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Der Schauspieler Matthieu Carrière in der Rolle des Generals Douglas in Bad Segeberg, Deutschland, 24. Februar 2017 | Quelle: Getty Images
Der Schauspieler Matthieu Carrière in der Rolle des Generals Douglas in Bad Segeberg, Deutschland, 24. Februar 2017 | Quelle: Getty Images

„Die Angst, Sie irgendwann zu verlieren“: Elena Carrière spricht offen über die tödliche Diagnose ihres Vaters

Tetiana Sukhachova
26. Feb. 2026 - 19:33

Nach außen wirkt vieles leicht. Elena Carrière, 29, zeigt sich verliebt, beruflich etabliert und selbstbewusst. Die frühere „Germany’s Next Topmodel“-Kandidatin genießt ihr Leben mit ihrem Partner Nick Mulder, teilt Eindrücke von Reisen und Projekten. Doch hinter der Fassade des öffentlichen Glücks steht eine Realität, die sie nicht verschweigen möchte: die schwere Erkrankung ihres Vaters.

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Mathieu Carrière, 75, Schauspieler, Intellektueller, Provokateur – eine prägende Figur des deutschen Films – ist an Prostatakrebs erkrankt. Eine Diagnose, die für die Familie einen tiefen Einschnitt bedeutet. Öffentlich geäußert hat sich der Schauspieler dazu bislang kaum. Seine Tochter hingegen wählt einen offenen Weg.

Screenshot von Elena Carrières Post, in dem sie Bilder ihrer Reise zusammen mit ihrem Vater teilt | Quelle: Instagram/elenacarriere

Screenshot von Elena Carrières Post, in dem sie Bilder ihrer Reise zusammen mit ihrem Vater teilt | Quelle: Instagram/elenacarriere

In einem Interview spricht Elena über die veränderte Dynamik in ihrer Familie. Besonders auffällig: Die Krankheit habe ihren Vater verändert – nicht im Sinne eines Rückzugs, sondern in seiner Haltung. „Mein Papa hat ein ganz wunderbares Herz und ist sehr viel ruhiger und zugewandter geworden, seit er an Prostatakrebs erkrankt war. Er ist richtig altersmilde“, sagt sie. Es sind Worte, die weniger medizinische Fakten transportieren als emotionale Entwicklung.

Carrière senior zählt seit Jahrzehnten zu den bekannten Gesichtern der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Er stand mit Romy Schneider vor der Kamera, spielte in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen wie „Tatort“ oder „Rote Rosen“ und zeigte sich auch im RTL-Dschungelcamp. Ein Künstler mit Ecken und Kanten, der sich nie auf ein Image reduzieren ließ.

Screenshot von Elena Carrières Post, in dem sie Bilder ihrer Reise zusammen mit ihrem Vater teilt | Quelle: Instagram/elenacarriere

Screenshot von Elena Carrières Post, in dem sie Bilder ihrer Reise zusammen mit ihrem Vater teilt | Quelle: Instagram/elenacarriere

Umso größer ist die Fallhöhe, wenn ein solcher Charakter mit einer Diagnose konfrontiert wird, die in Deutschland statistisch betrachtet viele Männer betrifft: Prostatakrebs ist hierzulande die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum erkranken jährlich rund 65.820 Männer daran.

Elena Carrière beschreibt ihren Vater heute als jemanden, der bewusster lebt. Als einen Menschen, der den Alltag anders wahrnimmt. Und auch er selbst formulierte zuletzt eine Haltung, die zwischen Dankbarkeit und Realitätssinn oszilliert: „Ich finde es ein Riesen-Glück, noch da zu sein. Jeder Tag, an dem ich aufwache, ist ein Geschenk.“

Laut BILD fügte er an: „Ich bin immer noch unternehmungslustig und fühle mich wohl als bunter Hund mit verschiedenen Doppelleben und Masken. Es geht mir meinem Alter entsprechend gut“ Es sind Sätze, die nicht dramatisieren, sondern reflektieren.

Für Elena bedeutet die Erkrankung vor allem eines: Nähe. Schon früher betonte sie, wie eng ihr Verhältnis zu ihrem Vater sei. Gespräche ohne Tabus, gegenseitiges Vertrauen, eine Freundschaft, die über das klassische Vater-Tochter-Verhältnis hinausgehe. In dieser neuen Lebensphase gewinnt diese Verbindung noch an Gewicht.

Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit. Eine Krebsdiagnose ist nie nur eine medizinische Information – sie verändert Perspektiven, schärft den Blick für Vergänglichkeit. Die Angst, einen geliebten Menschen zu verlieren, wird greifbarer. Auch wenn konkrete Details zum Gesundheitszustand nicht öffentlich gemacht wurden, steht fest: Die Familie befindet sich in einer Phase erhöhter Wachsamkeit.

Screenshot von Elena Carrières Post, in dem sie Bilder ihrer Reise zusammen mit ihrem Vater teilt | Quelle: Instagram/elenacarriere

Screenshot von Elena Carrières Post, in dem sie Bilder ihrer Reise zusammen mit ihrem Vater teilt | Quelle: Instagram/elenacarriere

Bemerkenswert ist, dass Elena Carrière das Thema nicht im Verborgenen hält. Während viele Prominente familiäre Krankheiten strikt privat behandeln, entscheidet sie sich für Transparenz. Vielleicht auch, um zu zeigen, dass hinter bekannten Namen ganz normale familiäre Sorgen stehen.

Auf Social Media teilte sie einen bewegenden Post mit ihren Followern, in dem sie auf das Thema des Älterwerdens eingeht und Reisebilder von sich und ihrem Vater eingefügt hat. Hinzu kamen Worte, die bewegen:

„Natürlich triggern einen Eltern, egal wie alt oder reflektiert man ist… Irgendwie wird man immer wieder zurück in diesen Teenie-Modus geworfen 🫠 Doch unter der Ungeduld liegt eben die Angst, Sie irgendwann zu verlieren. “

Zwischen Liebesglück und Lebensrealität bewegt sich die 29-Jährige derzeit auf einem schmalen Grat. An ihrer Seite: ein Partner, der sich gut mit ihrem Vater versteht – gemeinsame Schachpartien inklusive. Ein Bild, das Hoffnung transportiert.

Die Krankheit ihres Vaters ist kein abgeschlossenes Kapitel, sondern ein fortlaufender Prozess. Doch inmitten dieser Ungewissheit scheint eines klar: Die Beziehung zwischen Elena und Mathieu Carrière ist enger denn je. Und vielleicht liegt genau darin die stärkste Antwort auf eine Diagnose, die alles verändert.

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