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Gaby Köster | Quelle: Getty Images
Gaby Köster | Quelle: Getty Images

„Ich wiege noch 58 Kilo bei 1,76“: Gaby Köster durch Krankheit verändert – aktuelle Fotos

Nataliia Shubina
15. Juli 2026 - 16:56

Gaby Köster gehörte jahrelang zu den bekanntesten Gesichtern der deutschen Fernsehunterhaltung. Nach einem schweren Schlaganfall zog sie sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Nun spricht die 64-Jährige offen über ihre gesundheitlichen Einschränkungen, finanzielle Sorgen und ihren Alltag.

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Gaby Köster (64) war über viele Jahre eine feste Größe im deutschen Fernsehen. Millionen Zuschauer kannten die Kölnerin unter anderem aus der Serie „Ritas Welt“ oder als schlagfertige Komikerin in der RTL-Show „7 Tage – 7 Köpfe“, in der sie lange Zeit die einzige Frau im festen Ensemble war. Heute ist die Entertainerin nur noch selten im Fernsehen zu sehen – und vermisst diese Zeit auch aus finanziellen Gründen.

Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur sprach Köster sehr offen über ihre aktuelle Situation. „Also finanziell muss ich sagen: Ja, ich vermisse das Fernsehen. Ich habe auch wirklich Panik, wie es weitergeht“, erklärte sie.

Gaby Köster während eines Interviews am 13. Juli 2026 | Quelle: Getty Images

Gaby Köster während eines Interviews am 13. Juli 2026 | Quelle: Getty Images

Der Grund für ihren Rückzug liegt 18 Jahre zurück. Im Jahr 2008 erlitt die Schauspielerin und Komikerin einen schweren Schlaganfall, der ihre Karriere abrupt beendete. Damals habe sie die Tragweite zunächst völlig unterschätzt. Sie sei davon überzeugt gewesen, dass schnell alles wieder gut werden würde. Sie ahnte nicht, dass daraus 18 Jahre werden würden.

Bis heute leidet Gaby Köster unter den Folgen. Ihr linker Arm und ihr linkes Bein sind gelähmt, eigenständig zu laufen ist kaum möglich. Deshalb gehört der Rollstuhl für sie inzwischen immer dazu.

Auch im Alltag ist sie auf Unterstützung angewiesen. Köster berichtete, dass sie Pflegegrad zwei habe, dieser ihrer Situation aus ihrer Sicht jedoch nicht gerecht werde. „Ich hab' Pflegestufe zwei und kann mir selber nichts kochen, zum Beispiel. Aber wenn ich der Krankenkasse sage, ich brauche eine höhere, heißt es, ich sei nicht dement genug und der Schlaganfall auch schon lange her. Ich wiege noch 58 Kilo bei 1,76 und das ist alles nicht lustig“, sagte sie.

Gaby Köster während eines Interviews im Bayerischen Hof am 13. Juli 2026 | Quelle: Getty Images

Gaby Köster während eines Interviews im Bayerischen Hof am 13. Juli 2026 | Quelle: Getty Images

Ohne Hilfe könnte sie ihren Alltag nach eigenen Angaben kaum bewältigen. Sie beschäftigt eine Reinigungskraft und bekommt Unterstützung beim Einkaufen. Außerdem könne sie sich auf ihre Nachbarschaft verlassen. „Ich habe eine Reinigungsfrau und jemand, der für mich einkaufen geht, und habe eine unfassbar liebenswerte Nachbarin, die sich auch ein bisschen um mich kümmert. Wenn es das alles nicht gäbe, würde ich jetzt hier nicht sitzen, sondern wahrscheinlich in einer Urne“, erklärte die 64-Jährige.

Neben den gesundheitlichen Problemen belasten sie auch hohe Kosten. Die finanzielle Belastung ruht schwer auf ihr. „Ich habe kaum noch Jobs. Ich muss ja immer Medikamente vorschießen. Das sind 1.000 Euro im Monat. Manchmal weiß ich auch nicht, wo ich es herholen soll und muss es mir dann leihen“, schilderte Köster.

Trotz ihrer schwierigen Situation kehrt sie nun zumindest für ein Filmprojekt wieder stärker in die Öffentlichkeit zurück. Ab diesem Donnerstag ist sie im Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht“ im Kino zu sehen. Der Film beschäftigt sich mit dem Frauenbild in deutschen Fernsehshows der 1990er- und frühen 2000er-Jahre. Als eine der ersten erfolgreichen Komikerinnen im deutschen Privatfernsehen gilt Gaby Köster bis heute als Pionierin – auch wenn ihr Leben inzwischen völlig anders aussieht als zu Zeiten ihrer größten TV-Erfolge.

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