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Flugzeug | Quelle: Getty Images
Flugzeug | Quelle: Getty Images

Flug aus Portugal kehrt nach zwei Stunden voller Angst nach Hamburg zurück

Nataliia Shubina
27. Jan. 2026 - 15:39

Was als ganz normaler Linienflug von Hamburg nach Lissabon beginnen sollte, entwickelte sich am Montagnachmittag zu einem Nervenkrieg für 103 Passagiere und die Besatzung an Bord einer Maschine von TAP Air Portugal.

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Kurz nach dem Start meldete der Pilot technische Probleme – und entschied sich zur Umkehr. Für alle Beteiligten folgten rund zwei Stunden voller Ungewissheit, Anspannung und Angst, bevor das Flugzeug schließlich wieder sicher in Hamburg landete.

Der Flug mit der Kennung TAP56DT hob gegen 14.30 Uhr vom Hamburger Flughafen ab. Ziel war die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Doch noch bevor die Embraer 190 überhaupt die Reiseflughöhe erreichte oder die Nordseeküste hinter sich ließ, meldete das Cockpit eine technische Störung.

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Nach Angaben des Flughafens handelte es sich um eine sogenannte „geplante Notlandung“. Der Pilot beantragte umgehend die Rückkehr nach Hamburg, um kein unnötiges Risiko einzugehen.

Ein sofortiger Landeanflug war allerdings nicht möglich. Die Maschine war für den Mittelstreckenflug voll betankt und damit zu schwer für eine sichere Landung. Aus diesem Grund begann der Jet, über Norddeutschland zu kreisen. Aufzeichnungen von Flightradar zeigen, wie das Flugzeug immer wieder Schleifen zwischen Bremervörde und Itzehoe zog.

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Ziel war es, Treibstoff zu verbrauchen und so das Landegewicht zu reduzieren. Für die Passagiere bedeutete das: banges Warten, ohne genau zu wissen, wie ernst die Lage tatsächlich war.

Währenddessen bereitete sich der Hamburger Flughafen auf den Ernstfall vor. Auf dem Rollfeld standen zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten bereit. Wie in solchen Situationen üblich, wurden auch umliegende Krankenhäuser vorsorglich informiert.

Die Sicherheitsmaßnahmen liefen auf Hochtouren, während die Maschine weiterhin über der Region kreiste. Viele Passagiere dürften in dieser Phase jede Minute als eine Ewigkeit empfunden haben.

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Gegen 16 Uhr schien ein vertretbares Landegewicht erreicht. Die Piloten leiteten den ersten Landeanflug ein – doch auch dieser wurde kurz vor dem Aufsetzen abgebrochen. Das Flugzeug stieg erneut durch und kehrte noch einmal in das Warteschleifen-Gebiet zurück. Eine weitere Nervenprobe für alle an Bord, denn ein abgebrochener Landeversuch verstärkt bei vielen Reisenden die Angst zusätzlich.

Kurz darauf folgte der zweite Anlauf. Dieses Mal klappte alles wie geplant: Die Embraer setzte sicher auf der Landebahn auf und bremste stark ab, bevor sie zu den wartenden Einsatzkräften rollte. Entwarnung dann von der Feuerwehr: Niemand wurde verletzt, ein Eingreifen der Rettungskräfte war nicht notwendig. Die geplante Notlandung verlief ohne weitere Zwischenfälle.

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Unklar blieb zunächst, was genau den technischen Defekt ausgelöst hatte. Auch am Abend lagen dazu noch keine detaillierten Informationen vor. Fest stand jedoch: Der übrige Flugverkehr am Hamburger Flughafen war von dem Zwischenfall nicht beeinträchtigt.

Trotz winterlicher Bedingungen mit Schnee und Eisglätte lief der Betrieb weitgehend stabil. Lediglich einzelne Flüge, etwa nach München, Zürich oder Kopenhagen, waren im Laufe des Tages gestrichen worden.

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Wie es für die Passagiere weiterging, war zunächst offen. Nach späteren Informationen konnten viele von ihnen ihre Reise nach Lissabon noch am selben Abend fortsetzen, nachdem das Flugzeug technisch überprüft worden war. Ein Teil der Reisenden entschied sich jedoch bewusst dagegen, erneut an Bord zu gehen, und blieb lieber am Boden.

Für die 103 Menschen an Bord dürfte dieser Flug dennoch unvergessen bleiben. Zwei Stunden lang kreiste die Maschine über Norddeutschland – begleitet von der Ungewissheit, was als Nächstes passieren würde. Am Ende überwog die Erleichterung, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Doch die Stunden voller Angst werden vielen Passagieren noch lange in Erinnerung bleiben.

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