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11. Dezember 2025, Herford: Ein Polizeiauto steht in der Nähe des Weihnachtsmarkts. | Quelle: Getty Images
11. Dezember 2025, Herford: Ein Polizeiauto steht in der Nähe des Weihnachtsmarkts. | Quelle: Getty Images

„Unglaublich“: Identität des Messerangreifers auf dem Herforder Weihnachtsmarkt schockiert die Leute

Tetiana Sukhachova
12. Dez. 2025 - 17:06

Ein vorweihnachtlicher Abend in Herford nahm eine dramatische Wendung, als ein 16-jähriger Jugendlicher in unmittelbarer Nähe des Weihnachtsmarkts lebensgefährlich verletzt wurde. Weiter unten findest du ein Video.

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Zwischen Lichterketten und Buden spielte sich ein Geschehen ab, das viele Menschen bis heute fassungslos zurücklässt. Erst die verzweifelte Suche nach Hilfe, dann der Zusammenbruch – und schließlich die erschütternde Nachricht über die Identität des mutmaßlichen Täters.

Nutzer zeigt sich fassungslos zur Tat | Quelle: Facebook/Bild

Nutzer zeigt sich fassungslos zur Tat | Quelle: Facebook/Bild

Am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr wurde der Jugendliche in einer Seitenstraße nahe des Weihnachtsmarkts mit einer Stichverletzung im Rücken entdeckt. Zeugen berichteten, dass er taumelnd mehrere Passanten ansprach und um Hilfe bat, bevor er zusammenbrach. Umgehend wurde der Notruf verständigt, Rettungskräfte brachten den schwer verletzten Jungen ins Krankenhaus.

Zunächst schwebte der 16-Jährige in akuter Lebensgefahr. In der Nacht wurde er in einer Spezialklinik notoperiert. Am Freitag teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit, dass sich sein Zustand nach dem Eingriff stabilisiert habe – eine Nachricht, die bei vielen für vorsichtige Erleichterung sorgte.

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Nutzer zeigt sich fassungslos zur Tat | Quelle: Facebook/Bild

Nutzer zeigt sich fassungslos zur Tat | Quelle: Facebook/Bild

Kurz darauf folgte der nächste Schock: Die Polizei nahm einen Tatverdächtigen fest. Dabei handelt es sich um einen 15-jährigen Jugendlichen aus Herford. Nach Angaben der Ermittler hat er familiäre Wurzeln im Nordirak, seine Staatsbürgerschaft ist bislang ungeklärt. Dass der mutmaßliche Angreifer selbst noch minderjährig ist, sorgte bei vielen Menschen für Entsetzen und ließ die Tat umso schwerer begreifbar erscheinen.

Die Ermittlungen ergaben, dass Opfer und Tatverdächtiger sich bereits vor dem Angriff gekannt haben sollen. Demnach kam es am Abend zunächst zu einem Streit auf der Frühherrenstraße, unweit des Weihnachtsmarkts. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung soll der 15-Jährige ein Stichwerkzeug gezogen und dem 16-Jährigen in den Rücken gestochen haben. Das Motiv ist bislang unklar.

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Nutzer zeigt sich fassungslos zur Tat | Quelle: Facebook/Bild

Nutzer zeigt sich fassungslos zur Tat | Quelle: Facebook/Bild

Die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags. Polizeisprecher Michael Kötter erklärte, dass die Ermittlungen mit Hochdruck geführt werden: „Es sind Maßnahmen getroffen worden, die die Tat weiter aufklären sollen.“ Eine Mordkommission wurde eingesetzt, um die genauen Hintergründe und den Ablauf des Geschehens zu rekonstruieren.

Unmittelbar nach der Tat war die Innenstadt von Herford von einem Großaufgebot der Polizei geprägt. Der Tatort wurde abgesperrt, Streifenwagen sicherten das Gebiet, und auch Spürhunde kamen zum Einsatz, da der Tatverdächtige zunächst geflüchtet war. Wenig später konnte er jedoch festgenommen werden. Am Freitag ordnete ein Haftrichter Untersuchungshaft wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung an.

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11. Dezember 2025, Herford: Polizisten stehen an einer Absperrung. | Quelle: Getty Images

11. Dezember 2025, Herford: Polizisten stehen an einer Absperrung. | Quelle: Getty Images

Zeugenaussagen spielen weiterhin eine zentrale Rolle. Eine Imbissbetreiberin berichtete gegenüber RTL von einem handfesten Streit in der Nähe ihres Standes, bei dem sich zwei Jugendliche geprügelt hätten. Einer von ihnen sei anschließend davongelaufen. Ob diese Beobachtung direkt mit der Tat zusammenhängt, ist nun Gegenstand der Ermittlungen.

Polizei und Staatsanwaltschaft betonen ausdrücklich, dass der Weihnachtsmarkt selbst nicht Ziel der Tat war. Dennoch hat der Vorfall viele Menschen verunsichert. Der Weihnachtsmarkt gilt für viele als Ort der Begegnung und der Freude – umso größer ist der Schock darüber, dass sich nur wenige Meter entfernt eine solche Gewalttat ereignete.

Die Ermittler bitten weiterhin Zeugen, sich zu melden. Jede Beobachtung könne helfen, das Geschehen lückenlos aufzuklären. Während der verletzte Jugendliche um seine vollständige Genesung kämpft, bleiben noch viele Fragen offen.

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