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Jessica Klepsers Instagram-Beitrag | Quelle: instagram.com/jessicaklepser
Jessica Klepsers Instagram-Beitrag | Quelle: instagram.com/jessicaklepser

Jessica Klepser kehrt auf die Insel zurück, auf der ihre Familie starb - ein Fischer verrät, wie er ihre Töchter fand

Nataliia Shubina
12. Jan. 2026 - 17:35

Zwei Jahre nach dem Flugzeugabsturz, der ihr Leben für immer veränderte, ist Jessica Klepser an einen Ort zurückgekehrt, den kaum eine Mutter freiwillig wieder aufsuchen würde: die Karibikinsel Bequia.

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Dort kamen im Januar 2024 der deutschstämmige Schauspieler Christian Oliver (bürgerlich: Christian Klepser) und die gemeinsamen Töchter Madita (12) und Annik (10) ums Leben. Mit ihrer Reise verbindet Klepser Trauerarbeit – und den Versuch, den letzten Tagen ihrer Familie nahe zu sein.

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Der Unfall ereignete sich am 4. Januar 2024. Nach übereinstimmenden Angaben von Polizei und lokalen Behörden startete das private einmotorige Kleinflugzeug von Bequia (St. Vincent und die Grenadinen), bekam kurz nach dem Abheben Probleme mit dem Antrieb und stürzte ins Meer. Die Einsatzkräfte bestätigten später, dass die Opfer geborgen und für tot erklärt wurden; auch der Pilot kam ums Leben.

Klepser hatte bereits im Jahr nach der Tragödie öffentlich über den Verlust gesprochen. Zum Jahrestag erinnerte sie in einem emotionalen Beitrag daran, wie widersprüchlich sich Zeit in Trauer anfühlen kann – unerträglich lang und zugleich unfassbar kurz. Sie schrieb, sie sei damals an den Ort zurückgekehrt, um „alles zuzulassen“: Liebe, Verlust, Schmerz, Dankbarkeit – und auch Momente des Lachens trotz allem.

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Nun, zwei Jahre nach dem Absturz, wagte sie den Schritt erneut – dieses Mal noch konkreter an den Unglücksort. In ihrem Beitrag zum zweiten Jahrestag beschreibt sie, dass sie gerade auf Bequia sei und anfangs Angst gehabt habe, dorthin zu gehen. Gleichzeitig sei sie froh, es getan zu haben, weil sie nun endlich die Orte sehen konnte, an denen ihre Kinder und ihr Ex-Partner die letzten zehn Tage verbracht hatten – Tage, die sie als erfüllt von Freude, Freundschaft und Leichtigkeit beschreibt.

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Besonders bewegend wurde der Besuch für Klepser durch Begegnungen mit Menschen vor Ort, die damals halfen. Sie berichtet, dass Fischer und weitere Helfer sofort reagierten und zum Unfallort hinausfuhren.

Sie traf auch eine Frau, die in den entscheidenden Momenten direkt am Wasser gewesen sei. Für Klepser ist dieser Kontakt offenbar mehr als nur eine Geste der Dankbarkeit: Es ist der Versuch, die Ereignisse nicht nur aus Distanz – über Nachrichten, Berichte und Spekulationen – zu kennen, sondern aus der Perspektive derjenigen, die unmittelbar dort waren.

Instagram-Kommentare | Quelle: instagram.com//jessicaklepser/

Instagram-Kommentare | Quelle: instagram.com//jessicaklepser/

In diesem Zusammenhang teilt Klepser auch eine Aussage, die viele Leser tief berührt. Ein Fischer, der bei der Bergung half, habe ihr erzählt, dass die beiden Mädchen einander umarmt hielten, als er sie unter Wasser fand. Klepser schrieb dazu, sie hätten sich fest aneinander geklammert – und sie glaube, dass diese Verbundenheit bis heute weiterbestehe. Es ist ein Satz, der nicht sensationshungrig wirkt, sondern das Gegenteil: eine schmerzhafte, intime Vorstellung von Nähe in einem Moment, den keine Familie erleben möchte.

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Ihre Rückkehr nach Bequia ist dabei nicht nur ein privates Ritual. Klepser macht deutlich, dass Trauer für sie nicht bedeutet, „stark“ zu sein im Sinne von funktionierend und unerschütterlich. Sie hatte schon früher erklärt, Stärke könne auch heißen, weinen zu dürfen, zu trauern, zu schreien und den Schmerz zuzulassen. Dieses Verständnis klingt auch in den aktuellen Bildern und Worten mit: Es geht nicht um Abschluss, sondern um ein Weiterleben mit dem Verlust.

In einem Instagram-Beitrag vom 4. Januar 2026 erinnert Jessica Klepser an den Tod ihrer Familie und schreibt offen über ihre Rückkehr an den Unglücksort. „4. Januar 2026 – zwei Jahre ohne sie. Verrückt“, beginnt sie ihren Post und erklärt, dass sie sich derzeit auf Bequia befindet, genau dort, wo es geschah.

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Sie gibt zu, dass sie Angst hatte, an diesen Ort zurückzukehren, fügt aber hinzu: „Ich hatte Angst, hierher zu kommen, aber ich bin so froh, dass ich es getan habe.“ Besonders wichtig sei für sie gewesen, nun all die Orte zu sehen, an denen ihre Töchter und ihr Vater ihre letzten Tage verbracht hatten. Diese Zeit beschreibt sie mit den Worten:

„Endlich all die Orte zu sehen, an denen meine Mädchen und ihr Papa ihre letzten zehn Tage verbracht haben – Tage voller Lachen, Freude und Freundschaft.“

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Weiter schildert Klepser in ihrem Beitrag bewegende Begegnungen vor Ort. Sie schreibt, dass sie die mutigen Fischer treffen konnte, „die sofort zum Flugzeug hinabgetaucht sind, um ihre Körper zu bergen“, und auch jene Frau kennenlernte, „die Madita an der Oberfläche in ihren Armen hielt“. Zudem berichtet sie, dass sie selbst im Meer an genau jener Stelle treiben konnte, an der das Flugzeug ins Wasser stürzte, und zeigt sich dafür „unendlich und für immer dankbar“.

Besonders erschütternd sind die Worte, die sie am Ende ihres Posts teilt: „Der Fischer, der euch geborgen hat, erzählte mir, dass ihr euch umarmt hattet, als er euch unter Wasser fand. Ihr habt euch fest aneinander geklammert!!!“ Abschließend richtet sie sich direkt an ihre Töchter:

„Danke, meine Lieben, dass ihr mir weiterhin beibringt, was Liebe wirklich ist. Ihr seid in meinem Herzen und an meiner Seite – heute und für immer. In Liebe, Mama.“

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Am Ende ihrer Reise richtet Klepser den Blick nicht auf öffentliche Debatten, sondern auf Erinnerung. Sie bedankt sich bei Menschen, die sie in den vergangenen zwei Jahren getragen haben, und beschreibt Zeichen, an denen sie Trost findet – wie Delfine am Morgen oder ein rosa gefärbter Himmel am Abend. Bequia bleibt für sie der Ort des Unfassbaren, aber auch der Ort, an dem sich die letzten gemeinsamen Momente ihrer Familie verdichten.

Die Rückkehr dorthin ist kein Zeichen von Vergessen, sondern ein Zeichen von Mut: das Unaussprechliche zu betreten, um es nicht allein in der Vorstellung auszuhalten. Und vielleicht auch, um den Kindern und dem Vater noch einmal nahe zu sein – nicht, weil es weniger wehtut, sondern weil es sonst gar nicht auszuhalten wäre.

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