
Amira Aly will ihren Söhnen die Realität vor Augen führen, nachdem sie ihr luxuriöses Zuhause kritisiert haben
Amira Aly sprach kürzlich offen in einem Podcast über die Auswirkungen ihres Lebensstils auf ihre Söhne – und ihre Pläne, wie sie darauf reagieren möchte.
Auf den ersten Blick scheint bei Amira Aly alles perfekt: ein neues Traumhaus, erfolgreiche Projekte, Reisen an exklusive Orte. Doch hinter den Kulissen beschäftigt die Moderatorin und Influencerin seit einiger Zeit eine Frage, die sie nicht loslässt – und die mit ihren beiden kleinen Söhnen zu tun hat. In ihrem Podcast spricht sie offen darüber, dass der Alltag ihrer Kinder immer häufiger Momente offenbart, die sie nachdenklich machen.
Die fünf- und sechsjährigen Jungs wachsen in einem Umfeld auf, das nur wenige Menschen so erleben. Privatschule, große Häuser, Urlaube in weiter Ferne – all das ist für sie selbstverständlich.
Erst nach und nach wird Amira bewusst, dass diese Selbstverständlichkeit auch eine Kehrseite hat. Denn die Fragen ihrer Kinder zeigen ihr, wie weit ihre Lebensrealität inzwischen von der vieler anderer Familien entfernt ist.
Besonders deutlich wurde ihr das bei scheinbar harmlosen Situationen. In ihrem Podcast „Iced Macho Latte“, den sie gemeinsam mit Paula Lambert moderiert, erzählt Amira von einem Moment im neuen Zuhause.
Ihre Söhne wunderten sich, warum im Garten kein Pool geplant sei. Für sie war die Vorstellung irritierend, dass ein Haus auch ohne Luxus-Extras vollkommen normal sein kann. In ihrer Welt gehört ein Pool offenbar einfach dazu.
Ein weiterer Augenöffner folgte bei einem Besuch bei der Großmutter. Die Mutter von Amira lebt in einem Mehrfamilienhaus – genau dort, wo Amira selbst ihre Kindheit verbracht hat.
Für ihre Söhne war diese Wohnform jedoch völlig fremd. Mehrere Wohnungen unter einem Dach, andere Menschen im Haus, ein gemeinsamer Keller: All das löste bei den Kindern echte Verwunderung aus. Für Amira war dieser Moment zugleich schockierend und ernüchternd. Ihre Söhne sollen gefragt haben:
„Mama, warum hast du keinen Pool? Jeder hat doch einen Pool“
Sie gibt offen zu, dass sie sich an diesem Punkt selbst hinterfragt hat. „Aber woher sollten sie es denn auch kennen? Scheiße, ich muss reagieren“, sagt sie ehrlich im Podcast. Ihr ist klar geworden, dass ihre Kinder nichts dafür können. Sie kennen schlicht keine andere Realität, weil sowohl sie selbst als auch ihr Ex-Mann Oliver Pocher in sehr privilegierten Verhältnissen leben. Sie fügte an:
„Die sollen wissen, dass es kranke Kinder gibt. Die sollen auch wissen, dass es Kinder gibt, die im Heim sind“
Auch das Umfeld trägt dazu bei. Die Jungs sind von anderen Kindern aus ähnlichen Verhältnissen umgeben, besuchen eine Privatschule und wachsen mit einem Lebensstandard auf, der weit über dem Durchschnitt liegt.
Zwar haben sie auch Kontakt zu Familien mit einem „normaleren“ Alltag, doch aus Amiras Sicht reicht das nicht aus, um ein echtes Gefühl für Normalität zu entwickeln.
An diesem Punkt will die Moderatorin nun bewusst gegensteuern. „Für die ist das selbstverständlich, und das muss jetzt schleunigst geändert werden“, erklärt sie entschlossen.
Dabei geht es ihr nicht darum, ihren eigenen Lebensstil radikal zu verändern oder ihren Kindern etwas wegzunehmen. Vielmehr möchte sie ihnen zeigen, wie vielfältig Lebensrealitäten sein können.
Amira plant, ihre Söhne behutsam mit anderen Welten in Kontakt zu bringen. Sie denkt darüber nach, gemeinsam mit ihnen soziale Einrichtungen zu besuchen, etwa ein Obdachlosenheim oder eine Einrichtung für kranke Kinder.
Auch das Weitergeben von Spielsachen soll Teil dieses Lernprozesses werden. Ihr Ziel ist es, Empathie zu fördern und Verständnis dafür zu schaffen, dass Luxus kein Maßstab für Glück oder Normalität ist.
Dabei wirkt Amira reflektiert und selbstkritisch. Sie weiß, dass Erfolg und Wohlstand nichts sind, wofür man sich schämen muss. Gleichzeitig möchte sie verhindern, dass ihre Kinder den Bezug zur Realität verlieren.
Mit Offenheit, Gesprächen und neuen Erfahrungen will sie ihnen zeigen, dass es außerhalb ihrer komfortablen Welt viele andere Lebensentwürfe gibt – und dass genau darin eine wichtige Lektion fürs Leben liegt.
