
Mutter verschwindet spurlos und hinterlässt nur ihre Geldbörse: Neues von der Polizei
Valerie von M. (36), Mutter von zwei Kindern aus Lauben im Unterallgäu, war seit dem 5. August 2025 spurlos verschwunden. Nun wurde bei einer groß angelegten Suchaktion eine Frauenleiche entdeckt, bei der es sich vermutlich um die Vermisste handelt. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus, der Verdacht richtet sich gegen ihren 38-jährigen Lebensgefährten, der noch am Donnerstag vorläufig festgenommen wurde.
Der Fall hatte bundesweit Aufsehen erregt. Am 5. August verließ Valerie nach einem Streit mit ihrem Partner das gemeinsame Wohnhaus. Später wurde ihr Mercedes am Pferdestall in Erkheim gefunden. Die Autoschlüssel steckten noch im Zündschloss, ein Hinweis darauf, dass sie das Fahrzeug eilig verlassen haben könnte. Polizeihunde nahmen die Spur zwar kurz auf, doch sie brach wenig später ab.

Zwei Polizeibeamte stehen vor der Weill-Synagoge | Quelle: Getty Images
Wie berichtet, waren die Tage danach von groß angelegten Suchaktionen geprägt. Beamte durchkämmten Felder, Waldstücke und landwirtschaftliche Gebäude, unterstützt von Drohnen und Spürhunden. Dennoch blieb Valerie verschwunden. Am 9. August wurde dann ihre Brieftasche auf einem Parkplatz eines Baumarkts in Landsberg am Lech entdeckt – rund 50 Kilometer entfernt. Ob sie selbst dort war oder ob der Geldbeutel absichtlich abgelegt wurde, ist bis heute ungeklärt.
Am Donnerstag, 28. August, kam es zu einer dramatischen Entwicklung. Im Rahmen einer erneuten Durchsuchung stießen Polizisten im Wald auf eine Frauenleiche. Eine Polizeisprecherin erklärte: „Bei der Suche nach einer seit dem 5. August vermissten Frau … hat die Polizei eine Leiche gefunden. Ob es sich dabei um die vermisste 36-Jährige aus dem Allgäu handele, müssten weitere Untersuchungen ergeben.“

Polizeibeamte arbeiten am Tatort | Quelle: Getty Images
Parallel nahmen die Beamten Valeries Lebensgefährten vorläufig fest. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. In der Allgäuer Zeitung heißt es dazu: „Die 36-jährige Mutter ist vermutlich Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Ihr Freund wurde festgenommen.“ Der Verdacht gegen den 38-Jährigen gilt als dringend, konkrete Beweise oder ein Geständnis liegen bislang jedoch nicht vor.
Die Nachricht erschütterte nicht nur Angehörige und Freunde, sondern auch die Gemeinde Lauben selbst. Für das kleine Allgäuer Dorf, das die wochenlange Suche mitverfolgt hatte, ist die Bestätigung einer Tragödie besonders schwer. Bürgermeister Guido Buob wird von der Allgäuer Zeitung mit den Worten zitiert:
„Mir fehlen die Worte … Ich bin fassungslos, so geht es allen hier im Dorf.“

Schwer bewaffnete deutsche Polizei | Quelle: Getty Images
Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Identifizierung der Leiche und die Klärung der Todesumstände. Rechtsmediziner sollen Gewissheit bringen, ob es sich bei der gefundenen Toten tatsächlich um Valerie handelt und wann sie ums Leben kam. Die Polizei prüft zudem Spuren aus dem Umfeld des Fundorts, um die Abläufe der vergangenen Wochen zu rekonstruieren.
Die Chronologie zeigt die Dramatik des Falles: Am 5. August verschwand Valerie nach einem Streit mit ihrem Partner. Am 7. August wurde sie offiziell als vermisst gemeldet, ihr Auto stand verlassen am Pferdestall. Am 9. August wurde ihre Brieftasche in Landsberg am Lech gefunden. Am 26. August folgte eine groß angelegte Suche mit über 50 Beamten und Drohnen, jedoch ohne Erfolg. Am 28. August schließlich entdeckten Polizisten die Frauenleiche im Wald und nahmen ihren Lebensgefährten fest.

Polizeiauto, das an einem weißen Gebäude geparkt ist. | Quelle: Getty Images
Viele Fragen bleiben offen: Warum verschwand Valerie spurlos? Welche Rolle spielt ihr Partner, gegen den nun ermittelt wird? Und vor allem: Wird die rechtsmedizinische Untersuchung endgültig Klarheit bringen? Für die beiden Kinder der 36-Jährigen ist die Tragödie schon jetzt Realität – ihre Mutter ist vermutlich tot, und ihr Vater sitzt in Untersuchungshaft.
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