusätzlich kreist ein Polizeihubschrauber über dem Gebiet. Personenspürhunde, sogenannte Mantrailer, wurden ebenfalls eingesetzt. Sie erhielten Geruchsproben des Kindes, die aus Kleidungsstücken gewonnen wurden. Mit diesen Proben versuchten die Hunde, Noahs Spur aufzunehmen und zu verfolgen. Bislang führte diese Maßnahme jedoch noch nicht zum Auffinden des Jungen.

15. Januar 2026, Hessen, Frankfurt am Main: Suchhunde und Hundeführer stehen vor der Weißfrauenschule. | Quelle: Getty Images

15. Januar 2026, Hessen, Frankfurt am Main: Suchhunde und Hundeführer stehen vor der Weißfrauenschule. | Quelle: Getty Images

Kameras und KI-Unterstützung

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Parallel dazu überprüfen die Ermittler umfangreiches Videomaterial. „Bislang seien sowohl die Schule als auch bekannte Anlaufstellen des Jungen von der Polizei abgesucht worden. Auch Videoaufzeichnungen aus dem Umfeld der Schule würden gesichtet“, teilte die Polizei mit. Zusätzlich werden Aufnahmen aus der Videoüberwachung am Frankfurter Bahnhof ausgewertet.

Besonders bemerkenswert: Die Polizei setzt dabei auch auf moderne Technik. Bilder von Noah wurden in ein KI-gestütztes Videosystem eingespeist. Die Hoffnung ist, dass die Software den Jungen auf vorhandenen Kameraaufzeichnungen identifizieren kann und so Hinweise auf seinen Aufenthaltsort liefert.

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Auch familiäres Umfeld wird überprüft

Wie in solchen Fällen üblich, werde „auch das familiäre Umfeld des Jungen beleuchtet“. Die Polizei betont, dass dies eine Routine-Maßnahme sei und keine Vorverurteilung bedeute. Zudem seien bereits mehrere Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, denen aktuell nachgegangen werde. „Wir nehmen jeden Hinweis ernst“, so ein Polizeisprecher.

Die Ermittler bitten weiterhin dringend um Mithilfe: Wer Noah nach 8 Uhr am Mittwochmorgen gesehen hat oder Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen kann, soll sich umgehend bei der Polizei Frankfurt oder jeder anderen Polizeidienststelle melden.

Die Suche nach dem Achtjährigen läuft unvermindert weiter. Jede Stunde zählt.

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