
Rettungsdienste in Leipzig | Quelle: Getty Images
Tragödie in der Leipziger Innenstadt: „Die Rettungskräfte haben einen Massenanfall von Verletzten ausgerufen“
Ein Montagabend, der Leipzig erschüttert hat. Ein Mann raste mit seinem Auto durch eine belebte Fußgängerzone – und hinterließ Tote, Verletzte und eine Stadt im Schock.
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Es ist gegen 16.45 Uhr, als auf der Grimmaischen Straße in der Leipziger Innenstadt der Alltag abrupt endet. Die Fußgängerzone ist voll besetzt – Einkäufer, Passanten, Menschen auf dem Weg nach Hause. Dann biegt ein heller Volkswagen Taigo vom Augustusplatz in die Fußgängerzone ein. Was folgt, dauert nur Sekunden – und verändert die Stadt für immer.

5. Mai 2026, Sachsen, Leipzig: Am Eingang zur Grimmaischen Straße liegen Blumen, nachdem bei einem mutmaßlichen Amoklauf in Leipzig zwei Menschen ums Leben gekommen und drei schwer verletzt worden sind. Ein 33-jähriger deutscher Staatsbürger war am Montagnachmittag in die belebte Fußgängerzone gerast. | Quelle: Getty Images
Augenzeugen berichten gegenüber BILD, das Fahrzeug sei mit 80 bis 100 km/h durch die Menschenmenge gerast. Menschen werden erfasst, weggeschleudert, verletzt. Erst kurz vor dem Marktplatz stoppen mehrere Poller das Fahrzeug.

Das Foto vom 4. Mai 2026 zeigt die Szene, in der ein Auto in eine Menschenmenge auf einer Straße in der Leipziger Innenstadt in Ostdeutschland raste und dabei mindestens zwei Tote und mehrere Verletzte hinterließ. | Quelle: Getty Images
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Der Fahrer sitzt noch im Auto, als die Polizei eintrifft. Er wird widerstandslos festgenommen – laut Angaben soll er bei der Festnahme psychisch auffällig gewirkt haben. Die Grimmaische Straße wird sofort weiträumig abgesperrt, Geschäfte schließen ihre Türen.

Rettungskräfte sind am 4. Mai 2026 im Stadtzentrum von Leipzig in Ostdeutschland im Einsatz, wo ein Auto in eine Menschenmenge gerast ist und dabei mindestens zwei Menschen getötet sowie mehrere verletzt hat. | Quelle: Getty Images
Wie ein Polizeisprecher kurz nach dem Vorfall mitteilt: „Das Fahrzeug nebst Fahrer konnte kurz darauf gestellt werden, von ihm geht derzeit keine Gefahr mehr aus. Die Rettungskräfte haben einen Massenanfall von Verletzten ausgerufen, die Polizei ist mit vielen Kräften im Einsatz."

4. Mai 2026, Sachsen, Leipzig: Rettungskräfte stehen am Eingang zur Grimmaischen Straße. In Leipzig ist ein Auto in mehrere Menschen gerast. | Quelle: Getty Images
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Etwa zehn Krankenwagen und ein ADAC-Rettungshubschrauber sind im Einsatz. Im Gewandhaus wird eine Notversorgungsstelle eingerichtet – ausdrücklich auch für Menschen ohne äußere Verletzungen, die unter Schock stehen und psychologische Betreuung benötigen.

4. Mai 2026, Sachsen, Leipzig: Rettungskräfte stehen am Eingang zur Grimmaischen Straße. In Leipzig ist ein Auto in mehrere Menschen gerast. | Quelle: Getty Images
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung tritt kurz darauf vor die Kameras. Er bestätigt, was viele bereits befürchtet hatten: Zwei Menschen sind tot. Bei den Opfern handelt es sich um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann – beide deutsche Staatsangehörige.
Drei weitere Personen werden mit schweren Verletzungen in Kliniken gebracht. Der Branddirektor spricht von insgesamt „20 Betroffenen", was genau damit gemeint ist, bleibt zunächst offen.
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Facebook-Kommentare zu dem Vorfall | Quelle: facebook.com/share/p/1AzDSt6CgS/
Nach Angaben der Polizei waren insgesamt etwa 80 Menschen direkt von dem Vorfall betroffen. Die genaue Zahl der Verletzten ist am Dienstag weiterhin unklar – viele hatten den Ort nach dem Vorfall selbstständig verlassen und sich eigenständig in ärztliche Behandlung begeben.

Facebook-Kommentare zu dem Vorfall | Quelle: facebook.com/share/p/1AzDSt6CgS/
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Laut BILD-Informationen soll es sich bei dem mutmaßlichen Täter um Jeffrey K. handeln – einen 33-jährigen Gebäudetechniker aus Leipzig, der angeblich verheiratet ist und ein Kind hat. Zudem soll er als Boxtrainer in einem Leipziger Boxverein tätig gewesen sein.
Als möglicher Auslöser gilt laut diesen Berichten ein Streit. Der Verdächtige soll zudem psychisch auffällig gewesen sein. Laut MDR-Informationen soll er erst kurz vor der Tat aus der Psychiatrie entlassen worden sein.

Facebook-Kommentare zu dem Vorfall | Quelle: facebook.com/share/p/1AzDSt6CgS/
Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei weiteren Fällen. Der mutmaßliche Täter soll dem Haftrichter vorgeführt werden.
Die Grimmaische Straße bleibt bis mindestens zum späten Dienstagnachmittag gesperrt, während die Polizei weiter Spuren sichert.
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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer meldete sich am Abend zu Wort:
„Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung."
Auch der sächsische Innenminister Armin Schuster bezeichnete den Vorfall als „schreckliche Amoktat" und betonte, Leipzig sei weiterhin sicher.
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Am Abend stellten Menschen am Augustusplatz erste Kerzen auf. Kirchen öffneten ihre Türen, Gedenkandachten wurden angekündigt. Studenten beschrieben die Stimmung am nächsten Morgen als bedrückt – die Innenstadt war ungewohnt leer.
Eine Stadt hält inne – und fragt sich, wie so etwas in ihrer Innenstadt passieren konnte.
Alle Angaben zu Identität, Motiv und Vorgeschichte des Verdächtigen basieren auf den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vorliegenden Informationen aus Ermittlerkreisen und Medienberichten. Die Ermittlungen dauern an – es gilt die Unschuldsvermutung.
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