
Sam Neill | Quelle: Getty Images
„Der Verlust kam plötzlich und unerwartet": Sam Neill stirbt nur zwei Monate, nachdem er eine lebensbedrohliche Krankheit besiegt hatte
Gerade erst hatte er den Kampf seines Lebens gewonnen und der Welt voller Freude verkündet, dass er wieder gesund sei. Doch nur wenige Wochen später kommt die Nachricht, mit der niemand gerechnet hatte.
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Die Filmwelt trauert um einen ihrer vielseitigsten Stars. Sam Neill, weltberühmt durch seine Rolle in „Jurassic Park", ist im Alter von 78 Jahren gestorben.

Sam Neill nimmt am 7. Februar 2025 an den von der Foxtel Group präsentierten AACTA Awards 2025 im HOTA (Home of the Arts) in Gold Coast, Australien, teil. | Quelle: Getty Images
Bekannt gab den Tod seine Familie in einem bewegenden Statement. Und gerade der Zeitpunkt macht den Abschied besonders bitter. Denn erst vor wenigen Monaten hatte der Schauspieler eine schwere Krankheit überwunden. Umso überraschender kommt nun sein Tod.
In der Mitteilung seiner Angehörigen heißt es, Sam Neill sei im Kreis seiner Familie gestorben. Der Verlust sei plötzlich und unerwartet gekommen. Zugleich fanden die Hinterbliebenen tröstende Worte über die Art, wie der Schauspieler sein Leben geführt hatte – bis zum Schluss.
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„Sam war von seiner Familie umgeben und ging mit der Würde, die sein ganzes Leben geprägt hat", teilte die Familie mit. Und weiter: „Der Verlust kam plötzlich und unerwartet, doch wir sind dankbar dafür, dass Sam bis zuletzt krebsfrei blieb."
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Damit spielten die Angehörigen auf jene Krankheit an, die den Schauspieler über Jahre begleitet hatte.
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Bereits 2023 hatte Sam Neill öffentlich gemacht, dass er an einer aggressiven Form von Lymphdrüsenkrebs litt. Offen sprach er seitdem über seinen Kampf.
Über Jahre hielt eine Chemotherapie die Krankheit in Schach. Für den Schauspieler war es eine zermürbende Zeit. Neill erzählte:
„Ich lebe seit etwa fünf Jahren mit einer bestimmten Art von Lymphom, und ich war in Chemotherapie – eine ziemlich elende Angelegenheit, aber sie hielt mich am Leben."
Als die Chemotherapie schließlich nicht mehr anschlug, schien die Lage aussichtslos. Doch dann kam die rettende Wende in Form einer neuartigen Immuntherapie.
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Im April dieses Jahres verkündete Sam Neill schließlich die freudige Nachricht, auf die alle gehofft hatten: Er war den Krebs los.
„Ich hatte gerade eben einen Scan, und es ist kein Krebs mehr in meinem Körper – das ist etwas Außergewöhnliches. Ich bin sehr, sehr aufgeregt, dass so etwas möglich ist", sagte er sichtlich bewegt.
Voller Tatendrang blickte er nach vorn und dachte bereits an neue Projekte. „Es wird Zeit, dass ich wieder einen Film drehe", fügte er hinzu.
Umso tragischer wirkt sein Tod nur rund zwei Monate später.
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Sam Neill wurde am 13. Juli in Sydney im Kreis seiner Familie für immer von seinem Leiden erlöst. Er starb, wie seine Familie betonte, krebsfrei.
Wie sehr der Schauspieler trotz seiner Erkrankung am Leben hing, hatte er stets deutlich gemacht. Dem Tod begegnete er dabei mit typisch trockenem Humor.
„Ich habe keine Angst zu sterben, aber es würde mich ärgern", hatte er einmal gesagt.
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Statt sich von der Krankheit vereinnahmen zu lassen, richtete er den Blick lieber auf das Schöne. Über sein Buch, in dem er auch seine Diagnose verarbeitete, sprach er mit bemerkenswerter Klarheit.
„Das Letzte, was ich will, ist, dass die Leute sich auf diese Krebssache versteifen, denn Krebs interessiert mich eigentlich nicht", erklärte Neill. „Mich interessiert eigentlich nichts anderes als das Leben."
Diese Lebenshaltung prägte auch die zahlreichen Nachrufe, die nun aus aller Welt eintreffen.
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Neuseelands Premierminister Christopher Luxon würdigte den Schauspieler als „einen der Größten", der über mehr als fünf Jahrzehnte neuseeländische Geschichten in die Welt getragen habe.
Auch Australiens Premierminister Anthony Albanese zeigte sich bewegt und betonte, Sam Neill habe einen besonderen Platz in den Herzen der Australier gefunden.
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Kollegen wie der neuseeländische Schauspieler Karl Urban nannten ihn „wahrhaft brillant" und eine Inspiration für alle, die in seine Fußstapfen traten.
Sam Neill hinterlässt vier Kinder und acht Enkelkinder.
So bleibt am Ende die Erinnerung an einen außergewöhnlichen Schauspieler, der über Jahrzehnte vom Blockbuster bis zum Arthouse-Film alles verkörperte – und der bis zuletzt vor allem eines wollte: leben.
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