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Carsten Maschmeyer in "Höhle der Löwen" | Quelle: youtube.com/@VOX_de
Carsten Maschmeyer in "Höhle der Löwen" | Quelle: youtube.com/@VOX_de

„Ich bin raus!“: Carsten Maschmeyer stürmt aus der „Höhle der Löwen“

Tetiana Sukhachova
30. Sept. 2025 - 17:17

So turbulent war es in der „Höhle der Löwen“ schon lange nicht mehr: Drei Gründer stellten ihre „Whacky Sticks“ vor – und lösten damit am Ende einen handfesten Streit aus.

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Ein Pitch mit Biss

Daniel Stadtmann, Dr. Peter Stiller und Gregor Schleicher präsentierten Snack-Sticks aus Salami, die reich an Eiweiß und frei von Zucker, Gluten sowie Nitritpökelsalz sind. Mit dem Versprechen „No Bullshit“ wollten sie die Löwen für sich gewinnen. Ihr Ziel: 200.000 Euro für zehn Prozent Firmenanteile.

Die Gründer in "Höhle der Löwen" stellen ihr Produkt vor | Quelle: Instagram/diehoehlederloewen.vox

Die Gründer in "Höhle der Löwen" stellen ihr Produkt vor | Quelle: Instagram/diehoehlederloewen.vox

Erst schien vieles zu passen: Die Investoren kosteten die Produkte, gaben ehrliches Feedback und zeigten grundsätzliches Interesse. Auch die Geschäftszahlen wirkten solide – 61.000 Euro Umsatz in vier Monaten, bei einer klaren Kalkulation zwischen Produktionskosten und Verkaufspreis.

Der Wendepunkt

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Doch dann kam eine entscheidende Information ans Licht: Mitgründer und Anteilhaber Gregor besitzt eine Fleischfabrik, die gleichzeitig als Produzent für das Start-up fungiert. Für die Löwen war das ein heikler Punkt. Ein Investor sprach von einer „Red Flag“ und stieg sofort aus.

Die Stimmung kippte. Was zunächst wie ein vielversprechender Deal aussah, verwandelte sich in eine angespannte Diskussion über Rollen und Strukturen innerhalb des Gründerteams.

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Ein Auftritt mit Folgen

Als die Gründer ihren Pitch eher als „Sparring“ einordneten, platzte Carsten Maschmeyer endgültig der Kragen. Er verließ verärgert das Studio – ein seltener Moment in der Geschichte der Sendung. Nach dem Abgang der Gründer kehrte er zwar zurück, doch sein Fazit fiel vernichtend aus.

Auch die übrigen Investorinnen und Investoren entschieden sich gegen ein Angebot. Damit endete ein Pitch, der viel Aufmerksamkeit versprach, aber in einem der ungewöhnlichsten Abgänge der Show-Geschichte mündete.

Es war nicht das erste Mal, dass die Löwen empört über den Pitch eines Gründers waren. Wir berichteten über einen ähnlichen Fall, bei dem zwei Frauen ihre revolutionären Windeln an den Löwen bringen wollten:

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In der aktuellen Staffel von Die Höhle der Löwen gab es einen Pitch, der für jede Menge Aufsehen sorgte. Zwei Gründerinnen stellten ihre nachhaltige Windelmarke vor und hofften auf ein großes Investment. Statt Begeisterung ernteten sie jedoch scharfe Kritik – besonders wegen ihrer selbstbewussten Unternehmensbewertung.

Franziska Nowak (33) und Manuela Miller-Feigl (34) hatten eine Vision: Windeln, die nicht nur praktisch, sondern auch nachhaltig sind. Ihr Produkt „kniti“ besteht aus einer waschbaren Stoffwindel, die mit einem eigens entwickelten Garn ausgestattet ist. Dieses soll Flüssigkeit optimal verteilen, während herausnehmbare Einlagen für Flexibilität sorgen. Ergänzt wird das System durch ein spezielles „Poo-Paper“, das für die Entsorgung fester Ausscheidungen gedacht ist.

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Mit dieser Kombination wollten die Gründerinnen gleich mehrere Probleme lösen. Zum einen die enorme Müllbelastung durch Einwegwindeln, zum anderen die Frage nach Komfort und Hygiene. Zudem planten sie, ihr Garn nicht nur für Babys, sondern auch für andere Bereiche einzusetzen: Inkontinenzprodukte, Menstruationsartikel und sogar Läufigkeitshöschen für Hunde standen auf der Liste.

Die beiden Unternehmerinnen hatten sich für ihren Auftritt bei den Löwen viel vorgenommen. Ihr Ziel: 400.000 Euro Kapital, um die Produktion zu erweitern und die Marke am Markt zu etablieren. Im Gegenzug boten sie lediglich 10 Prozent Firmenanteile an – eine Bewertung, die ihr junges Unternehmen bei vier Millionen Euro ansiedelte.

Franziska Nowak (33) und Manuela Miller-Feigl (34) | Quelle: instagram.com/diehoehlederloewen.vox

Franziska Nowak (33) und Manuela Miller-Feigl (34) | Quelle: instagram.com/diehoehlederloewen.vox

Genau an diesem Punkt platzte den Investoren der Kragen. Besonders Janna Ensthaler fand deutliche Worte:

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„Leute, die Bewertung ist eine Frechheit!“

Auch Carsten Maschmeyer konnte seine Kritik kaum zurückhalten. Er betonte, die Idee sei spannend, aber die Gründerinnen hätten ihre Chancen durch eine völlig unrealistische Kalkulation verspielt.

Trotz der harten Worte wollten die Löwen mehr über das Geschäftsmodell erfahren. Die Gründerinnen erklärten, dass sie ein Patent auf ihr Garn angemeldet hätten und sich damit einen klaren Vorteil auf dem Markt sichern wollten. Ihre Hoffnung war, dass diese Einzigartigkeit die hohe Bewertung rechtfertigen würde.

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Doch die Skepsis blieb. Mehrere Investoren zogen sich zurück, weil sie den Zahlen schlicht nicht vertrauten. Sie wollten kein Risiko eingehen, das auf überhöhten Erwartungen basiert. Die Stimmung im Studio war spürbar angespannt – selten hatten die Löwen so geschlossen ihre Empörung geäußert.

Am Ende kam dennoch Bewegung in die Verhandlungen. Judith Williams zeigte sich interessiert und machte ein Angebot. Allerdings stellte sie klare Bedingungen: Sie wollte nicht nur Anteile, sondern auch eine Beteiligung am Umsatz in Form von Royalties. Konkret bedeutete das: 15 Prozent Firmenanteile für 400.000 Euro, dazu eine Umsatzbeteiligung, und die Option, weitere 15 Prozent zu erwerben, sobald bestimmte Meilensteine erreicht würden.

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Die Gründerinnen mussten schlucken, doch schließlich akzeptierten sie das Angebot. Für sie war es besser, als ohne Deal die Show zu verlassen. Außerdem war Williams die Investorin, die ihnen mit ihrem Know-how im Bereich Konsumgüter und Vertrieb tatsächlich helfen konnte.

Die Szene wurde schnell zum Gesprächsthema in den sozialen Medien. Zuschauer diskutierten, ob die Löwen zu hart geurteilt hatten oder ob die Gründerinnen sich schlicht verkalkuliert hatten. Viele lobten die Innovation der Windel, andere hielten die Kritik an der Bewertung für absolut gerechtfertigt.

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Für die beiden Gründerinnen bleibt es dennoch ein Erfolg. Sie haben nicht nur Kapital und eine erfahrene Partnerin gewonnen, sondern auch enorme mediale Aufmerksamkeit. Ihr Produkt wurde durch die Sendung einem Millionenpublikum vorgestellt – ein Marketingeffekt, den man kaum bezahlen kann.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie schmal der Grat in der Startup-Welt ist. Eine gute Idee allein reicht nicht. Wer Investoren überzeugen will, braucht realistische Zahlen, überzeugende Strategien und eine Bewertung, die nachvollziehbar ist. Sonst kann aus Begeisterung schnell Empörung werden.

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