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Lisa Straube und ihr Baby | Quelle: Instagram/lisa.straube
Lisa Straube und ihr Baby | Quelle: Instagram/lisa.straube

„Ich bin schreiend auf die Straße gerannt“: Furkan Akkaya versuchte, seinen sterbenden vier Monate alten Sohn wiederzubeleben

Tetiana Sukhachova
10. Feb. 2026 - 17:22

FFurkan Akkaya und Lisa Straube verlieren ihr jüngstes Kind auf unerwartete Weise. Wir werfen einen Blick auf die Tragödie und schauen an, was die trauernden Eltern mit ihren Followern teilten.

Als Lisa Straube im vergangenen Jahr ihre zweite Schwangerschaft öffentlich machte, mischten sich Freude und Sorge. Die Influencerin wusste aus eigener Erfahrung, wie zerbrechlich das Glück sein kann.

Bereits bei der Schwangerschaft mit ihrem Sohn Xavi war nicht alles reibungslos verlaufen. In der 21. Schwangerschaftswoche setzten plötzlich Wehen ein, es bestand die akute Gefahr einer Früh- oder sogar Fehlgeburt.

Für die werdenden Eltern begann eine Phase des Bangens, begleitet von ärztlicher Überwachung und der ständigen Angst, das ungeborene Kind zu verlieren.

Screenshot aus der Story des Paares indem sie ihrem verstorbenen Sohn gedenken | Quelle: Instagram/akkaoriginal

Screenshot aus der Story des Paares indem sie ihrem verstorbenen Sohn gedenken | Quelle: Instagram/akkaoriginal

Doch entgegen aller Befürchtungen stabilisierte sich die Situation. Xavi kam im September gesund zur Welt. Für Lisa Straube und ihren Ehemann Furkan Akkaya, genannt „Akka“, war es ein Moment großer Erleichterung – und ein Gefühl, das sie später als kleines Wunder beschrieben.

Gemeinsam mit ihrem älteren Sohn Emilio schien die junge Familie angekommen zu sein. Auf Social Media teilte Straube immer wieder Einblicke in ihren Alltag, sprach offen über die Herausforderungen des Mutterseins, aber auch über die tiefe Dankbarkeit für ihre beiden Kinder.

Screenshot aus der Story des Paares indem sie ihrem verstorbenen Sohn gedenken | Quelle: Instagram/akkaoriginal

Screenshot aus der Story des Paares indem sie ihrem verstorbenen Sohn gedenken | Quelle: Instagram/akkaoriginal

Noch an Weihnachten widmete sie ihren Söhnen emotionale Worte. Niemand konnte ahnen, dass wenige Wochen später das Leben der Familie endgültig aus den Fugen geraten würde.

Am Montag dann die Nachricht, die viele ihrer Follower schockierte: Xavi ist tot. Der vier Monate alte Junge starb plötzlich und unerwartet. Eine konkrete Todesursache nannten die Eltern nicht.

Screenshot aus der Story des Paares indem sie ihrem verstorbenen Sohn gedenken | Quelle: Instagram/akkaoriginal

Screenshot aus der Story des Paares indem sie ihrem verstorbenen Sohn gedenken | Quelle: Instagram/akkaoriginal

In einem ersten Statement baten sie um Ruhe und Zeit, um das Geschehene überhaupt begreifen zu können. Sie beschrieben sich selbst als in einem absoluten Schockzustand.

Kurz darauf meldete sich auch Furkan Akkaya zu Wort und gewährte einen Einblick in die dramatischen Minuten, die dem Tod seines Sohnes vorausgingen. Es sind Worte, die das Ausmaß der Tragödie erahnen lassen.

Er schilderte, wie er verzweifelt versuchte, das Leben seines Kindes zu retten, obwohl ihm bereits bewusst war, dass die Situation aussichtslos sein könnte.

„Denkt ihr, für mich war es leicht, die Story zu posten, obwohl ich vor ein paar Stunden vergeblich versucht habe, mein Baby zu reanimieren, ihm ins Gesicht zu schauen und zu wissen, dass er es nicht schafft?“, schrieb er offen.

Auch Lisa Straube teilte später ihre Erinnerungen an diesen Morgen. Ihre Schilderung zeichnet das Bild eines Kontrollverlustes, ausgelöst durch unvorstellbaren Schmerz. „Ich bin schreiend auf die Straße gerannt, mit meinem toten Baby auf dem Arm, und habe Gott angefleht, mich bitte zu holen, anstatt ihn. Ich habe auf dem Boden gelegen, bis der RTW da war und sie mir Xavi entnommen haben.“, verriet sie.

Zurück bliebe für sie ein Gefühl von „einfach purer Leere“, das sie selbst kaum in Worte fassen kann.

Dass das Paar den Tod seines Kindes so schnell öffentlich machte, sorgte im Netz für Diskussionen. Einige Nutzer äußerten Unverständnis, andere reagierten mit Anteilnahme. Akkaya erklärte, warum sie diesen Schritt dennoch gegangen seien.

Als Menschen des öffentlichen Lebens hätten sie verhindern wollen, die Nachricht immer wieder einzeln erklären zu müssen – gegenüber Familie, Freunden oder Followern. Jede erneute Schilderung des Geschehenen, so machte er deutlich, reiße die Wunden immer wieder neu auf.

Zur Todesursache schweigen Lisa Straube und Furkan Akkaya bewusst. Der Verlust sei allumfassend, der Schmerz bleibe. Er beschrieb das Gefühl, einen Teil seines Herzens verloren zu haben – etwas, das nicht zurückkehren werde.

Neben der Trauer über den Tod ihres Kindes sehen sich die Eltern zusätzlich mit Anfeindungen im Internet konfrontiert. Beschimpfungen und Vorwürfe trafen sie in einer Phase, in der sie ohnehin kaum Kraft haben. Akkaya bat um Verständnis für ihre Ausnahmesituation und darum, ihnen Zeit zu lassen, diesen Verlust zu verarbeiten.

Lisa Straube hatte bereits vor der Geburt von Xavi offen über ihre Ängste gesprochen. Die Geburt ihres ersten Sohnes Emilio war mit Komplikationen verbunden gewesen, was die zweite Schwangerschaft emotional zusätzlich belastete.

Als Xavi schließlich gesund zur Welt kam, war die Erleichterung umso größer. Dass ausgerechnet dieses Kind, um dessen Leben sie so früh gebangt hatten, nur vier Monate später sterben würde, verleiht der Tragödie eine bittere Dimension.

Heute bleibt der Familie vor allem die Erinnerung. Straube richtete sich in einem Abschiedsgruß direkt an ihren Sohn und bat ihn, von oben auf seinen Bruder aufzupassen. Worte, die zeigen, wie sehr sie versucht, ihrem Schmerz einen Sinn zu geben – oder zumindest einen Ort, an dem er existieren darf.

Der Tod von Xavi markiert einen tiefen Einschnitt im Leben von Lisa Straube und Furkan Akkaya. Von der angespannten Schwangerschaft über die scheinbare Sicherheit nach der Geburt bis hin zu den verzweifelten Wiederbelebungsversuchen und dem endgültigen Abschied zieht sich eine Geschichte, die von Hoffnung, Angst und letztlich unermesslicher Trauer geprägt ist.

Was bleibt, ist das stille Mitgefühl vieler Menschen – und die Erkenntnis, dass selbst das größte öffentliche Interesse den Verlust eines Kindes nicht lindern kann.

Die Todesursache: Plötzlicher Kindstod

Inzwischen haben Lisa Straube und Furkan Akkaya die Todesursache ihres Sohnes öffentlich gemacht. Demnach starb der kleine Xavi Anfang Februar im Schlaf – am Plötzlichen Kindstod. Es ist jener Albtraum, vor dem sich Eltern von Säuglingen am meisten fürchten: ein gesundes Kind, das ohne Vorwarnung einschläft und nicht mehr aufwacht.

Gerade weil der Plötzliche Kindstod meist ohne erkennbare Ursache eintritt, bleibt für die Angehörigen oft keine Erklärung, an der sie sich festhalten könnten. Für Lisa und Akka bedeutet das: Sie müssen mit einem Verlust leben, der sich rational kaum fassen lässt.

Der letzte Abschied

Besonders bewegend schilderten die Eltern, wie sie sich endgültig von ihrem Sohn verabschiedeten. „Wir waren beim Bestatter und konnten unseren Xavi noch ein letztes Mal sehen", berichtete Furkan Akkaya. Lisa habe ihrem Jungen dabei einen Brief hingelegt und sich in einem Gespräch von ihm verabschiedet – mit ganz viel Liebe und schönen Erinnerungen im Gepäck.

Für Lisa Straube war dieser Moment ein Schritt, den sie sich selbst zunächst nicht zugetraut hätte. „Ich habe mich getraut, was ich nicht gedacht hätte, und es war die richtige Entscheidung", betonte sie später. Ein kleiner Trost in all dem Schmerz – die Gewissheit, ihrem Kind einen würdevollen Abschied gegeben zu haben.

Leben mit der Trauer

Wochen nach Xavis Tod zeigt sich, wie unterschiedlich die Eltern mit ihrem Verlust umgehen. Während Akka nach eigenen Angaben jeden Tag zum Grab seines Sohnes geht, sucht Lisa auf ihre Weise die Nähe zu Xavi. „Xavi ist ein Stück weit noch hier", beschreibt sie das Gefühl, das ihr hilft, weiterzumachen.

Zugleich kämpfen die beiden im Alltag weiter für ihren älteren Sohn Emilio, der seine Eltern braucht – auch in einer Zeit, in der sie selbst kaum Boden unter den Füßen haben. In einem besonders berührenden Moment, so berichten sie, kam der Kleine zu seiner weinenden Mama, als diese am Boden lag. Es sind solche Augenblicke, die der Familie trotz allem Halt geben.

So bleibt am Ende das Bild einer Familie, die einen unermesslichen Verlust Tag für Tag zu tragen lernt. Die Todesursache ist inzwischen bekannt, der Abschied ist vollzogen – doch der Schmerz, das wissen Lisa Straube und Furkan Akkaya, wird sie wohl ein Leben lang begleiten.

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