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Ein Killerwal | Quelle: Getty Images
Ein Killerwal | Quelle: Getty Images

Killerwale versenken Touristenboot vor der portugiesischen Küste – Video des Angriffs

Tetiana Sukhachova
17. Sept. 2025 - 20:45

Ein Touristenboot ist vor der portugiesischen Küste gesunken, nachdem mehrere Orcas es gerammt haben sollen. Fünf Menschen an Bord wurden rechtzeitig von nahegelegenen Booten aufgenommen, verletzt wurde ersten Angaben zufolge niemand. Ein im Netz geteiltes Video zeigt die vermeintliche Attacke aus unmittelbarer Nähe.

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Der Vorfall ereignete sich am Samstag unweit des Strandes von Fonte da Telha südlich von Lissabon. Das von einem lokalen Wassersport-Club betriebene Boot mit fünf Personen an Bord begann nach den Rammstößen durch die Meeressäuger zu sinken; Rettungskräfte und Freizeitboote brachten die Crew in Sicherheit. Glücklicherweise blieb es bei Sachschäden.

Ein Orca, auch „Killerwal“ genannt | Quelle: Getty Images

Ein Orca, auch „Killerwal“ genannt | Quelle: Getty Images

Portugals Seebehörde teilte mit, man habe um 12:30 Uhr einen Alarm „wegen einer Interaktion mit Orcas“ erhalten und bei Eintreffen festgestellt, „dass die Besatzung körperlich wohlauf“ sei und bereits mit Hilfe eines Ausflugsboots geborgen wurde. Zeugen wollten teils vier Tiere gesichtet haben, während ein Skipper erklärte, nur ein Wal habe das Ruder getroffen.

Das kursierende Video, das von einem lokalen Anbieter von Segelerfahrungen veröffentlicht wurde, zeigt, wie ein Orca wiederholt die Steuerbordseite der Yacht rammt. Die Stöße lassen das Boot schwanken, bevor es sichtlich Wasser fasst. Kurz darauf sinkt die Yacht, während andere Boote bereits zur Hilfe eilen.

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Warum es in den Gewässern der Iberischen Halbinsel seit 2019 immer häufiger zu solchen Zwischenfällen kommt, ist Gegenstand laufender Forschung. Laut Berichten sind „hunderte“ Interaktionen dokumentiert, es kursieren „mehrere Theorien“, eine eindeutige Ursache ist bisher nicht belegt – manche Experten vermuten jedoch, Langeweile seitens der Tiere könnte ein Faktor sein.

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In der Kommentarspalte des veröffentlichten Videos entspann sich eine lebhafte Diskussion über Verantwortung, Sicherheit und Naturschutz. Zu lesen sind Kommentare wie: „Wo ist die Rettung der Crew?“ sowie „Orcas leben im Meer. Man muss die Tiere respektieren.“

Ein weiblicher Orca | Quelle: Getty Images

Ein weiblicher Orca | Quelle: Getty Images

Ein weiterer Nutzer schreibt: „Die Orcas sagen uns, wir sollen ihr ‚kostbares Ökosystem in Ruhe lassen‘.“ Wieder ein anderer User mahnt: „Es sind so viele weitere Boote im Wasser und diesen Kreaturen gehen die sauberen, unverschmutzten Orte zum Leben aus. Hier gibt es keine Rache. Das ist ein ‚Bitte verlass endlich mein Zuhause. Vielleicht, nur vielleicht, können wir Menschen proaktiv werden und zu bestimmten Zeiten des Jahres das Bootfahren in bestimmten Bereichen vermeiden? Wir wissen, dass es ein Muster gibt, es gibt eine Grenze“.

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Eine Schule Orcas | Quelle: Getty Images

Eine Schule Orcas | Quelle: Getty Images

Ein Crewmitglied aus einem kürzlich gemeldeten, ähnlichen Fall brachte die Emotionen auf See auf den Punkt: „Die Wahrheit ist, dass wir große Angst hatten. Wir hatten tatsächlich wirklich ‚Angst‘, als uns klar wurde, dass die Wale das Boot rammten.“ Es ist mehr als verständlich: Ein ausgewachsener Schwertwal, wie Orcas auch genannt werden, bringt mitunter deutlich mehr als 3 Tonnen auf die Waage und dürfte in natura einen überwältigenden Anblick bieten.

Auch wenn die Bilder manchen vielleicht beunruhigen, zeigen die Einsätze eindrucksvoll, wie schnell Helferinnen und Helfer sowie andere Skipper reagieren und Betroffene in Sicherheit bringen. Eines dürfte allerdings klar sein: Weitere Forschung, klare Verhaltensregeln und Respekt vor Wildtieren und der Natur als ganzes bleiben entscheidend, damit Vorfälle wie dieser irgendwann hoffentlich vermieden werden können.

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Ein Whale-Watching-Boot und Orkas im Januar 2004 vor der südkalifornischen Küste | Quelle: Getty Images

Ein Whale-Watching-Boot und Orkas im Januar 2004 vor der südkalifornischen Küste | Quelle: Getty Images

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