
Alexander Manninger | Quelle: Getty Images
„Was für eine Tragödie“: Bundesliga-Star Alexander Manninger im Alter von 48 Jahren auf tragische Weise verstorben
Alexander Manninger war für viele Fußballfans weit mehr als nur ein früherer Torhüter. Der Österreicher gehörte über Jahre zu den prägenden Gesichtern seines Landes und machte sich auch international einen Namen.
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Seine Karriere führte ihn durch einige der größten Fußballnationen Europas. Manninger stand bei namhaften Klubs unter Vertrag und galt dabei stets als ruhige, verlässliche und hoch angesehene Figur.

Alexander Manninger posiert während der Mannschaftspräsentation des FC Augsburg in der SGL Arena am 16. Juli 2014 in Augsburg. | Quelle: Getty Images
Gerade diese Mischung machte ihn für viele Weggefährten so besonders. Er war kein Spieler der lauten Gesten, sondern einer, der sich mit Konstanz, Erfahrung und Professionalität Respekt verschaffte.
Auch deshalb trifft die Nachricht von seinem Tod Fans und frühere Vereine besonders hart. Viele erinnern sich an einen Torhüter, der über Jahre hinweg für Stabilität stand und dessen Laufbahn weit über Österreich hinaus reichte.
Alexander Manninger begann seine Karriere im Nachwuchs der Salzburger Austria. Über Vorwärts Steyr und den GAK führte ihn sein Weg später in den internationalen Spitzenfußball.
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1997 wechselte er zu Arsenal London und legte damit den Grundstein für eine bemerkenswerte Auslandskarriere. Danach folgten Stationen bei AC Florenz, Espanyol Barcelona, dem FC Bologna, Udinese Calcio und Juventus Turin.
Auch in Deutschland und England war er aktiv, unter anderem beim FC Augsburg und beim FC Liverpool. 2017 beendete er seine Karriere und hinterließ ein Profil, das über viele Jahre von Verlässlichkeit und Erfahrung auf höchstem Niveau geprägt war.
Mit Manninger verliert Österreich einen früheren Teamtorhüter, der lange zum Kreis der wichtigsten Spieler seines Landes gehörte. Sein Tod löst deshalb weit über die Landesgrenzen hinaus große Trauer aus.
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Besonders bewegend fällt auch die Reaktion seines früheren Weggefährten David Seaman aus. Der ehemalige englische Nationaltorhüter sagte:
„Das sind verheerende Nachrichten. Es ist wirklich traurig, und es ist schwer, das überhaupt zu begreifen.“
Seaman erinnerte zudem an gemeinsame Momente abseits des Fußballs. „Wie ich war auch er ein leidenschaftlicher Angler, und wir haben viele Stunden zusammen an den Seen verbracht. Meine Gedanken sind bei seiner Ehefrau und seiner jungen Familie.“
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Alex Manninger, 1977. | Quelle: Getty Images
Alexander Manninger starb am Donnerstag im Alter von 48 Jahren bei einem schweren Verkehrsunfall in Österreich. Nach den vorliegenden Informationen kollidierte sein Auto mit einer Garnitur der Salzburger Lokalbahn.
Der Unfall ereignete sich am Donnerstagmorgen kurz nach der Haltestelle Pabing an einem unbeschrankten Bahnübergang.
Wie berichtet wurde, war Manninger allein in einem VW-Minivan unterwegs, als es gegen 8.20 Uhr zu dem Zusammenstoß kam. Sein Fahrzeug wurde dabei schwer beschädigt.

Alexander Manninger, Torhüter des FC Augsburg, feiert nach dem Bundesligaspiel zwischen dem FC Augsburg und dem Hamburger SV in der SGL Arena am 14. Mai 2016 in Augsburg mit den Fans | Quelle: Getty Images
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Die rund 25 Fahrgäste der Lokalbahn sowie der Triebwagenführer blieben unverletzt. Ersthelfer trafen schnell ein, und auch Rettungskräfte versuchten noch, den ehemaligen Fußballprofi zu reanimieren.
Dabei kam nach Polizeiangaben sogar ein Defibrillator zum Einsatz. Doch jede Hilfe kam zu spät.
Noch ist nicht vollständig geklärt, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Im Fokus der Ermittlungen stehen nun sowohl das Verhalten des Fahrers als auch die Technik am Bahnübergang.

24. Januar 1999: Alex Manninger von Arsenal im Einsatz während des FA-Cup-Spiels der vierten Runde gegen die Wolverhampton Wanderers im Molineux Stadium, Wolverhampton, England. | Quelle: Getty Images
Laut den vorliegenden Informationen untersucht ein Gutachter im Auftrag der Staatsanwaltschaft den Fall. Dabei soll unter anderem ausgewertet werden, ob sich das Fahrverhalten des Lenkers elektronisch nachvollziehen lässt.
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Zusätzlich wird geprüft, ob das Rotsignal am Bahnübergang rechtzeitig ausgelöst wurde. Genau diese offenen Punkte machen den Fall derzeit besonders bedrückend.

Torwart Alexander Manninger (AUGSBURG) in Aktion waehrend dem Fussball Bundesliga Spiel 1. FC Augsburg gegen FC Ingolstadt 04 am 3. Spieltag der Saison 2015/2016 in der WWK Arena am 29. August 2015 in Augsburg | Quelle: Getty Images
Auch unter Fans ist die Bestürzung über den Tod von Alexander Manninger groß. Ein Kommentar lautet:
„Was für eine Tragödie für einen so wunderbaren Sportler, Handwerker, Zimmermann, Geschäftsmann und Hotelier. Er hat sein Land würdig vertreten und war auch für seine Klubs von großer Bedeutung. Tiefes Beileid an die Familie Manninger.“
Andere schreiben: „Ruhe in Frieden, Alexander Manninger, Amen“, und „Ruhe in Frieden, Sir Alexander Manninger. Danke für alles. Du wirst für immer ein Juventino sein und niemals vergessen werden“ sowie „Ruhe in Frieden, Alex. Du wirst für immer in Erinnerung bleiben.“
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Alex Manninger von Liverpool während des Spiels in der Opel Arena am 7. August 2016 in Mainz. | Quelle: Getty Images
Damit steht nun nicht mehr allein die Karriere des früheren Bundesliga- und Nationaltorhüters im Mittelpunkt. Vielmehr überlagert ein tragisches Unglück alles, was viele Fans mit Alexander Manninger verbinden.
Zurück bleibt die Erinnerung an einen Torhüter, der ohne große Inszenierung Eindruck hinterließ. Und zurück bleibt die Fassungslosigkeit über den plötzlichen Tod eines Mannes, den viele im Fußball nie vergessen werden.
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