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Am Tatort abgelegte Blumen | Quelle: Getty Images
Am Tatort abgelegte Blumen | Quelle: Getty Images

Tragödie an der U-Bahn-Station Wandsbek Markt: Blumen und Trauerfeier für auf die Gleise gezerrte 18-Jährige

Tetiana Sukhachova
03. Feb. 2026 - 17:30

Blumen, Kerzen und Worte des Abschieds prägten den Sonntag an der U-Bahn-Station Wandsbek Markt. Dort, wo vor wenigen Tagen ein junger Mensch aus dem Leben gerissen wurde, kamen Hunderte zusammen. Die Gedenkfeier wurde zu einem Moment des offenen Trauerns und geteilter Verzweiflung.

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Am Hamburger Bahnhof Wandsbek Markt wurde am Donnerstagabend die 18-jährige Fatemeh Z., von ihrer Familie liebevoll „Asal“ („Honig“) genannt, getötet. Ein Mann packte sie und warf sich mit ihr vor einen einfahrenden Zug, beide kamen ums Leben. Zurück bleiben Schock, Fassungslosigkeit und eine Familie, die versucht, das Unbegreifliche zu begreifen.

Im Gedenken an Asal angezündete Kerzen am Hamburger Bahnhof Wandsbek Markt | Quelle: Getty Images

Im Gedenken an Asal angezündete Kerzen am Hamburger Bahnhof Wandsbek Markt | Quelle: Getty Images

Zur Trauerfeier versammelten sich Angehörige, Freunde und zahlreiche Hamburgerinnen und Hamburger zunächst direkt unten an den Gleisen. Asals Eltern standen im Mittelpunkt, hielten ein Bild ihrer Tochter fest umklammert, als wollten sie sie für einen Moment noch einmal schützen. Um sie herum Kerzen, Blumen und handgeschriebene Botschaften voller Mitgefühl.

„Meine schöne Tochter, du bist jetzt ein Engel.“

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Besonders die Mutter der Getöteten fand Worte, die vielen Anwesenden unter die Haut gingen. Mit bebender Stimme rief sie: „Er hat mein schönes Kind umgebracht. Meine schöne Tochter, du bist jetzt ein Engel.“ Der Schmerz über den Verlust, fern der ursprünglichen Heimat, war in jedem Satz spürbar.

Die Menschen drücken am Hamburger Bahnhof Wandsbek Markt ihre Trauer über den Verlust von Asal aus. | Quelle: Getty Images

Die Menschen drücken am Hamburger Bahnhof Wandsbek Markt ihre Trauer über den Verlust von Asal aus. | Quelle: Getty Images

Immer wieder wandte sie sich direkt an ihre Tochter. „Was soll ich nun mit deinen Träumen und Wünschen machen, die du nicht mehr leben kannst?“, fragte sie verzweifelt. Der Platz am Bahnhof wurde still, viele senkten andächtig den Blick, andere weinten offen.

Im Verlauf der Gedenkfeier wurde die Situation für die Mutter so überwältigend, dass sie kurz das Bewusstsein verlor. Angehörige stützten sie, hielten sie fest, ließen sie nicht allein. Trotz des Zusammenbruchs blieb sie bis zum Ende der Zeremonie anwesend.

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„Bestimmt riefst du meinen Namen. Aber ich war nicht da, ich war zu Hause. Ich konnte dich nicht beschützen.“

Zuvor hatte sie noch klagend gerufen: „Du wurdest von der Bahn zerstückelt, er hat deinen schönen Körper zerstört, als er mit dir vor die Bahn gesprungen ist. Ich möchte nicht wissen, was du in diesem Augenblick gefühlt hast. Bestimmt riefst du meinen Namen. Aber ich war nicht da, ich war zu Hause. Ich konnte dich nicht beschützen.“

Später verlagerte sich die Gedenkfeier auf den Platz vor dem ZOB. Dort legten Menschen weitere Blumen nieder, zündeten Kerzen an und stellten Bilder auf. Auf Plakaten und Schildern standen Sätze wie „Wir vergessen dich nicht“ und „Du fehlst“.

Auch online zeigt sich große Anteilnahme. In den Kommentarspalten fanden sich emotionale Reaktionen, viele scheinen sich hilflos zu fühlen im Angesicht des Geschehenen. Ein Nutzer schreibt:

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Quelle: facebook.com/bild

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Ein anderer Nutzer leidet offensichtlich mit Asals Mutter, scheint die Tragödie ebenfalls nur schwer begreifen zu können:

Quelle: facebook.com/bild

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Am Ende blieben am Bahnhof Blumen, Kerzen und die Hoffnung, dass die Erinnerung an einen geliebten Menschen, der viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde, irgendwann zumindest ein wenig Trost spenden kann.

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