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Heinz Schlechtingen | Quelle: instagram.com/diehoehlederloewen.vox/
Heinz Schlechtingen | Quelle: instagram.com/diehoehlederloewen.vox/

Ein 98-Jähriger verblüfft Experten in der "Höhle der Löwen" mit seiner Erfindung – Video

Nataliia Shubina
10. Sept. 2025 - 16:26

In einer aktuellen Folge von „Die Höhle der Löwen“ sorgt ein ungewöhnlicher Gast für Aufsehen – und damit ist nicht nur seine Erfindung gemeint, sondern vor allem seine Person. Der 98-jährige Heinz Schlechtingen betritt das Studio – und begeistert die Investoren auf Anhieb.

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Mit sich sichernden Schritten kommt Schlechtingen durch den metallenen Durchgang, als er bewusst seinen Gehstock fallen lässt. Entsetzen bei den Löwen, bis Tech-Investor Frank Thelen innehält – „Ladys first“, murmelt er etwas verwirrt.

Statt seinen Stock aufzuheben, greift Investorin Janna Ensthaler blitzschnell zu. Thelen entschuldigt sich später: „Wir dachten, das wäre die Show!“ – ein Moment, der staunen lässt. Jurorin Judith Williams kommentiert anerkennend, der 98-Jährige habe in puncto Alter den Rekord der Show gebrochen.

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Doch das wahre Highlight ist die präsentierte Innovation: „Steets“ heißt sie – eine simple, aber geniale Stütze für Gehstöcke und Krücken. Mit einem Hebel unter dem Griff lässt sich eine kleine, vierbeinige Halterung ausklappen, mit der man die Gehhilfe sicher abstellen kann, ohne dass sie umfällt. Frank Thelen lobt: „Das ist richtig spot-on und saugut umgesetzt“, und nennt es eine der elegantesten Lösungen, die er je gesehen habe.

Eine Szene aus der "Hölle der Löwen"-Show | Quelle: instagram.com/diehoehlederloewen.vox/

Eine Szene aus der "Hölle der Löwen"-Show | Quelle: instagram.com/diehoehlederloewen.vox/

In diesem Moment zeigt sich seine ganze Wirkung: „Na cool“, jubelt Ensthaler begeistert. „Super easy“, bestätigt Carsten Maschmeyer. Der 98-jährige charmante Auftritt – mit einem ironischen Lebensmotto: „Sie können alles machen, was Sie wollen … nur eins dürfen Sie nicht: sterben!“ – trifft mitten ins Herz.

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Doch bei aller Sympathie kommt es auf Zahlen an. Die Gründer – Schlechtingens Enkel Phil Janßen und seine Partner – verlangen 300.000 Euro für 15 % Firmenanteil. Investorin Williams steigt daraufhin aus; sie hält die Bewertung für deutlich zu hoch bei gerade einmal rund 60.000 Euro Umsatz.

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Auch Maschmeyer lehnt ab. Schließlich ist es Frank Thelen, der zuschlägt – aber nicht ohne Gegenwehr: Zuerst fordert er 25 % statt 15, obwohl die Gründer versuchen, auf 20 % zu verhandeln. Thelen bleibt hart: „Wer hier reinkommt und nicht weiß, was ich kann, der ist falsch“ – ein Hinweis darauf, dass in der Show durchaus klare Linien gelten.

Am Ende bekommen die Gründer den Deal: 300.000 Euro für 25 % – ein Moment, der sowohl den Mut der jungen Gründer als auch den Tiefgang eines 98-jährigen Mitgründers würdigt.

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Was bleibt, sind mehrere starke Eindrücke: Ein fast hundertjähriger Gründer mit Humor und Lebensenergie, eine einfach zu bedienende Alltagserfindung und ein Investment, das nicht nur Technologie, sondern auch Menschlichkeit belohnt. Opa Heinz bewies, dass Ideen – egal wie alt – begeistern können. Und vielleicht steckt in diesem Pitch auch ein Impuls: Technik für ein selbstbestimmtes Altern kann zugleich simpel, notwendig und bewegend sein.

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Besonders beeindruckt zeigte sich auch die Jury von der persönlichen Haltung des Seniors. Als Schlechtingen mit verschmitztem Lächeln erklärte:

„Sie können alles machen, was Sie wollen … nur eins dürfen Sie nicht: sterben!“.

Damit sorgte er nicht nur für Gelächter, sondern auch für einen Moment des Innehaltens. Die Investoren würdigten, dass hinter der praktischen Idee auch eine Lebenserfahrung stehe, die Mut und Gelassenheit vereint.

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Für die Gründerfamilie selbst war der Auftritt ein doppelter Erfolg. Zum einen konnten sie ihre Innovation einem Millionenpublikum vorstellen und mit einem prominenten Investor weiterentwickeln. Zum anderen wurde sichtbar, dass Unternehmergeist auch Generationen verbinden kann – vom 98-jährigen Großvater bis zum Enkel, der das Projekt mit aufgebaut hat. Damit hinterließ der Pitch einen bleibenden Eindruck, der weit über die eigentliche Investition hinausgeht.

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